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Shanahan verabschiedet sich von der Joe

Hall of Famer skatet ein letztes Mal in der Arena, in der er neun Saisons lang für die Red Wings spielte

von Nicholas J. Cotsonika @cotsonika / NHL.com Kolumnist

DETROIT -- Brendan Shanahan hatte am Samstag eigentlich nicht vor, das Eis der Joe Louis Arena zu betreten. Aber der President der Toronto Maple Leafs hörte, dass einige seine Mitarbeiter am Nachmittag vor dem Spiel gegen die Detroit Red Wings eine Eiszeit hatten. Das war seine letzte Chance.

Er lieh sich ein paar Schlittschuhe von Maple Leafs Coach Mike Babcock, schnappte sich irgendwelche Handschuhe und ging das Regal durch, bis er einige Schläger fand, der zu passen schien. Einen davon sollte er noch zerbrechen.

"Also sage ich euch nicht, von wem diese Schläger waren", sagte Shanahan mit einem Lächeln.
Shanny spielte wie Shanny. Er schoss ein paar Tore, darunter ein richtig schönes Ding von der Innenlatte. Obwohl er ein Maple Leafs Trainingstrikot anstelle eines Red Wings Spieltrikot trug, obwohl er nun 48 Jahre alt ist und einen grauen Haaransatz hat, obwohl er sagte, dass er die Erinnerungen an sich als Spieler mit dieser Performance "entweihen" würde, er stellte die Zeit zurück. Zumindestens für eine Stunde.

Er verkörperte das Gefühl, das so viele von uns an diesem Ort hatten, ob sie nun hier aufwuchsen, arbeiteten, trainierten oder spielten. Wir alle wussten, dass das die letzte Saison im Joe ist. Aber das Ende hat sich eingeschlichen und plötzlich ist es fast schon da.

Jetzt, wo die Red Wings aus dem Rennen um die Stanley Cup Playoffs ausgeschieden sind, wissen wir es. Nach diesem gibt es nur noch drei Spiele: gegen die Ottawa Senators am Montag, gegen die Montreal Canadiens am Samstag und die New Jersey Devils am 9. April.

Es ist Zeit, jede Sekunde aufzusaugen, bevor die Red Wings zur kommenden Saison in die Little Ceasars Arena umziehen.

"Die Gedanken und Erinnerungen waren irgendwie verschieden", sagte Shanahan. "Die Gedanken waren, 'Oh Junge, meine Beine tun weh und meine Lunge schmerzt.' Und die Emotionen waren, 'Das ist das Ende einer großartigen Hockeygeschichte". Für Hockeyspieler nennen ihre Hallen manchmal liebevoll Scheunen. Zur mich war das eine großartige alte Scheune."

Die Red Wings zogen im Dezember 1979 aus der ganz alten Scheune, dem Olympia Stadium, in die Joe Louis Arena. So viele Spieler kamen und gingen und die Red Wings haben in den Jahrzehnten, in denen die Sparta-graue-Box neben dem Detroit River "ihre eigene Persönlichkeit" entwickelte, so viel gewonnen.

Shanahan spielte dabei eine Schlüsselrolle. Die Red Wings hatten seit 1955 keinen Stanley Cup gewonnen, als er am 9. Oktober von den Hartford Whalers zu den Red Wings getradet wurde.

Das Joe ist der Ort, wo Shanahan Goalie Patrick Roy aus einem Gedränge heraus anging, bevor die Red Wings zurückkamen und ein episches Spiel dank Darren McCarties Overtime-Tor gewannen. Er trägt dieses Datum im Herzen, wie so viele in Detroit.

"Wenn du für die Red Wings gespielt hast, ging es immer um die Spiele gegen die Colorado Avalanche", sagte Shanahan. "Und natürlich erinnert sich jeder an dieses Spiel am 26. März 1997, das uns in einer gewissen Weise zusammenbrachte."

Das Joe ist der Ort, wo Shanahan 2,5 Monate später den Stanley Cup zum ersten Mal hochhob.
"Wenn du spielst, ganz besonders, wenn du mit deiner Karriere anfängst, fragst du dich immer, ob es einmal passieren wird", sagte Shanahan. "Dann so nah zu kommen und es an diesem Ort tatsächlich zu schaffen, ist eine großartige Erinnerung."

"Und außer Mike Vernon, der den Cup mit Calgary (1989) und Joe Kocur, der den Cup mit New York (1994) gewann, waren wir 1996-97 alle Erstlinge. Wir waren alle so aufgeregt und unsicher, wollten den Job aber unbedingt erledigen."

Das Joe ist der Ort, wo Shanahan den Cup im Jahr 2002 zum dritten Mal mit den Red Wings holte. Damals traf Shanahan und die Lautsprecher spielten einen irischen Jingle - einer der schönsten Torsongs, die je gespielt wurden. Es ist der Ort, wo sein Name neben anderen Champions an der Wand steht.

Das Joe ist der Ort, wo die Menschen Shanahan immer noch als ein Familienmitglied begrüßen, sogar nachdem er das Team in 2006 als Free Agent in Richtung eines Atlantic Division Rivalen verließ.

"Einer der Vorteile war, dass die Menschen, die hier arbeiteten, für lange Zeit hier arbeiteten", erzählte Shanahan. "Wenn man hierherkam, sah man viele bekannte Gesichter."
Das Joe ist ein schöner ....

Nun, das Joe hat eine nette Persönlichkeit und einen Charakter.

"Es war kein schöner Gang in die Kabine auf einem roten Teppich", erinnerte sich Shanahan. "Es war weit unter dem Standard. Man musste sich unter Tragebalken ducken und schmutzige Gänge entlanglaufen. Für mich machte das seine Persönlichkeit aus. Es gab ganz unten keine Logen und man hatte das Gefühl, dass die Fans alle eine gute Sicht hatten. Ich denke, jedes Mal, wenn eine dieser alten Arenas zumacht, ist es ein wenig traurig für die Spieler."

Genießt sie, so lange ihr könnt.

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