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Fans und Umfeld der Maple Leafs begeistern Malgin

"Breaking the Ice": Torontos Stürmer spricht über seinen Trade, sein neues Team und das große Ziel Playoff-Teilnahme

von Axel Jeroma @nhlde / NHL.com/de Freier Autor

Malgins harter Onetimer

PIT@FLA: Malgin netzt vom einen Kreis Onetimer ein

Jonathan Huberdeau erzwingt Turnover und bedient Denis Malgin, der mit einem Onetimer, an Matt Murray vorbei, zum 2:1 der Panthers trifft.

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Während der regulären Saison 2019/20 bringt NHL.com/de jeden Donnerstag eine Story aus der Rubrik "Breaking the Ice". Darin stellen wir jeweils einen Spieler vor und holen von ihm in fünf abschließenden Fragen seine Meinung zu verschiedenen Themen rund ums Eishockey und auch darüber hinaus ein.

In dieser Folge: Denis Malgin (Toronto Maple Leafs)

Dass bei Trades in der NHL von den Spielern ein gehöriges Maß an Flexibilität gefordert ist, hat Denis Malgin vor einigen Wochen erleben müssen. Am Morgen des 19. Februar schlummerte er noch in einem kalifornischen Hotelbett, als gegen 7.30 Uhr das Telefon klingelte. Am Apparat war Dale Tallon, seines Zeichens General Manager der Florida Panthers. Der offenbarte Malgin, dass er Bestandteil eines Wechsels sei und sich deshalb zu seinem neuen Arbeitgeber, den Toronto Maple Leafs, begeben solle. Statt sich mit den Panthers auf das für den Abend angesetzte Spiel bei den Anaheim Ducks vorzubereiten, hieß es für den 23 Jahre alten Oltner packen und mit dem Flieger in Richtung Kanada aufbrechen.

Video: FLA@NSH: Malgin mit einen Schuss aus dem Handgelenk

Malgin spielte seine vierte Saison bei den Panthers, die ihn beim NHL Draft 2015 in der vierten Runde an Gesamtposition 102 ausgewählt hatten. Insgesamt bestritt er 184 Hauptrunden-Partien für die Vertretung aus Sunrise und sammelte 60 Scorerpunkte (28 Tore, 32 Vorlagen). In der laufenden Spielzeit war seine Karriere bei Florida ins Stocken geraten. Nach dem Jahreswechsel stand er nur in sieben von 21 möglichen Partien im Aufgebot, obwohl er bei diesen wenigen Einsätzen immerhin dreimal scorte. Der Transfer nach Toronto bot ihm deshalb die Chance auf einen Neuanfang.

Bei den Maple Leafs wurde der Flügelstürmer mit offenen Armen empfangen, allen voran von Auston Matthews. Mit ihm zusammen hatte Malgin in der Saison 2015/16 bei den ZSC Lions in Zürich gespielt. "Es ist schön, ein altbekanntes Gesicht in der Kabine zu haben", sagte Matthews, kurz nachdem der Wechsel bekannt geworden war. "Er ist ein guter Skater und ein fleißiger Arbeiter, der immer an seinem Spiel feilt. Ich bin sicher, dass er gut zu uns passt", fügte er hinzu.

Seinen Einstand bei den Maple Leafs gab Malgin am 20. Februar beim 4:0-Sieg gegen die Pittsburgh Penguins. Dabei stand er über fünfzehn Minuten auf dem Eis. Seit seinem Debüt im Trikot mit dem Ahornblatt absolvierte der Angreifer acht Spiele. Nur einmal gehörte er nicht zu den Auserwählten von Trainer Sheldon Keefe.

 

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Auf dem jüngstem Auswärtstrip der Maple Leafs durch Kalifornien schaffte es Malgin von der vierten bis in die zweite Sturmreihe zu John Tavares und William Nylander aufzusteigen. Aktuell agiert er auf der Rechtsaußenposition in der dritten Angriffsformation mit Linksaußen Pierre Engvall und Center Alexander Kerfoot. Seine zwischenzeitliche Beförderung in die Top 6 der Offensive will er nicht überbewerten. "Ich schaue immer nur von Spiel zu Spiel. Wichtig ist es, regelmäßig den Sprung ins Team zu schaffen, alles andere ergibt sich dann von selbst", meinte er.

Sein großes Ziel für diese Saison ist ganz klar die Playoff-Teilnahme. "Unsere Chancen sind nach wie vor gut. Wir müssen einfach nur konstant unser Spiel spielen, dann werden wir es schaffen", betonte der junge Schweizer.

Fünf Fragen an Denis Malgin:

Kam der Wechsel zu den Maple Leafs überraschend und wie lief der Trade ab?

Solche Dinge überlasse ich generell meinem Agenten. Ich wusste nicht genau, was abging, sondern hatte lediglich eine Vorahnung, da mein Vertrag am Ende der Spielzeit abläuft. Dann kam der Wechsel nach Toronto. So ist der Sport hier in Nordamerika. Ich habe es vor dem Spiel bei den Anaheim Ducks erfahren. Es war am Morgen gegen halb acht. Ich bin dann nach Toronto geflogen und habe dort gleich am nächsten Tag für mein neues Team gespielt.

Video: FLA@NYI: Dadonov und Malgin im Zusammenspiel

Wie ist es für dich, in einem solch traditionsreichen Team zu spielen?

Ich bin ja erst seit relativ kurzer Zeit hier und muss noch einige Dinge herausfinden. Aber es ist natürlich toll, zu so einem Top-Team zu gehören. Hinzu kommt, dass die Jungs mich prima aufgenommen haben.

Gibt es Unterschiede hinsichtlich Fans, Umfeld oder Team im Vergleich zu den Florida Panthers?

Das ist unglaublich, was in Toronto rund um das Team abgeht. Selbst bei den Auswärtsspielen sind unheimlich viele Fans von uns im Publikum. Das finde ich alles total beeindruckend und ist mit dem Umfeld der Panthers überhaupt nicht zu vergleichen.

Welche Stärken kannst speziell du in das Team einbringen und was erhoffst du dir für die weitere Saison?

Ich denke, dass ich gut hierher passe. Die Leafs sind ein Team, das schnell mit dem Puck spielen will. Das kommt mir sehr entgegen. Für die weitere Saison ist es wichtig, dass wir die Playoffs schaffen. Vor der Kalifornien-Tour waren wir die Mannschaft mit den meisten geschossenen Toren. In den drei Spielen dort haben wir jedoch nur drei Treffer erzielt. Aber so ist Eishockey manchmal. Künftig müssen wir vorne wieder besser werden. Dafür werden wir alle hart arbeiten.

 

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Ist die Heim-WM in der Schweiz für dich ein Thema?

(lacht) Das fragen mich ganz viele. Ich hoffe nicht. Denn ich will mit dem Team um diese Zeit die Playoffs spielen. Sollte das dann nicht so wie gewünscht klappen, sehen wir weiter. Aber ich konzentriere mich wie das gesamte Team derzeit voll und ganz auf die Playoffs.
Uwe Werkmeister hat an diesem Beitrag mitgewirkt.

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