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Boeser erweist sich als abgezockter Bursche

Der Stürmer der Vancouver Canucks führt souverän die Scorerwertung bei den Rookies an

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Trotz seiner erst 20 Jahre ist Brock Boeser bereits ein ziemlich abgezockter Bursche. Einmal mehr stellte das der Angreifer der Vancouver Canucks am Freitag bei seinem Treffer gegen die San Jose Sharks unter Beweis. Wie ein heißes Messer durch ein Stück Butter glitt er durch die gegnerische Verteidigung, scheiterte aber im Abschluss zunächst am Pfosten. Doch Boeser gab nicht auf, sondern legte sich im linken Bullykreis gleich wieder auf die Lauer. Dort erreichte ihn postwendend ein Pass von Daniel Sedin, den er zum 3:1 in die Maschen des Sharks-Gehäuses hämmerte. Es war Boesers 17. Saisontor und sein 30. Scorerpunkt im 30. Einsatz der laufenden Saison. Damit führt er beide Ranglisten bei den NHL-Rookies souverän an.

Der aus Burnsville stammende Außenstürmer hinterließ schon bei seiner NHL-Premiere in der Saison 2016/17 einen bleibenden Eindruck. Bei Vancouvers 4:2-Auswärtssieg gegen die Minnesota Wild am 25. März dieses Jahres erzielte er prompt sein erstes Tor. In den restlichen acht Begegnungen der Hauptrunde ließ er drei weitere Treffer folgen und verbuchte zudem noch einen Assist.

Die Canucks hatten Boeser beim NHL Draft 2015 in der ersten Runde an Gesamtposition 23 ausgewählt. Zunächst spielte er für die Fighting Hawks der Universität von North Dakota in der National Collegiate Athletic Association (NCAA). In seiner ersten Saison kam er auf 60 Scorerpunkte (27 Tore, 33 Vorlagen). Damit landete er auf Platz drei der NCCA-Scorerliste. Nach einer weiteren Saison in North Dakota erhielt Boeser in diesem Frühjahr den ersehnten NHL-Einstiegsvertrag. Noch am Tag der Vertragsunterzeichnung durfte der talentierte Offensivmann das Canucks-Trikot zu Dienstzwecken überstreifen und bestätigte durch sein fulminantes Debüt die Hoffnungen der Klub-Verantwortlichen.

Video: PIT@VAN: Boeser macht ersten Hattrick seiner Karriere

Durch die ansprechenden Leistungen zum Ende der vergangenen Spielzeit und in der Vorbereitung auf die Saison 2017/18 sicherte er sich einen festen Platz im NHL-Kader der Canucks. Seinen bis dato größten Coup landete er am 4. November beim 4:2-Heimerfolg gegen die Pittsburgh Penguins. Dabei war Boeser an allen vier Treffern beteiligt. Drei schoss er selbst, einen legte er auf.

Der Nachwuchstorjäger bildet derzeit zusammen mit Sam Gagner und Loui Eriksson die zweite Angriffsformation der Canucks. Boeser besetzt vornehmlich den rechten Flügel. Außerdem setzt ihn Coach Travis Green regelmäßig in der ersten Powerplay-Einheit ein.

Die Freude über sein Tor am Freitag gegen die Sharks war dem treffsicheren Rookie nach dem Match anzusehen. Viel wichtiger als sein eigenes gutes Abschneiden sei jedoch der Erfolg des gesamten Teams. "Das war genau die Art und Weise, wie wir spielen wollten. Die beiden Punkte heute sind Gold wert", sagte er nach dem Sieg gegen den direkten Konkurrenten aus der Pacific Division.

Boeser macht keinen Hehl daraus, dass er sich mit den Canucks für die Playoffs um den Stanley Cup qualifizieren möchte. Damit dies gelingt, muss er seine Tor- und Vorlagenproduktion weiter hochhalten. Sollte er das in dem bisherigen Ausmaß schaffen, wäre er unabhängig von der Platzierung der Canucks ein ernsthafter Kandidat für die Calder Memorial Trophy als bester Rookie.

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