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Blackhawks setzen auf Helden der Vergangenheit

Brandon Saad und Patrick Sharp werden in der kommenden Spielzeit wieder gemeinsam für Chicago spielen

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Viel Bewegung aktuell auch im Kader der Chicago Blackhawks in der besten Eishockeyliga der Welt. Grundsätzlich ist das nicht so überraschend, nachdem das Team ja bekanntlich jüngst in den Playoffs direkt in der ersten Runde ausschied und dadurch nun einen überraschend und ungewohnt langen eishockeyfreien Sommer zu überbrücken hat.

Auf der Suche nach den Erfolgen von einst setzt man dabei scheinbar, zumindest teilweise, auf die Helden der Vergangenheit. Denn nur wenige Tage nachdem schon Brandon Saad in der Kader des Teams aus der Windy City zurückkehrte, setzt man nun also auch wieder auf die bewährten Dienste von Stürmer Patrick Sharp.

Sharp, der in den Jahren 2010, 2013 und 2015 mit der Franchise sogar drei Mal den heißbegehrten Stanley Cup gewinnen konnte, unterschrieb einen, dem Vernehmen nach, mit 800.00 US$ dotierten Einjahresvertrag am Samstag, dem ersten Tag der diesjährigen UFA-Phase in der NHL.

35 Jahre alt ist der Veteran inzwischen, hat in seiner Vergangenheit stolze 10 Jahre lang das Trikot der 'Hawks' über die Eisflächen der Liga gleiten lassen, bevor er dann im Juli 2015 Chicago verließ und sich den Dallas Stars anschloss.

"Es war nicht immer einfach zuletzt für mich. Es waren viele neue Erfahrungen, die ich machen durfte. Doch am Ende konnte ich die Gelegenheit nach Hause, nach Chicago, zurückzukehren nicht auslassen" so Sharp gegenüber NHL.com zuletzt.

Video: BUF@DAL: Sharp umläuft Defensive, bezwingt Nilsson

Aktuell ist Sharp noch verletzt. Seit Ende März fiel er bereits aufgrund einer Hüftverletzung aus. Es wird jedoch damit gerechnet, dass er rechtzeitig zum Saisonstart wieder gesundet auf dem Eis stehen kann.

"Ich bin schon ganz aufgeregt. Die ganze Familie freut sich darauf. Ich werde alles dafür tun, dass wir noch viele schöne gemeinsame Momente in Chicago erleben können. Ziel ist es noch einmal einen Stanley Cup zu gewinnen. Deshalb bin ich hierher zurückgekommen."

Geld schien dabei für ihn nicht die entscheidende Rolle gespielt zu haben, wie er betonte. Andere Teams hatten offenbar deutlich höher dotierte Angebote auf den Tisch gelegt. Doch das Geld konnte den Wunsch nach Hause zurückzukehren offenbar nicht übertrumpfen in diesem Falle.

Emotional sicherlich auch die Tatsache, dass Sharp hier nun wieder mit seinem alten Kumpel Brandon Saad zusammentreffen wird, welchen die Blackhawks ja schon am 23. Juni zurückverpflichtet hatten, ihn in einem Trade von den Columbus Blue Jackets zurückkehrte.

Der 24-jährige Saad hatte zwischen 2013 und 2015 ebenfalls schon für die Blackhawks in der NHL gespielt, bevor er dann vor zwei Jahren nach Ohio zu den Columbus Blue Jackets transferiert wurde.

Video: MTL@CBJ: Saad kontrolliert den Pass, bezwingt Montoya

Von Sharp und Saad erwarten Fans und Offizielle rund um das United Center nun, dass sie zumindest einen Teil der zuletzt verloren gegangenen Talente im Kader der Franchise möglichst nahtlos kompensieren werden.

Der Titelanwärter hatte ja bekanntlich Verteidiger Niklas Hjalmarsson zu den Arizona Coyotes getradet, Flügelstürmer Artemi Panarin zu den Blue Jackets geschickt und auch Marian Hossa aufgrund gesundheitlicher Probleme für die kommende Spielzeit verloren. Und das Alles in nur zehn Tagen.

"Wir sollten allerdings nicht groß in der Vergangenheit schwelgen" versucht General Manager Stan Bowman die Erwartungen nicht in den Himmel schießen zu lassen. "Wir schauen jetzt nach vorne. Wir haben Spieler mit viel Klasse und Talent verpflichtet von denen wir gutes erwarten dürfen in der kommenden Spielzeit. Das ist es was zählt."

Und auch Sharp richtet den Blick bereits nach vorne. "Ich fühle mich sehr gut aktuell. Ich bin ein erfahrener Spieler. Ich weiß inzwischen recht gut worauf es im Profieishockey ankommt. Ich werde bereit sein, wenn die Saison startet."

Darauf werden sich viele Fans der Blackhawks sicherlich jetzt schon freuen, auch wenn das Eröffnungs-Bully der neuen Saison bekanntlich aktuell noch immer einige Wochen entfernt liegt.

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