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Blues reagieren in Spiel 2 perfekt auf Bruins

St. Louis zog seine Lehren aus der Niederlage im ersten Spiel des Finales gegen Boston und zeigte eine dominante Leistung

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Autor

Trainer Craig Berube hat ein Mal mehr bewiesen, dass seine St. Louis Blues Comeback-Qualitäten haben, wie kaum ein anderes Team. Seine Mannschaft gewann am Mittwoch im zweiten Spiel des Stanley Cup Finales im TD Garden in Boston mit 3:2 nach Verlängerung gegen die Boston Bruins. Die Blues bewiesen dabei genau die Qualitäten, die die Bruins zwei Tage zuvor noch zum Sieg gegen die Blues gebracht hatten. Mit dem Sieg hat St. Louis den Bruins den Heimvorteil abgenommen und kann in den kommenden beiden Heimspielen einen entscheidenden Schritt zum ersten Titel der Franchise-Geschichte machen.

"Wir haben uns klar verbessert", feierte Stürmer Oskar Sundqvist die Leistung der Blues nach dem Spiel. "Wir haben die ganze Zeit unser Spiel durchgezogen und sind sehr zufrieden damit."

Am Montag hatten die Bruins bei ihrem 4:2-Sieg das Spiel mit 38:20 Torschüssen klar in der Hand, sie blockten mehr Torschüsse, verloren den Puck selten und ließen nicht zu, dass die Blues sie mit ihrem körperbetonten Spiel in die Bredouille brachten.

 

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Berube scheint in der Analyse die richtigen Ansatzpunkte gefunden zu haben, denn in der Partie am Mittwoch präsentierten sich die Blues von einer ganz anderen Seite. Zwar erwischten die Bruins einen guten Start, doch das Spiel ging im ersten Drittel hin und her und die Bruins mussten nach zweimaliger Führung zwei Mal den Ausgleich durch Robert Bortuzzo und Vladimir Tarasenko hinnehmen.

"Jedes Team zeigt an diesem Punkt Charakter, aber wir machen einfach immer weiter Druck, wir sind eine Einheit", schwor Verteidiger Colton Parayko auf den Zusammenhalt und die mentale Stärke der Blues. "Wir sind offensichtlich ein gutes Team und wenn es hart auf hart geht, bringt uns das näher zusammen. Es ist cool, Teil davon zu sein, weil wir unter Druck nicht auseinanderbrechen, sondern zusammenwachsen, um unser Ziel zu erreichen. Heute waren wir zwei Mal in Rückstand, sind zurückgekommen und haben einfach weitergemacht."

Spätestens ab dem Beginn des zweiten Drittels wurde das Team von Bruce Cassidy von den Männern in Blau in allen Bereichen gnadenlos dominiert. Das Spiel ging mit einem 2:2 in die erste Pause, am Ende des Spiels sprach die Statistik jedoch deutliche Zahlen, denn die Blues machten die großen und die kleinen Dingen in allen Zonen richtig. Am Ende standen 37:23 Torschüsse zugunsten der Blues im Spielbericht, wobei das zweite Drittel mit 14:6 am deutlichsten ausfiel. Lediglich eine weitere grandiose Leistung von Bostons Torwart Tuukka Rask hielt die Bruins im Spiel. In der Verlängerung musste St. Louis' Torwart Jordan Binnington nicht ein Mal eingreifen, ehe Carl Gunnarsson nach 3:51 Minuten die Entscheidung brachte.

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"So sind die Playoffs. Wenn das andere Team zuerst punktet, müssen wir positiv bleiben und bei unserem Plan bleiben", erklärte Verteidiger Joel Edmunson. "Das haben wir heute über mehr als 60 Minuten gemacht und haben die Pucks tief gebracht und am Ende gewonnen."

Die Blues stoppten die Bruins immer wieder bereits in der neutralen Zone und setzten ihnen mit hartem Spiel auf den Körper schwer zu. Eine Partie mit 50:31 Checks ist klar nach dem Geschmack der Blues und spielt ihren Stärken in die Hände.

 

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"Heute war alles besser", schien Berube stolz auf die Leistung seiner Mannschaft. "Im ersten Spiel haben wir im ersten Drittel größtenteils unser Spiel durchgezogen, heute haben wir das die vollen 60 Minuten gemacht. Der Puckbesitz in der Offensive war genial. Das ging von unserem Forecheck aus und von guten Entscheidungen mit dem Puck. Dadurch sind wir in ihr Drittel gekommen und haben dort viel Zeit im Puckbesitz verbracht."

Jaden Schwartz führte die Blues mit fünf Torschüssen an, Vladimir Tarasenko, Pat Maroon und David Perron folgten mit vier. Den physischen Ansturm auf die Spieler der Bruins führte Brayden Schenn mit ganzen acht Checks an und überholte damit Sundqvist als Stürmer der Blues mit den meisten Checks (65).

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Dieses komplett veränderte Auftreten der Blues glich die Serie nicht nur aus, es gibt ihnen die Initiative. Jetzt gilt es den Schwung mitzunehmen und im nächsten Duell genauso aufzutreten.

Die Blues gehen nicht mit irgendeinem Sieg, sondern durch einen verdienten Erfolg dank einer überzeugenden Vorstellung beflügelt in zwei Heimspiele im Enterprise Center am Samstag und Montag (jeweils am Folgetag 2 Uhr MESZ; live auf NHL.tv, Sport1+, DAZN, Teleclub Sport). Gelingt Berube hier der Geniestreich mit den Blues, wäre der erste Stanley Cup seit der Gründung 1967 zum Greifen nahe.

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