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Blues nutzen 'Glas halb voll' Mentalität nach Spiel 5 Niederlage

von Amalie Benjamin / NHL.com

ST. LOUIS – Die Frage hatte gerade begonnen, als die Implikation klar wurde. Der Reporter hob hervor, dass die St. Louis Blues einen exzellenten Lauf vorzuweisen hätten, über die Chicago Blackhawks in der ersten Runde, die Dallas Stars in der zweiten Runde und jetzt die San Jose Sharks im Western Conference Finale. Also, sagte der Reporter, "jetzt ist das Ergebnis, dass sie 60 Minuten davon entfernt sind, dass alles enden wird…"

Blues Kapitän David Backes unterbrach die Frage.

"Wir sind auch 60 Minuten von einem Spiel 7 entfernt", sagte Backes.

Das Glas ist deutlich halb voll für die Blues. Oder zumindest für deren Kapitän.

Und jetzt, sind die Blues am Zug, eine Niederlage entfernt vom Ende einer Saison, in denen sie die Zweifler ruhig gestellt hatten, möglicherweise Ken Hitchcocks Arbeit retteten und am Ende es zum ersten Mal in 15 Jahren in das Conference Finale schafften. Sie kamen an diesen Punkt am Montag durch eine 6-3 Niederlage gegen die Sharks im Scottrade Center in Spiel 5, nachdem es 3-3 Unentschieden vor dem dritten Drittel lautete.

Also wie fühlen sie sich in diesen Momenten, nicht lange nachdem die Sekunden auf null herunterliefen? War da Ernüchterung?

Frustration? Selbstvertrauen?

Backes holte tief Luft.

"Gute Frage", sagte er. "Wir sind Realisten und wir liegen 3-2 in der Serie zurück."

Aber er sagte, sie würden das hinter sich lassen, aus ihren Köpfen streichen und ihre Entschlossenheit stärken. Sie würden mit voller Kraft in Spiel 6 im SAP Center in San Jose am Mittwoch (9 p.m. ET; CBC, NBCSN, TVA Sports; Do. 3:00 Uhr MESZ) gehen, versuchen das zu finden, was sie vor Spiel 4 gefunden hätten, einem über weite Strecken dominierenden Sieg. Das ist vielleicht ein kleiner Strohhalm für diese Blues. Es wird auswärts sein. Und das war häufig die beste Medizin für St. Louis.

Die Blues sind 4-6 im Scottrade Center in den Playoffs, verloren zwei von drei Heimspiele gegen die Sharks in dieser Serie.

"Wenn ich die magische Antwort hätte, dann würde ich sie ihnen geben", sagte Verteidiger Alex Pietrangelo als er damit konfrontiert wurde, warum die Blues nicht häufiger zu Hause gewinnen könnten. "Ich bin mir nicht zu sicher. Es ist etwas, worüber wir uns ernsthafte Gedanken machen und heraus finden müssen, was schief läuft. Das liegt an uns Spielern."

Es ist nicht so, dass dies ein Problem in der regulären Saison war, genauso wenig wie für die Sharks. Während die Sharks auf 18 Heimsiege in dieser Saison kamen, waren die Blues gut in ihrem eigenen Gebäude, kamen auf 24-13-4.

"Ich denke nur, wir sind ein bisschen netter zu Hause als wir es auswärts sind", sagte Backes. "Wir gehen auswärts nur zu einem schmutzigen, Puck tief gespielten Typ von Spiel über und es ist effektiv und es nützt die Teams ab, wohingegen hier wir sie etwas zu viel füttern, wir sind etwas zu viel auf der Strafbank."

Hitchcock konnte diese Auffassung nicht unbedingt bestätigen.

"Ich denke nicht, dass wir zu nett waren", sagte er. "Ich denke nicht dass das alles war. Wir haben unter Druck einige Fehler am Puck gemacht. Beide Mannschaften spielten heute wirklich hart. Wir waren diejenigen, die die defensiven Fehler gemacht haben, die in unserem Netz geendet haben. Ich denke wir haben ein paar mehr Fehler in der Verteidigung gemacht als sie und das hat es uns heute gekostet."

Weiterhin stimmte er nicht damit überein, dass das Unterzahlspiel - und in erster Linie auf der Strafbank zu sein – war möglicherweise der Grund, dass die Blues in dieser Position sind. Sie gaben den Sharks drei Chancen im Powerplay in Spiel 5 und die Sharks nutzten das zwei Mal aus. Sie glichen Das Spiel auf 2-2 mit Joel Wards Powerplaytor bei 4:37 im zweiten Drittel aus und glichen später erneut in der Periode durch Joe Pavelskis Powerplaytor bei 18:33 auf 3-3 aus.

Und so verloren sie wieder zu Hause.

"Es ist schwer zu beschreiben. Der Druck zu Hause zu gewinnen ist größer und kommt die Verzweiflung wenn du es nicht gut machst", sagte Hitchcock. "Zu Hause zu gewinnen jetzt in den Playoffs ist alles oder nichts. Entweder du siehst aus, als ob du eine Million Dollar gewonnen hast oder du bist zeitweise frustriert. Ich denke von diesem Standpunkt gab es nur wenige Augenblicke, in denen wir frustriert waren.“

"Unsere Erwartungen sind hoch und wir wollen es für unsere Fans gut machen. Manchmal mixt sich dieser Cocktail eben nicht gut. Ich meine, wenn wir die Fehler abstellen können, dann war da heute eine unglaubliche Menge an Einsatz, aber wir haben große Fehler gemacht und sie kamen zurück und haben uns gejagt."

Das lässt die Blues in einem Ausscheidungsspiel zurück. Es ist nicht zum ersten Mal in diesen Playoffs, dass sie so ein Spiel vor Augen haben. Faktisch haben sie bereits zwei davon gespielt. Doch der Unterschied dazu war das diese beiden Spiel 7 waren, in der ersten und zweiten Runde, als die Blues ein Siegen oder Fliegen Spiel gewinnen mussten, um weiter zu kommen.

Das ist leicht unterschiedlich. Aber nicht wirklich.

Sie müssen immer noch gewinnen, der Druck ist immer noch da. Aber das Glas ist immer noch halb voll.

"Wir haben immer noch eine Serie am Laufen", sagte Pietrangelo. "Es ist nicht vorbei. Wir haben eine Arbeit zu verrichten: Dort reingehen und zwei Punkte zu holen."

Es ist so einfach.

"Die Realisierung ist wir gewinnen oder gehen heim. Das sind einfach die Fakten", sagte Backes. "Dann liegt es insbesondere an uns, dass wir unser bestes Spiel der Serie abrufen."

Weil wenn nicht, dann ist alles vorbei.

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