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Blackhawks' Kane auf dem Weg zur Hart Trophy

von Dan Rosen / NHL.com

Die Chicago Blackhawks wären auf dem Weg zu ihrer achten Stanley Cup Playoffteilnahme in Folge, wenn Stürmer Patrick Kane genauso gut punkten würde, wie in den vergangenen drei Spielzeiten zuvor. Doch Kanes Ausbeute ist sogar ca. 25 Prozent besser und einer der wichtigsten Gründe, warum die Blackhawks eine Chance haben, die Central Division zu gewinnen und als punktbestes Team die Western Conference abzuschließen.

Kane ist erwiesenermaßen der punktbeste Spieler in dieser NHL-Saison. Schon alleine deswegen ist er der Favorit auf den Gewinn der Hart Trophy einen knappen Monat bevor die Playoffs beginnen.

"In diesem Jahr hat er es auf ein neues Niveau geschafft, mit dem er jeden Abend unser wichtigster Spieler ist", sagte Blackhawks General Manager Stan Bowman am Montag auf dem NHL GM Treffen in Boca Raton, Fla.

Kane führt die NHL mit seiner persönlichen Saisonbestleistung von 89 Scorerpunkten an und war damit an 45,8 Prozent aller 194 Tore der Blackhawks beteiligt gewesen. Seinen Durchschnitt verbesserte er von 1,06 Punkten pro Spiel in den vergangenen drei Saisons auf 1,27 Punkte pro Spiel in diesem Jahr. Er sammelte in 55 von Chicagos 70 Partien mindestens einen Zähler und blieb bis auf letzter Woche in keinen zwei Spielen in Folge ohne Punkt.

Er ist auf dem Weg 104 Scorerpunkte zu erzielen, die meisten für einen Art Ross Trophy Gewinner seit es Pittsburgh Penguins' Sidney Crosby auf 104 in der Saison 2013/14 gebracht hatte - in jenem Jahr in dem er die Hart gewinnen konnte.

Des Weiteren hat Kane schon jetzt persönliche Bestleistungen bei den geschossenen Toren (38), Powerplaytreffern (15) und bei den Game Winnern (7) aufgestellt.

Seine Ausbeute ist für die Blackhawks so bedeutend, da Jonathan Toews oder Marian Hossa, weniger pro Spiel punkten als im Durchschnitt ihrer Karriere und damit unter den Erwartungen geblieben sind.

Ein Grund für den Erfolg von Kane ist, dass die Chemie zwischen ihm, dem Calder Trophy Favoriten Artemi Panarin und Center Artem Anisimov stimmt. Diese Formation spielt seit Saisonstart zusammen.

"Ein solches blindes Verständnis hatte er zuvor noch mit niemanden", sagte Bowman. "In der Vergangenheit haben wir nach idealen Sturmpartnern für ihn gesucht, haben sie aber nicht so wie in diesem Jahr gefunden. Das ist der Hauptgrund. Es ist so, als würde er mit diesen Jungs schon fünf Jahre zusammenspielen, doch tatsächlich ist es erst ein Jahr."

Kane bestimmte die Saison mit einer Punkteserie von 26 Spielen zwischen dem 17. Oktober und 13. Dezember. Er stellte damit eine Bestmarke der Blackhawks und für einen in den USA geborenen Spieler auf. Während dieser Serie war er an 40 von Chicagos 75 Treffern beteiligt gewesen und schoss selbst 16 Tore. Die Blackhawks kamen auf eine Bilanz von 15-7-4.

"Besonders in der ersten Saisonhälfte war er wirklich die tragende Stütze unserer Mannschaft", sagte Bowman. "Wir hatten einige neue Spieler im Kader und waren noch auf der Suche nach der idealen Zusammensetzung. Und in der Mitte von alledem war er. Er ging jeden Abend hinaus und vollbrachte Dinge, die unser Team getragen haben bis wir an den Punkt gekommen waren, bei dem es Klick gemacht hat. Hätten wir ihn nicht gehabt, stünden wir nicht da, wo wir jetzt stehen. Er ermöglichte es unserem Team, dass es wieder festen Boden unter den Füßen bekommen hat und auf eigenen Beinen steht."

FINALISTEN

Patrice Bergeron, Boston Bruins -- Es ist an der Zeit, dass der jährliche Selke Trophy Favorit auch mit der Hart Trophy liebäugeln darf, denn ohne Bergeron wäre es unwahrscheinlich, dass Brad Marchand in diesem Jahr seine beste NHL-Saison absolviert oder dass die Bruins eine Chance darauf hätten die Atlantic Division zu gewinnen. Boston wäre ohne Bergeron, der zweimal in Folge und dreimal in vier Jahren die Selke gewonnen hat, keine Playoffmannschaft.

Bergerons übliche Statistiken sind die besten seit der Saison 2005/06. Er erzielte 28 Tore und 61 Punkte in 68 Spielen. Zehn Jahre zuvor brachte er es auf 31 Tore und 73 Punkte in 81 Partien.

Noch wichtiger sind die Zahlen, die ausdrücken wie wertvoll er für Boston ist.

Mit 16 seiner Tore brachte er die Bruins in Führung, acht davon waren der erste Treffer im Spiel. Marchand, Bergerons fester Sturmpartner, erzielte eine Bestleistung von 34 Toren. Bergeron führt die Bruins in Prozent der Schussversuche (SAT%) mit 54,5 Prozent an und ist zweitbester Stürmer in der NHL bei den Faceoffs im eigenen Drittel (414).

Joe Thornton, San Jose Sharks -- Er ist 36 Jahre alt und sorgt mit seinem wuchtigen Körper dafür, dass die Sharks viel Puckbesitz haben und die Playoffs erreichen können.

Thornton ist auf dem Weg zu 80 Scorerpunkten, die meisten seit der Saison 2009/10, in der ihm 89 Punkte gelangen. Er ist mit 50 Assist zweitbester Stürmer hinter Kane, belegt mit 66 Scorerpunkten den siebten Platz in der Liga und führt die Sharks zusammen mit Joe Pavelski, der sich mit 32 Toren selbst für die Hart empfiehlt, an.

Thornton bekommt, aufgrund seiner Effektivität in den letzten 39 Spielen, als ihm 50 Scorerpunkte gelangen, dennoch den Vorzug gegenüber Pavelski. Er erzielte in 34 Partien davon mindestens einen Punkt. Die Sharks weisen in diesen Spielen eine Bilanz von 24-10-5 aus. In den 29 Partien zuvor, als Thornton 16 Mal punktete, kamen sie auf eine Bilanz von 14-14-1.

Seine Wiederauferstehung ist der wichtigste Grund, warum die Sharks wieder um die Playoffs mitspielen, nachdem sie sie vergangene Saison verpasst hatten. Mit etwas Glück könnten sie sogar die Pacific Division gewinnen.

AUCH IM RENNEN: Nicklas Backstrom, Washington Capitals; Jamie Benn, Dallas Stars; Joe Pavelski, San Jose Sharks

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