Skip to main content

Bestenliste: St. Louis ganz oben

von Bernd Roesch / NHL.com

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.


Die St. Louis Blues sind nicht nur in die Phalanx der Mannschaften aus der Eastern Conference eingedrungen, sondern verdrängten sogar die Canadiens vom ersten Platz. Deutlich an Boden verloren haben die Tampa Bay Lightning, sie rutschten von Rang 3 auf Rang 6, und die Detroit Red Wings. Die Red Wings sind, nach nur einem Sieg aus ihren letzten sechs Auftritten, ganz aus diesem Klassement gerutscht. Obwohl die Anaheim Ducks nur vier Punkte vorweisen, steckt im Kader großes Potenzial, so dass sie, für viele Leser vielleicht überraschend, im Verfolgerfeld mit aufgeführt sind.

1. St. Louis Blues (7-2-1, Platz 4)

Fünf Punkte aus drei Spielen fuhren die Blues ein und eroberten damit den ersten Platz in diesem Ranking. Mit den Islanders (2-3 OT), den Lightning (2-0) und den Ducks (2-1), die deutlich stärker sind als ihr derzeitiger Tabellenstand vermuten lässt, gaben sich drei schwere Brocken die Ehre im Scottrade Center von St. Louis. Herausragend waren die Vorstellungen von Blues Schlussmann Jake Allen, der nach der Islanders Partie den Vorzug gegenüber Brian Elliott bekommen hatte und postwendend seinen ersten Saison-Shutout feiern konnte.

Die Wild, Kings und Blackhawks sind die nächsten Bewährungsproben der Blues.

2. Montreal Canadiens (9-2-0, Platz 1)

Jede noch so schöne Serie findet einmal ihr Ende. In der vergangenen Woche war es die der Canadiens. Zunächst konnten sie gegen Buffalo (7-2) und Toronto (5-3) ihre Erfolgsserie auf neun Siege ausbauen, doch dann unterlagen sie, auf Tour im Westen Kanadas, den Vancouver Canucks (1-5) und Edmonton Oilers (3-4). Die Defensive der Frankokanadier konnte vor allem in der Offensive überzeugen: P.K. Subban brachte es in den vier Partien auf ein Tor sowie fünf Assists und Andrei Markov auf einen Treffer und sechs Vorlagen.

Den Canadiens steht eine weitere kraftraubende Woche mit vier Partien bevor. Gegen die Flames, Jets, Senators und Islanders möchten sie wieder zurück in die Erfolgsspur finden.

3. Washington Capitals (6-2-0, Platz 2)

Nach dem 7-4 Schützenfest im Rexall Place von Edmonton zum Abschluss ihrer Westkanadatour setzte es für die Capitals auf heimischen Eis gegen die wiedererstarkten Penguins eine 1-3 Niederlage durch deren Doppelschlag zu Beginn des Schlussdrittels.

Hervorstechender Akteur bei den Hauptstädtern war ein junger russischer Stürmer. Nein, es war nicht Alex Ovechkin, sondern Evgeny Kuznetsov. Der 23-jährige Center erzielte gegen die Oilers einen Hattrick und leistetet zu zwei weiteren Treffern die Vorarbeit. Auch gegen Pittsburgh schoss Kuznetsov sein Team in Front.

In den kommenden sieben Tagen haben die Capitals gleich viermal Gelegenheit zu punkten. Gegen Columbus, Florida, die NY Rangers und Boston können sie sich in der Tabelle wieder nach vorne schießen.

4. Nashville Predators (7-1-1, Platz 5)

In der starken Central Division weisen sechs Mannschaften eine positive Bilanz aus. Die Predators sind eine davon. Im bisherigen Saisonverlauf mussten sie sich nur einmal in der regulären Spielzeit geschlagen geben, ihre zweite Niederlage setzte es vergangene Woche gegen die Penguins mit 1-2 Toren nach Verlängerung. Diesen kleinen Ausrutscher konnte Nashville aber vier Tage später bei den San Jose Sharks (2-1) wieder wettmachen. Nashvilles finnischen Schlussmann Pekka Rinne gelang es in diesen zwei Partien seinen Gegentrefferschnitt auf 1,74 zu senken, womit er nun Platz 2 unter allen Torhütern belegt.

Ab Samstag begeben sich die Predators auf Auswärtstour nach Los Angeles, Anaheim und Minnesota.

5. New York Rangers (6-2-2, Platz 6)

Die Rangers eroberten sich dank drei Zähler aus ihren zwei Begegnungen gegen die Flyers (2-3 SO) und zuhause gegen die Flames (4-1) den ersten Platz in der Metropolitan Division, punktgleich mit ihren Nachbarn aus Brooklyn. Die letzte Niederlage der Rangers in der regulären Spielzeit liegt bereits über 14 Tage zurück. Seit dem 15. Oktober konnten sie fünf Mal in Folge punkten. Verlassen konnten sich die Manhattan Blueshirts auf ihre beiden Torhüter: Henrik Lundqvist wehrte in Philadelphia 46 Torschüsse ab und Antti Raanta musste sich gegen die Westkanadier nur einmal, früh im ersten Drittel, geschlagen geben.

