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Blues wohl mit Allen statt Elliott in Spiel 4

von Louie Korac / NHL.com

SAN JOSE - Die Startformation der St. Louis Blues bekommt in Spiel 4 der Finalserie der Western Conference womöglich ein neues Gesicht. Nach dem Treffer der San Jose Sharks zum 3-0 in Spiel 3 durch Tomas Hertl nahm Blues-Coach Ken Hitchcock seinen etatmäßigen Schlussmann Brian Elliott vom Eis und ersetzte ihn durch Jake Allen. Es spricht viel dafür, dass Allen in der nächsten Begegnung am Samstag von Beginn an das Tor der Blues hüten wird.

Elliott stand in den bisherigen 17 Playoff-Partien der Blues immer in der Anfangsformation. Am Donnerstag hatte er jedoch nicht seinen besten Tag. Von 14 Schüssen, die auf sein Tor kamen, fanden drei ihr Ziel.

"Mir hat das dritte Tor überhaupt nicht gefallen und ich dachte, wir brauchen eine Verschnaufpause", begründete Hitchcock den Torwartwechsel. "Ich habe ehrlich an die Chance geglaubt, dass wir noch einmal in die Partie zurückzukommen, wenn wir neue Kräfte gesammelt haben." Der Wunsch blieb jedoch Vater des Gedankens.

Welcher der beiden Schlussmänner am Samstag beginnt, lässt Hitchcock noch offen. "Wir haben zwei gute Goalies", betonte er. "Ich werde noch eine Nacht darüber schlafen, die Meinung unserer anderen Coaches einholen und dann meine Entscheidung treffen."

Elliotts Teamkollegen hatten das Gefühl, dass sie ihren Torhüter im Stich gelassen haben. "Wir haben es den Sharks bei allen drei Toren zu leicht gemacht. Wir dürfen solche hochkarätigen Chancen schlicht und ergreifend nicht zulassen", sagte Blues-Kapitän David Backes selbstkritisch. "Wenn man einen Durchhänger hat oder jemand einen Fehler macht, muss man sich gegenseitig helfen und wieder aufbauen. So wie wir das schon oft getan haben. Aber im Moment fehlt uns diese Einstellung leider." Nach Ansicht von Backes müssen die Teamkollegen vor Elliott viel cleverer agieren und ihn damit in die Lage versetzen, Schüsse abwehren zu können.

Elliott war in den Playoffs oft das Rückgrat der Blues. 7-3 lautet seine Bilanz, wenn ihm 30 oder mehr Paraden gelangen, 2-5 dagegen, wenn es weniger als 30 waren. Die vergangenen drei Male hat er mit der schlechteren Quote verloren und wurde dabei zweimal vom Eis genommen. Am Donnerstag gegen die Sharks und in Spiel 6 der zweiten Runde gegen die Dallas Stars.

"Er hat einige glänzende Paraden gezeigt", sagte Stürmer Jaden Schwartz über Elliott. "Wir standen einfach nicht nah genug am Gegner, so dass die Sharks zu vielen Torgelegenheiten kamen. Das müssen wir künftig abstellen. Und natürlich müssen wir endlich wieder selbst treffen."

Die Blues sind seit mittlerweise seit 150:45 Minuten ohne Torerfolg. Eine bittere Tatsache, die nichts mit den eigenen Goalies zu tun hat und das ganze Team frustriert. "Du gewinnst kein Spiel, wenn du kein Tor machst", stellte Verteidiger Alex Pietrangelo lakonisch fest. "Es liegt an uns und nicht an den Torhütern, das zu ändern und einen Weg zu finden, wie wir wieder erfolgreich zum Abschluss kommen."

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