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Bortuzzo treibt Blues zum Ausgleich der Serie

Der Verteidiger wird in Spiel zwei des Western Conference Finales gegen die San Jose Sharks unerwartet zum Helden für St. Louis

von NHL.com/de Autor @NHLde / NHL.com/de Autor

Das war es mit dem Heimvorteil für die San Jose Sharks. Sie unterlagen am Montag den St. Louis Blues im zweiten Spiel des Western Conference Finales der Stanley Cup Playoffs im SAP Center in San Jose mit 4:2 zum Ausgleich der Serie auf den Stand von 1:1. First Star des Spiels war ein Spieler, von dem man es vielleicht nicht unbedingt erwartet hätte.

Die Playoffs sind die Zeit der Saison, in der Helden geboren werden. Eine richtige Entscheidung in einem entscheidenden Moment, kann den Ausgang einer Serie verändern und ein Team, dem großen Traum den Stanley Cup zu gewinnen, näher bringen und ein anderes Team früher als gewünscht in die Sommerpause schicken. Dabei handelt es sich nicht immer um die ganz großen Stars, jeder kann einen solchen Moment erleben und tausende Fans in Ekstase versetzen. Am Montag war dieser Spieler für die Blues Verteidiger Robert Bortuzzo.

 

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"Das war schon die gesamten Playoffs unsere große Stärke", analysierte Center Oskar Sundqvist. "Wir haben immer eine andere Reihe, die das Spiel in die Hand nimmt, oder ein Verteidiger, wie jetzt Bortuzzo mit dem Siegtor. Das zieht sich durch die gesamten Playoffs, wir haben immer einen Spieler, oder eine Reihe, die uns nach vorne treibt und den anderen Reihen Kraft gibt. Heute war das Bortuzzo und das ist großartig. Das brauchen wir in den Playoffs."

Bortuzzo hatte nicht viel Eiszeit, mit 10:37 stand er so wenig auf dem Eis, wie kein anderer Abwehrspieler von St. Louis. Wenn er auf dem Eis war, überzeugte er jedoch mit seinem Einsatz. Die Blues waren vier Minuten in Unterzahl, davon bestritt Bortuzzo 1:47 Minuten, beinahe die Hälfte. Der 193 Zentimeter große Hüne fuhr fünf Checks gegen die Spieler der Sharks, mehr als jeder andere Verteidiger und blockte zwei Schüsse.

"Er ist ein klasse Typ und es ist super jemanden wie ihn in der Kabine zu haben", lobte Stürmer Brayden Schenn. "Ob er in der Aufstellung ist, oder nicht, seine Einstellung ändert sich nie. Es geht nur um den Sieg und die Mannschaft, das Team kommt für ihn immer an erster Stelle. Solche Spieler braucht man, er ist für viele von uns eine Stütze. Wenn er dann so ein starkes Spiel zeigt, nicht nur mit dem Tor und dem wichtigen Block, sondern insgesamt so ein gutes Spiel, da freut man sich für so einen Spieler besonders."

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Sein großer Moment kam spät im zweiten Drittel. Das Spiel war ausgeglichen, die Blues hatten eine Führung von zwei Toren aus der Hand gegeben und zehn Minuten zuvor innerhalb von zwei Minuten zwei Tore kassiert. In der 37. Spielminute bekam Bortuzzo den Puck an der blauen Linie der Sharks. Er spielte zur Mitte zu Tyler Bozak ab, löste sich vom Gegenspieler Joe Thornton und der blauen Linie und zog in den rechten Bullykreis. Dort bekam er den Pass von Joel Edmundson, zog zum Tor, legte die Scheibe auf die Rückhand und bezwang Torwart Martin Jones. 

"Es war schön ihn treffen zu sehen. Das habe ich von ihm noch nicht mal im Training gesehen", erklärte Sundqvist nach der Partie lachend. "Er spielt normalerweise gute Aufbaupässe, aber ich habe ihn noch nie so weit vorne gesehen. Wir haben uns alle total für ihn gefreut, ein klasse Tor."

 

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In der 50. Minute stand Bortuzzo erneut im Mittelpunkt. Die Blues führten immer noch mit einem Tor, als er dieses Mal an der anderen Seite der Eisfläche für sein Team da war. Verteidiger Brent Burns brachte den Puck für die Sharks nach vorne und legte auf Kevin Labanc im hohen Slot ab. Labanc zog direkt ab, ein starker Schuss, der für Torhüter Jordan Binnington womöglich zum Problem geworden wäre. Der musste aber gar nicht erst eingreifen, denn Bortuzzo warf sich ohne Rücksicht auf Verluste nur etwa drei Meter vor Labanc in den Schuss und stoppte ihn, noch bevor der Puck Binnington erreichen konnte. 

Bortuzzo war der Held des Abends, der am Montag den Unterschied machte. Die Serie ist dank ihm nach zwei Spielen ausgeglichen und die Blues haben den Sharks den Heimvorteil vorerst abgenommen. Ab Mittwoch haben sie nun die Chance erstmals gegen die Sharks in Führung zu gehen, wenn die Blues die Kalifornier um 8:00 p.m. ET (Do. 2 Uhr MESZ) zu Hause im Enterprise Center von St. Louis zu Spiel 3 empfangen.

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