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Zuhause sind die Blues eine Macht

Die Heimstärke der St. Louis Blues ist bisher sehr beeindruckend in dieser Saison

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Die Buffalo Sabres, die San Jose Sharks und die Nashville Predators mussten zuletzt feststellen, dass im Scottrade Center von St. Louis die Früchte hoch hängen und es dort für sie nichts zu ernten gibt. 4-1, 3-2 und 3-1 gingen die Partien zugunsten der St. Louis Blues aus.

Bei keinem anderen Team in der NHL ist die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen so groß wie bei den Blues. Vor heimischer Kulisse konnten sie 17 von 22 möglichen Zählern einfahren (77,27 Prozent) und auswärts waren es nur fünf von 16 (31,25 Prozent). 93,6 Prozent ihrer Unterzahlsituationen überstanden sie in der eigenen Arena schadlos, in den Auswärtspartien waren es gerade einmal 83,3 Prozent. In der Fremde kassierten die Blues 33 Gegentreffer in acht Partien (4,1 pro Spiel) und zuhause waren es im Schnitt nur 2,1.

Blues Schlussmann Jake Allen wächst in den Heimpartien über sich hinaus. Seine Heimbilanz lautet in der laufenden Saison 6-0-2, wobei er 95,3 Prozent aller Schüsse, die auf seinen Kasten kamen abwehren konnte. Im Vergleich dazu brachte er es auswärts bei einer Bilanz von 2-3-1 nur zu einer Rettungsquote von 84,9 Prozent. In den vergangenen drei Heimpartien kassierte er im Schlussabschnitt keinen Gegentreffer und sicherte damit seinem Team die Punkte. Allen konnte in der Summe der dritten Drittel dieser Partien 26 Torschüsse abwehren. Gegenüber den Vorstellungen seines Torhüters war Blues Headcoach Ken Hitchcock voll des Lobes: "Er macht die großen Saves zur rechten Zeit."

Video: NSH@STL: Tarasenko schnappt sich das Zuspiel beim Tor

Wie am Samstagabend als beim Stande von 2-1 noch knapp neun Minuten auf der Uhr standen und der 26-jährige Torsteher den Ausgleich bei einer Großchance von Predators Stürmer Mattias Ekholm verhindern konnte. Kurz danach brachte St. Louis erfolgreichster Torschütze Vladimir Tarasenko mit dem Treffer zum 3-1 Endstand den Sieg unter Dach und Fach.

Hitchcock war nach dem doppelten Punktgewinn über die Predators, dem dritten Triumph in Folge, der Meinung, dass seine Mannschaft auf dem richtigen Weg sei sich zu stabilisieren und sah diesen Auftritt als "den besten" seiner Mannschaft an. In der eigenen Arena zeigen St. Louis' Spieler Nervenstärke, Disziplin und dass sie gerade dann an ihre Grenzen gehen können, wenn ihre Kräfte schwinden. "Wir glauben an uns auch wenn die Partie auf der Kippe steht", beschrieb Kyle Brodziak, der Schütze des Game Winners gegen Nashville den Mannschaftsgeist, der bei ihnen herrscht.

In der Analyse sah Hitchcock seine Mannschaft als die bessere gegen die drei Teams in allen Belangen: Sowohl bei den Special Teams, beim Torschussverhältnis und auch bei den Torchancen. Nun müssen die Blues nur noch versuchen auch in der Fremde all das umzusetzen, was sie zuhause so stark macht. Ohne Zweifel zählen sie dann wieder zu den besten Mannschaften in der NHL und dürften das eine oder andere Stadion zum Verstummen bringen, weil sie dort mit ihrer eindrucksvollen Spielweise ihre Visitenkarte abgeben.
Vielleicht ist es bereits am Dienstag soweit, wenn sie um 19:00 Uhr Ortszeit im TD Garden bei den Boston Bruins antreten, die zurzeit ebenfalls einen Lauf haben und eine echte Herausforderung darstellen.

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