Mit den Toronto Maple Leafs wartet in der Nacht von Freitag auf Samstag eine machbare Aufgabe auf die Rangers, ehe sie am Dienstag in einem Spitzenspiel die Capitals empfangen.

6. Tampa Bay Lightning (5-4-2, Platz 3)

Ein einziger Sieg aus vier Partien, 4-3 gegen Winnipeg nach Verlängerung, ist ein bisschen wenig für die mit hohen Ambitionen in die Saison gestarteten Lightning. Zuletzt unterlagen die Lightning dreimal in Folge. Die Blackhawks (0-1 OT), die Blues (0-2) und die Avalanche (1-2) gaben ihnen das Nachsehen. Erschreckend war die Ladehemmung von Tampas Stürmerstars. Punktbester Akteur der Lightning war Verteidiger Victor Hedman mit vier Torvorlagen. Auch der lettische Schlussmann Kristers Gudlevskis konnte bei seinem Saisondebut in Chicago, mit 31 Paraden und einer Rettungsquote von 96,9 Prozent, überzeugen.

Für die Lightning folgt eine Heimpartie gegen Boston, bevor sie sich auf die Reise nach Carolina, Detroit und Buffalo machen.

7. New York Islanders (6-2-2, Platz 7)

Im Spiel gegen die Bruins (3-5) musste Jaroslav Halak viermal die Scheibe hinter sich aus den Maschen holen, auswärts bei den Blues (3-2 OT) machte Islanders deutscher Schlussmann Thomas Greiss eine gute Figur, indem er 38 von 40 Torschüssen abwehren und seinem Team zu Punkten verhelfen konnte. Am Torwart-wechsel-dich Spielchen hielten die Islanders auch in den noch folgenden zwei Partien fest. Halak verdiente sich gegen die Flames (4-0) einen Shutout und Greiss stand bei der 2-3 Overtime-Niederlage gegen die Hurricanes im Kasten.

In der kommenden Woche treten die Islanders zweimal in einem Nachbarschaftsduell gegen New Jersey an und treffen des Weiteren auf Buffalo und Montreal.

8. Dallas Stars (8-2-0, Platz 8)

Keine Mannschaft schießt so viele Tore wie die Stars. 25 hatten sie vor der vergangenen Woche auf ihrem Konto. Weitere zehn Treffer kamen in drei Partien der letzten sieben Tage hinzu. Gegen die Panthers musste sich Dallas auf heimischen Eis überraschend deutlich mit 2-6 geschlagen geben. Grund zur Freude hatten die Texaner in den folgenden zwei Heimauftritten gegen Anaheim und Vancouver, die sie jeweils mit 4-3 gewannen. Den Overtime-Siegtreffer gegen die Canucks schoss Jamie Benn, es war sein drittes Tor in dieser Woche. Gegen die Ducks blieb der Linksaußen zwar torlos, bereitete aber drei Treffer seiner Stars mit vor.

Nach ihrer Heimpartie gegen San Jose am Samstag gehen die Stars auf Auswärtstour in den Osten, wo sie zunächst auf Toronto und Boston treffen.

9. Los Angeles Kings (3-3-0, Platz 10)

Die Kings sind das zurzeit heißeste Team der Liga. Durch drei weitere Siege in den letzten sieben Tagen bauten sie ihre Erfolgsserie auf sechs doppelte Punktgewinne in Folge aus. Carolina (3-0), Edmonton (3-2) und Winnipeg (4-1) hatten das Nachsehen gegen den Stanley Cup Champion von 2014. In allen drei Partien zählte Kings Schlussmann Jonathan Quick zu den Three Stars. Quick kam zu seinem Shutout über die Hurricanes mit sagenhaften 40 Paraden. Kings erfolgreichster Torschütze war Tyler Toffoli, der dreimal ins Schwarze traf.

Am Samstag gastieren die Predators in L.A. und am Donnerstag die Blue Jackets. In den Tagen dazwischen treten die Kings auswärts in Chicago und St. Louis an.

10. Pittsburgh Penguins (6-4-0, Verfolger)

Die Penguins hatten zu Wochenbeginn zwei ganz schwere Aufgaben und bestanden sie mit Bravour. In Nashville gewannen sie nach Verlängerung mit 2-1 und in der US-Hauptstadt bezwangen sie die Capitals mit 3-1. 24 Stunden später gelang den Penguins ein 4-3 Arbeitssieg gegen die Sabres. In allen drei Partien zeichneten sich Phil Kessel (2 Tore, 1 Assist) und Evgeni Malkin (1 Tor, 3 Assists) als Punktelieferanten aus.

Auf die Penguins warten nun vier kanadische Gegner innerhalb einer Woche. Toronto, Vancouver, Edmonton und Calgary sind Pittsburghs nächste Stationen.

Die Verfolger: Chicago Blackhawks, Minnesota Wild, San Jose Sharks, Winnipeg Jets, Anaheim Ducks

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: Detroit Red Wings

Mehr anzeigen