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Bestenliste: Penguins sind das Team der Stunde

von Bernd Roesch / NHL.com

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.


Zwischen sechs und vier Partien haben die 30 NHL-Teams bis zum Ende der regulären Saison in zehn Tagen noch zu bestreiten.

Für 14 Mannschaften heißt es dann den Sommerurlaub anzutreten und die restlichen 16 dürfen sich in den folgenden Playoffs dem Kampf um den Stanley Cup stellen.

In der Western Conference stehen schon sechs von acht Playoffteilnehmer fest und auch den Nashville Predators, aktuell auf dem ersten Wildcard Platz, fehlt, unabhängig vom Ausgang anderer Spiele, nur noch ein Zähler aus vier Partien um mit dabei zu sein.

Im Osten geht es deutlich knapper zu. Bisher haben sich dort nur die Washington Capitals für die Stanley Cup Playoffs sicher qualifiziert.

Die in der Atlantic Division drittplatzierten Boston Bruins liegen noch einen Punkt vor den Detroit Red Wings, die momentan nicht einmal einen der zwei Wildcard Plätze innehaben.

Diese belegen die New York Islanders und die Philadelphia Flyers.

1. Washington Capitals (54-16-6, Platz 1)

Bei den Capitals ist etwas die Luft raus, nachdem sie sich als erste Mannschaft der Eastern Conference einen Stanley Cup Playoffplatz gesichert hatten, und ihnen nun auch die Presidents' Trophy als punktbestes Team der regulären Saison nicht mehr streitig gemacht werden kann. Viermal hatte Washington in der vergangenen Woche anzutreten und kassierte hierbei zwei Niederlagen gegen die Blues (0-4) und bei den Flyers (1-2 SO). Gegen die weniger stark einzuschätzenden Devils (1-0 OT) und Blue Jackets (4-1) kamen die US-Hauptstädter zu zwei doppelten Punktgewinnen. Die sechs Tore der Capitals erzielten sechs verschiedene Spieler.

Washington tritt als nächstes zweimal in der Fremde, in Colorado und in Arizona an, bevor sie auf heimischen Eis auf die Islanders und Penguins treffen.

2. St. Louis Blues (46-22-9, Platz 2)

Die Blues sind zurzeit ohne Zweifel eines der heißesten Teams in der Western Conference. Mit einer blütenreinen Weste erledigten sie sich ihrer drei Aufgaben in den letzten sieben Tagen. Für die Canucks (4-0), die Capitals (4-0) und die Avalanche (3-1) gab es gegen St. Louis nichts zu holen. Nur ein Gegentreffer in drei Partien ist eine starke Ansage der Mannschaft von Ken Hitchcock. Sein offensivstärkster Stürmer war Paul Stastny mit insgesamt fünf Assists, vor dem Doppeltorschützen Vladimir Tarasenko, der es auf drei Scorerpunkte gebracht hatte.

Am kommenden Wochenenende stehen für die Blues, die sich berechtigte Hoffnungen auf den ersten Platz im Westen machen können, zwei Begegnungen gegen Boston und die Avalanche an, anschließend erwarten sie die Coyotes und reisen nach Chicago.

3. Dallas Stars (47-22-9, Platz 4)

Die Stars verteidigten ihre Tabellenführung in der Central Division bravourös gegenüber den Blues. Mit drei Siegen über die Sharks (4-2), Predators (5-2) und Coyotes (4-1) gaben sie sich keine Blöße und liegen weiterhin zwei Punkte vor den Blues, die noch ein Spiel mehr zu absolvieren haben. Vor allem das Offensivspiel der Texaner konnte wieder einmal vollauf überzeugen. Linksaußen Jamie Benn wurde seinem Ruf als Torjäger mit vier Treffern und einem Assist gerecht. Dallas' bester Vorbereiter war Rechtsaußen Ales Hemsky mit vier Vorlagen.

Die Stars bestreiten bis kommenden Donnerstag drei ihrer vier noch ausstehenden Saisonpartien. Los Angeles, Anaheim und Colorado heißen ihre kommenden Gegner.

4. Los Angeles Kings (46-26-5, Platz 3)

Im Kampf die Western Conference als punktbestes Team abzuschließen, haben die Kings an Boden verloren, da sie sich durch eine 2-5 Niederlage bei den Sharks einen Ausrutscher geleistet haben. Keine Mühe bereiteten den Kaliforniern ihre Gäste aus Edmonton und Calgary, die sie mit 6-3 und 3-0 Toren nach Hause schickten. Ihre beiden Center Jeff Carter (4 Tore, 2 Assists) und Tyler Toffoli (2T, 3A) spielten sich ebenso ins Rampenlicht wie Schlussmann Jonathan Quick, der zu seinem fünften Saison-Shutout kam.

Auf die Kings wartet eine schwere Woche mit vier Spielen in sieben Tagen gegen die Stars, Canucks, Flames und Ducks.

5. New York Rangers (43-25-9, Platz 6)

Ob die Rangers wirklich das zweitbeste Team des Ostens hinter den Überfliegern aus Washington sind, darüber lässt sich streiten. Dass sie über ein ungeheures Potenzial verfügen, dürfte unstrittig sein, auch wenn sie in der vergangenen Woche zweimal den Kürzeren zogen. Nach ihrem 5-2 Auswärtserfolg bei den Canadiens, mussten die Rangers zweimal, in den Partien gegen die Penguins (2-3 OT) und Hurricanes (3-4), knapp den Kürzeren ziehen. Als dreifacher Torschütze der Rangers zeichnete sich Chris Kreider aus. Er konnte auch einen weiteren Treffer vorbereiten. Auf ebenfalls vier Scorerpunkte brachte es New Yorks Center Derek Stepan (1 Tor, 3 Assists).

