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Blues überzeugen gegen Avalanche auf ganzer Linie

Nach einem durchwachsenen Start zeigt sich St. Louis gegen Colorado wie ein Stanley Cup Champion

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Tarasenko aus der Tiefe

COL@STL: Tarasenko netzt Schwartz' Pass ein

Vladimir Tarasenko bekommt den Pass an der Bande und bezwingt Philipp Grubauer zur 3:1-Führung der Blues im 2. Drittel.

  • 01:08 •

Am Montag zeigten die St. Louis Blues, warum sie vergangene Saison zurecht den Stanley Cup gewonnen hatten. Nach einem durchwachsenen Start in die Saison mit Höhen und Tiefen zeigten sie gegen die Colorado Avalanche eine überzeugende Leistung und beendeten eine Serie von vier sieglosen Spielen. Gegen die Avalanche war das eine besondere Kunst, denn sie waren das letzte Team der NHL, das in der regulären Spielzeit ungeschlagen war. Am Montag behielten die Blues im Enterprise Center im neunten Spiel beider Teams jedoch mit 3:1 die Oberhand. St. Louis bewies damit, zu welchem Niveau die Mannschaft fähig ist.

"Das war wahrscheinlich unser bestes Spiel der Saison", war Kapitän Alex Pietrangelo begeistert. Er führte sein Team gegen Colorado mit 23:58 Minuten Eiszeit und zwei geblockten Schüssen an. "Wir haben wirklich gut gespielt. Alle sind gut gelaufen und haben eine gute Energie aufs Eis gebracht. Genau das haben wir gebraucht."

Die Blues erfüllten in den ersten Partien der Saison die hohen Erwartungen an den Champion. Gegen die Washington Capitals setzte es zum Auftakt zwar eine 3:2-Niederlage nach Verlängerung, danach folgten jedoch drei Siege. Nach diesen Erfolgen schienen die Blues jedoch den Boden unter den Füßen zu verlieren und verloren vier Spiele in Folge, obwohl sie in drei davon zwischenzeitlich geführt hatten und zwei Mal wenigstens einen Punkt retteten.

"Wir hatten Spiele, in denen wir eine Führung von zwei Toren verspielt haben", kritisierte Stürmer Vladimir Tarasenko die Schwächephase. "Darüber haben wir in der Kabine gesprochen. Dieses Spiel sind wir 60 Minuten bei unserem Plan geblieben und alle haben eine gute Leistung gebracht."

 

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Tarasenko war maßgeblich daran beteiligt, dass die Blues sich gegen den Ligaprimus aus dem selbst geschaufelten Loch befreien konnten. Er bereitete das 1:0 durch Brayden Schenn genauso vor, wie das 2:1 von David Perron nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Nathan MacKinnon. Am Ende sorgte er in der 36. Minute für den Endstand.

Gerade das zweite Tor mit den Treffern von Tarasenko und Perron ließ die Blues aus der zweiten Hälfte der vergangenen Saison wiedererkennen. In diesen 20 Minuten ließen sie nur einen Torschuss der Avalanche zu und prüften Philipp Grubauer zwischen den Pfosten ihrer Gegner elf Mal. Im Schlussabschnitt hielten sie dem Ansturm der Avalanche stand und ließen acht Torschüsse zu, die Jordan Binnington zuverlässig hielt.

"Das war die ganze Zeit lang ein gutes Spiel", lobte Trainer Craig Berube. "Heute haben wir über 60 Minuten alles richtig gemacht. Wir haben gut nach vorne gearbeitet. Wir haben insgesamt gut gearbeitet und wir waren bissig und haben stark verteidigt. Unser Spiel ohne Puck war das Beste."

Die Blues verteidigten so gut, dass sie ihr einziges Gegentor bei doppelter Unterzahl kassierten. Außerdem konnten sie sich auf ihre Leistungsträger verlassen. Schenn erzielte als bester Torjäger des Teams sein sechstes Tor, Topscorer Tarasenko erzielte seine Punkte acht bis zehn und Jaden Schwartz punktete mit einem Assist auf Tarasenkos Tor im fünften Spiel in Folge.

Mit den zwei Punkten gegen die Avalanche arbeiteten sie sich trotz der Negativserie zurück auf Platz zwei der Central Division, einen Punkt vor die Winnipeg Jets und drei Punkte hinter den Avalanche.

Es liegt noch viel Arbeit vor Berube und seinen Spielern, ehe die Blues wieder das Niveau erreichen, dass sie in der zweiten Hälfte der abgelaufenen Saison so unschlagbar machte und bis zum Titel führte. Mit 3,0 Toren pro Spiel, 3,22 Gegentoren, 18,5 Prozent Powerplay-Quote und 85,2 Prozent Unterzahl-Quote liegen sie in den vier vielleicht wichtigsten Statistiken gerade im Mittelfeld der Liga, zwischen Platz zehn und 18. Verlernt haben sie jedoch nichts, wie das Spitzenduell mit den Avalanche deutlich machte. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob die Blues die nötige Konstanz beweisen können, um erneut nach den Playoffs und dem Cup zu greifen.

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