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Blackhawks Selbstvertrauen ist Markenzeichen

von Nicholas Cotsonika / NHL.com

CHICAGO - Dale Weise ist seit 58 Tagen ein Mitglied der Chicago Blackhawks. Er war nicht Teil ihrer Stanley Cup Teams 2010, 2013 und 2015. Aber er spürte es.

Er spürte es schon vor dem 6-3 Sieg der Hawks am Samstag gegen St. Louis, als sie ihren 3-1 Rückstand in einem dominanten zweiten Drittel zu einer 4-3 Führung drehten und das stille United Center wieder in in das "Madhouse on Madison" verwandelten, indem sie Spiel sieben der ersten Playoffrunde erzwangen.

"Ich habe es schon gesagt, als ich hier ankam: Das ist eine besondere Truppe", erzählte Weise, den die Blackhawks am 26. Februar von den Montreal Canadiens holten. "Sie haben einfach ein unerschütterliches Selbstvertrauen. Egal wie es steht ´, wir gehen da raus..."

Weise lachte und schien außer Atem zu sein.

"Wir sind am Boden, aber das ist dem Team egal", sagte er. "Wir wissen, wenn wir weiter gut verteidigen, haben wir das offensive Potential um uns Chancen zu erspielen. Wir werden treffen."

Egal wie Spiel sieben endet, diese Serie zeigt warum die Blackhawks in den letzten sieben Jahren die NHL geprägt haben. Der Kern aus Jonathan Toews, Patrick Kane, Duncan Keith und Co. Führt auf dem Eis und abseits.

General Manager Stan Bowman kümmert sich um Salary Cap Probleme und besetzt die Nebenrollen neu, indem er Spieler findet, die ins System passen und dem Beispiel der anderen folgen. Trainer Joel Quenneville mischt die Spieler durch und macht seine Ansagen.

Die Blackhawks waren gegen St. Louis 3-1 im Rückstand, aber das war nicht ihr erster Rückstand. Sie haben erst 2013 einen 3-1 Rückstand gedreht, in der zweiten Runde gegen die Detroit Red Wings. Sie kamen in Spiel 5 am Donnerstag zurück ins Spiel und gewann 4-3 in der zweiten Verlängerung, durch ein unglaubliche Einzelaktion von Kane.

Sie waren nach dem ersten Drittel in Spiel sechs 3-1 zurück, aber sie brachen nach den Toren der Blues untypischer Weise zusammen. Sie fühlten sich Wohl mit ihrem Spiel. Sie mussten nur härter arbeiten.

"Viele der Jungs sind lange genug dabei, um zu wissen, dass noch viel Zeit übrig ist", sagte Blackhawks Stürmer Andrew Ladd, der Teil des Meisterteams 2010 war, wegen des Salary Caps abgegeben wurde und a, 25. Februar von den Winnipeg Jets zurückkehrte und am Samstag das erste Tor machte. "Wir hatten Selbstvertrauen und glaubten daran zurückkommen zu können. Wir mussten nur ein Tor machen und darauf aufbauen."

Das Tor kam dann von Stürmer Artem Anisimov, der vor der Saison von den Columbus Blue Jackets kam. Ein zweites fiel, als Verteidiger Trevor van Riemsdyk, der 2014 als ungedrafteter Free Agent unterzeichnete, bei einem Konter mit nach vorne ging, einen Pass von Toews erhielt und nach 12:21 im zweiten Drittel das 3-3 erzielte.

Die Fans hatten geschwiegen; dann sprangen sie auf und jubelten und blieben stehen und jubelten weiter.

Sie hörten nicht auf", erinnert sich Stürmer Andrew Desjardins. "Sie machten sogar weiter, als das Spiel wieder anfing."

Weise, der in dieser Serie drei Mal angeschlagen war, brachte die Blackhawks später im Drittel 4-3 in Führung, indem er einen Pass von Rookie Artemi Panarin bekam, der diese Saison 30 Tore erzielte und die Calder Trophy gewinnen könnte.

Die Blackhawks machten im zweiten Drittel 19-4 Torschüsse.

"Es war entmutigend, dass wir im ersten Drittel so schnell so einfache Tore kassierten", sagte Toews. "Wir machten es ihrer Offensive zu einfach. Im zweiten Drittel... Ich glaube da haben einfach alle vier Reihen reagiert. Wir haben uns Chancen erarbeitet. Wenn jemand eine gute Aktion gebracht hat oder wir einen guten Wechsel hatten, ging die nächste Reihe aufs Eis und übernahm dieses Momentum. Deswegen hat es Spaß gemacht in diesem Drittel zu Spielen und wir haben im ritten Drittel nicht nachgelassen."

Nochmal einige der Namen: Ladd. Anisimov. Van Riemsdyk. Weise. Panarin. Dabei wurde Richard Panik noch nicht Mal erwähnt, den die Blackhawks am 3. Januar von den Toronto Maple Leafs holten und in Spiel eins aus der Aufstellung nahmen. Er hatte sechs Checks, vier Schüsse, zwei Blocks und einen Assist.

Diese Blackhawks sollten nicht die Tiefe oder Qualität der Meistermannschaften haben. In Spiel sechs waren sie aber gut und tief genug.

"Das zeigt wieder unsere Erfahrung und wie gut die Jungs, die noch nicht lange genug hier sind, um wirklich einen Eindruck zu hinterlassen, in den entscheidenden Spielen waren und man sieht, was passiert wenn wir alle unseren Teil beitragen und richtig spielen", sagte Toews. "Es hat heute Abend Spaß gemacht."

Aber nur wenn man kein Blues ist.

Die Serie entwickelt sich zu einem weiteren Albtraum für St. Louis. 2013 führten die Blues in der ersten Runde 2-0 gegen ie Los Angeles Kings und verloren in sechs Spielen. 2014 führten sie 2-0 gegen die Blackhawks und verloren in sechs Spielen. Letzte Saison stand es in der ersten Runde 2-2 gegen die Minnesota Wild, bevor sie zwei Spiele in Folge verloren.

Jetzt haben sie eine 3-1 Führung gegen den Titelverteidiger abgegeben, der die Situation schon kennt. Unter Quenneville haben die Blackhawks 45 von 60 Spielen 4-7 einer Serie gewonnen und 13 von 17, wenn sie vor dem Ausscheiden standen. Sie haben 15 von 16 sechsten Spielen gewonnen, darunter ein 7-1 Heimsieg. Seit 2009-10 haben sie bis auf eine Saison immer entweder den Stanley Cup gewonnen, oder sind in der Verlängerung von Spiel sieben Ausgeschieden.

"Sie haben nicht ohne Grund viele Spiele und Titel gewonnen", sagte Blues Trainer Ken Hitchcock. "Sie haben im zweiten Drittel noch ein bisschen mehr Gas gegeben. Sie waren verzweifelt; wir haben nicht dagegengehalten."

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