Im Kampf um den zweiten Platz in der Metropolitan Division gilt es für die Rangers gegen die Sabres, Blue Jackets, Lightning und Islanders zu punkten.

6. Chicago Blackhawks (44-26-7, Platz 5)

Überzeugend schaut anders aus, wenngleich sich die Blackhawks, nach zwei Niederlagen in Folge in der Vorwoche, etwas gefangen haben und aus ihren drei Partien der letzten sieben Tage vier Zähler einfahren konnten. Im Westen Kanadas gelangen ihnen zwei Auswärtssiege in Calgary (4-1) und in Vancouver. In St. Paul, bei den noch um einen Playoffplatz kämpfenden Wild, mussten sie sich aber klar mit 1-4 Toren geschlagen geben. Chicagos Neuzugang Andrew Ladd (3 Tore, 1 Assist) sowie Teuvo Teravainen (2 Tore) waren Blackhawks' torhungrigste Spieler.

Nach der Auswärtspartie in Winnipeg warten auf die Blackhawks drei Hausaufgaben gegen Boston, Arizona und St. Louis.

7. Anaheim Ducks (43-23-10, Platz 7)

Die Ducks sind mit drei Siegen aus drei Spielen ihren Nachbarn aus Los Angeles weiterhin auf den Fersen. Nur noch einen Zähler hinter den Kings liegt Anaheim auf dem zweiten Tabellenplatz der Pacific Division. Möglich wurde dies durch ihre Triumphe über die Senators (4-3 OT), die Oilers (2-1) und die Flames (8-3). Dem Offensivfeuerwerk der Ducks von zwölf Toren in drei Begegnungen, steuerte Stürmer Jakob Silfverberg drei Treffer bei. Jeweils zweimal trafen Corey Perry und Brandon Pirri.

In den folgenden sieben Tagen bekommen die Ducks viermal Gelegenheit zu punkten. Die Teams aus Vancouver, Dallas, Winnipeg und Los Angeles sind ihre Gegner.

8. Pittsburgh Penguins (44-25-8, Platz 10)

Im Monat März war kein NHL-Team besser als die Penguins. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag schlossen sie ihre perfekte Woche, acht Punkte aus vier Spielen, mit einem 5-2 Heimerfolg über die Predators ab. Zuvor hatten schon die Red Wings (7-2), die Rangers (3-2 OT) und die Sabres (5-4 SO) das Nachsehen gegen die Franchise aus Pittsburgh, die aktuell den zweiten Platz in der Metropolitan Division vor den Rangers belegt. Überragende Akteure der Penguins waren Rechtsaußen Phil Kessel mit vier Toren und fünf Vorlagen und Center Nick Bonino mit drei Treffern und fünf Assists.

Gegen die Islanders, Flyers, Senators und Capitals werden die Pens versuchen ihren zweiten Platz, der ihnen in der ersten Playoffrunde das Heimrecht sichern würde, nicht mehr aus der Hand zu geben.

9. New York Islanders (42-25-9, Verfolger)

Ihr direktes Duell gegen die Lightning haben die Islanders in der vergangenen Woche mit 4-7 Toren verloren. Dieser deutlichen Niederlage, die in ihrer Höhe nicht dem Spielverlauf entsprach, ließen die Islanders aber drei Siege hintereinander folgen.

Zweimal wurden die Hurricanes (4-3 OT, 2-1 SO) in der Zusatzschicht bezwungen und auch gegen die Blue Jackets (4-3) kamen die Islanders zu einem doppelten Punktgewinn. Nur zwei Punkte beträgt der Rückstand der Islanders auf ihren, in der Tabelle der Metropolitan drittplatzierten, Nachbarn aus Manhattan. Linksaußen Nikolay Kulemin und Kapitän John Tavares durften sich über jeweils zwei Tore und zwei Assists freuen.

Die Islanders treten als nächstes in der heimischen Arena gegen die Penguins und Lightning an, anschließend geht es für sie zu den Capitals und Rangers.

10. Tampa Bay Lightning (44-28-5, Platz 8)

Welches ist das bessere Team im sonnigen Florida. Die Panthers oder die Lightning? Nähme man nur den direkten Vergleich von der vergangenen Woche, die Lightning unterlagen den Panthers mit 2-5, wäre die Antwort eindeutig. Tampa Bay konnte nach der Heimpleite einen Shutout gegen die Maple Leafs (3-0) feiern, um sich dann zwei Tage später den Canadiens mit 0-3 Toren geschlagen geben zu müssen. Kaum etwas zu beanstanden gab es an der Offensivvorstellung der Lightning im Spiel gegen die Islanders und an jener ihres Stürmers Ondrej Palat, der mit einem Tor und fünf Vorlagen an sechs Treffern der Lightning beteiligt gewesen war.

Auch in der kommenden Woche stehen wieder vier, keinesfalls leichtere Aufgaben, für Tampa Bay auf dem Programm. Zweimal geht es gegen die Devils und in New York treffen sie auf die Islanders und Rangers.

Die Verfolger: Florida Panthers, San Jose Sharks, Nashville Predators, Minnesota Wild, Philadelphia Flyers

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: Boston Bruins, Detroit Red Wings

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