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Blues profitieren von Änderungen, bezwingen Sharks in Spiel 4

von Amalie Benjamin / NHL.com

SAN JOSE –- St. Louis Blues Coach Ken Hitchcock hat den Fehdehandschuh hingeworfen, er nahm den Druck und die Herausforderung vor Spiel 4 des Western Conference Finales gegen die San Jose Sharks an. Er sprach nach Spiel 3 davon, dass es seine Aufgabe sei, einen Weg aus der Misere zu finden, in die sie sich gebracht hatten und dass er das Licht finden müsse, dass sie aus der Dunkelheit bringe.

Die Blues haben das Licht, das Kevin Shattenkirk eingeschalten hat, nach zehn oder zwölf Minuten im ersten Drittel gesehen. Troy Brouwer traf im Powerplay (6:14), Jori Lehtera blieb am Puck nach einer wirklich tollen Stockparade von Sharks Torwart Martin Jones (10:11) und sie haben zu ihrem Spiel gefunden, dass sie so dringend benötigt haben.

Die Blues spielten dieses Spiel die meiste Zeit weiter, verdienten sich damit einen 6-3 Sieg über die Sharks, glichen die Best-of-7 Serie zum 2-2 aus und verschafften sich eine bessere Ausgangsposition für Spiel 5, das am Montag im Scottrade Center stattfindet (8 p.m. ET; NBCSN, CBC, TVA Sports).

Es war eine Frage der Taktik. Es hatte personelle Gründe. Reihen wurden verändert und Torhüter Jake Allen kam für Brian Elliott. Es war auch eine Verzweiflungstat. Sie wussten was zu tun ist, sie gingen raus und setzten es um, im Wissen welche Konsequenzen es ansonsten hätte.

"Es war eine Kombination, eine Kombination von Dingen, die wir machen mussten. Vieles mussten die Spieler auf dem Eis umsetzen", sagte Hitchcock. "Wir haben so, wie in der Serie gegen Chicago gespielt. Das ist ein gutes Zeichen. Wir haben unseren Job gemacht."

Tatsächlich war es am Ende nicht der große Plan gewesen. Es war die richtige Antwort zur rechten Zeit. Das Resultat von Stunden am Freitag, in denen sie austüftelten, wie sie wieder in die Serie zurückkommen können.

"Wir machten ein paar Veränderungen, aber was [Hitchcock] aussprach und was wir alle nach dem letzten Spiel sagten, war, dass wir bei den Kleinigkeiten besser werden müssen: Pucks reinbringen und schneller durch die neutrale Zone kommen", sagte Shattenkirk. "Wir waren in den ersten drei Partien zu langsam in der neutralen Zone und wir konnten keinen Druck durch Forechecking ausüben. Als wir uns das auf den Videoaufzeichnungen angesehen haben und die wenigen Beispiele sahen, in denen es funktioniert hat, realisierten wir, wie wir es angehen müssen."

Und damit fanden sie das, was sie zuvor hatten.

"Ich glaube, dass wir zu unseren Wurzeln, zu dem was uns in der regulären Saison und in den ersten zwei Playoffrunden Erfolge beschert hat, zurückgekehrt sind", sagte Brouwer, der die zwei Powerplaytreffer in Spiel 4 erzielt hat. "Uns gelang es die Pucks tief zu spielen, wir kamen zu Chancen unterhalb der Torlinie, was besser ist als einfach nur auf Konter zu setzen."

Die Blues mussten nachsetzen, die zweite und dritte Chance suchen, anstatt wie in den vorherigen zwei Spielen, wo sie anrannten, schossen und es damit beließen. Sie mussten mehr Zeit im Angriffsdrittel verbringen und weniger den Puck einfach nur tief spielen, was den Sharks die Möglichkeit zu Konter bot. Sie mussten von Puckverlusten profitieren.

Sie brauchten eine Verzweiflungstat, denn sie liefen Gefahr 1-3 gegen die Sharks in Rückstand zu geraten, sollten sie so auftreten wie in den vergangenen zwei Partien.

Doch Dinge haben sich geändert.

"Wir dachten daran, dass es 2-2 steht wenn wir dieses Spiel gewinnen", sagte Shattenkirk. "Wirklich, vor diesem Spiel glaubte doch jeder, dass wir down und bald raus sind. So hatten wir gespielt. Wir haben nicht viel von dem gezeigt was wir können. Aber wir wussten, dass wir weiterhin eine gute Ausgangsposition haben, um auszugleichen. Und nun haben wir wieder den Heimvorteil."

Die Blues haben ihn zurück. Sie haben das Momentum, das die Sharks in Spiel 3 und 4 hatten. Sie haben das Gefühl, das sie wollten. Angeführt von Brouwer und Kyle Brodziak, der in Spiel 4 ebenfalls zweimal getroffen hatte, einmal sogar bei Unterzahl im zweiten Drittel. Und das, obwohl sie auf Kapitän David Backes ab dem ersten und auf Robby Fabbri für die meiste Zeit im dritten Drittel verzichten mussten. Sie hatten sich genau richtig angepasst und die richtigen Veränderungen zur rechten Zeit vorgenommen.

Hitchcock hat die Last auf sich genommen. Nach dem Sieg, nachdem er den Wettkampf angenommen hatte, konnte er frohen Gemüts auf die anstehenden Aufgaben dieser Serie, auf die verbleibenden zwei (oder drei) Spiele blicken, die seine Mannschaft aus dem Loch, in das sie nach dem zweiten Shutout hintereinander in Spiel 3 gefallen waren, führen sollen. Spiel 4 war der Beginn einer neuen Serie.

"Um zu siegen, müssen wir vieles was wir heute umgesetzt haben, erneut abrufen", sagte Hitchcock. "Wir haben mit Tempo gespielt. Wir waren physisch da. Wir haben den Gegner zu Puckverlusten gezwungen. So müssen wir spielen. Wenn wir das weiterhin umsetzen können, dann gefallen mir unsere Chancen. Dann gefällt mir die Aussicht, dass wir gewinnen."

"Diesen Weg müssen wir weitergehen, dann werden wir erfolgreich sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Gegner San Jose, Chicago, Dallas heißt. Wir haben unsere Spielweise, zu der müssen wir finden. Heute hatten wir sie gefunden."

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