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Bestenliste: Favoriten klettern

von Bernd Roesch / NHL.com

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.

In den ersten Wochen einer neuen Saison gibt es viele Unbekannte, so dass es in den Ranglisten zu Saisonbeginn, auch wenn sie auf eine langfristige Sicht angelegt sind, immer wieder zu größeren Verschiebungen kommt. Wenn Teams wie die New York Islanders, die Nashville Predators oder die Vancouver Canucks stark aus den Startlöchern kommen, bedeutet dies nicht, dass ihre Kader tatsächlich die Tiefe haben, um über einen längeren Zeitraum oben mitspielen zu können. Man darf sie aber auch nicht unterschätzen und aus den Augen verlieren, so dass sie auch weiterhin in den Top 10 Erwähnung finden werden, sollte die Leistung gestimmt haben.

1. Pittsburgh Penguins (6-2-1; Platz 8)

Die Penguins scheinen sich gefunden zu haben. Sie hatten zuletzt drei ganz starke Auftritte und sich mit drei Siegen in Folge an die Tabellenspitze der Metropolitan Division geschossen. Dabei trafen sie mit New Jersey, Nashville und Los Angeles auf keinesfalls schwache Gegner. Beindrucken können die Penguins nicht nur im Angriff, mit 36 Treffern haben sie die drittmeisten Tore erzielt, sondern auch in der Defensive. Ihre beiden Topverteidiger Christian Ehrhoff und Paul Martin weisen aktuell mit +6 und +5 den besten +/-Wert aller Penguins vor.

2. Anaheim Ducks (8-3-0; Platz 4)

Auch wenn die Kalifornier seit vergangenem Donnerstag in vier Partien zweimal den Kürzeren gezogen haben, sie verloren gegen San Jose und in St. Louis, stimmt bei ihnen das Mannschaftsgefüge. Nicht nur Linksaußen Corey Perry punktet, sondern auf der Center-Position haben sie mit Ryan Getzlaf und Ryan Kesler zwei weitere torgefährliche Stürmer. Besser, als vor der Saison erwartet, sind die Ducks auf der Torhüterposition aufgestellt. Sowohl Fredrik Andersen, wie auch der 21-jährige John Gibson, dem am Dienstag im United Center von Chicago sogar ein Shutout gelang, können überzeugen.

3. Chicago Blackhawks (6-3-1; Platz 6)

Die Blackhawks sind so stark einzuschätzen wie schon in den letzten Jahren. Dementsprechend könnten sie in dieser Rangliste noch besser als auf Rang 3 platziert sein. Knappe Niederlagen mussten sie gegen St. Louis und Anaheim, zwei Topteams der Western Conference, wegstecken. Ihr größtes Manko ist aktuell noch ihre Torausbeute. Keine andere Mannschaft der Liga schießt so oft auf das gegnerische Gehäuse wie die Blackhawks, durchschnittlich gut 38mal pro Spiel. Demgegenüber steht eine durchschnittliche Trefferquote pro Spiel von 2,50. Ihr erfogreichster Torschütze ist aktuell Jonathan Toews mit gerade einmal vier Treffern.

4. Montreal Canadiens (8-2-1; Platz 1)

In der Vorwoche standen die Frankokanadier noch auf Platz 1 in der wöchentlichen Bestenliste. Auf ihrer Auswärtstour im Westen Kanadas taten sie sich aber richtig schwer. Ein knapper Sieg nach Penaltyschießen sprang für sie in Calgary heraus, nachdem sie zuvor in Edmonton und danach in Vancouver verloren hatten - auch in Montreal wachsen die Bäume eben nicht in den Himmel. Ihre mannschaftliche Geschlossenheit, ihre Heimstärke und das Penaltyschießen, dreimal haben sie sich bereits den Zusatzpunkt im Shootout holen können, sind ihre Trümpfe.

5. Los Angeles Kings (6-2-2; Platz 3)

Die Heimbilanz des amtierenden Stanley Cup Champions, mit nur einer Niederlage aus sieben Spielen, kann sich sehen lassen, doch auf fremden Eis tun sie sich noch schwer: Zuletzt unterlagen sie in Philadelphia und in Pittsburgh. Trotz der Niederlagen und ihrem aktuell dritten Rang in der Pacific Division sind die Kings neben ihren Nachbarn aus Anaheim der heißeste Anwärter auf den Divisionstitel. Mit Jeff Carter, Rookie Tanner Pearson und Tyler Toffoli, die gemeinsam einen +/-Wert von +36 vorweisen, verfügen sie über eine der stärksten Sturmreihen der Liga.

6. Nashville Predators (6-1-2; Platz 2)

Die Predators hatten in dieser Spielzeit nur wenige auf der Rechnung. Sie haben in ihren ersten Saisonauftritten aber schon bewiesen, dass sie mit den Besten der Liga mithalten können. Mit der Heimniederlage gegen die Penguins am vergangenen Samstag gab es für sie einen kleinen Dämpfer, den sie durch einen Sieg in Edmonton vergessen machten. Ihr punktbester Stürmer ist mit Filip Forsberg (1 Tor, 6 Assists) ein 20-jähriger Rookie. Der junge Schwede weist außerdem mit +10 teamintern den mit Abstand besten +/-Wert vor Verteidiger Shea Weber (+6) aus.

7. Minnesota Wild (6-3-0; Verfolger)

Ich bin mir sicher, dass für die Minnesota Wild mit Rang 7 in dieser Auflistung noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Sie haben zusammen mit den Predators die wenigsten Gegentore in der Liga kassiert, was aufgrund ihres Rufes als defensivstarke Mannschaft nicht so überraschend ist. Dass sie aber im Schnitt über drei Tore pro Spiel selbst erzielen und mit dieser Ausbeute unter den Top 5 rangieren, das hätte man so nicht erwartet. Daraus ergibt sich mit +14 die beste Tordifferenz aller Teams im Westen. Ihre Verteidiger Ryan Suter (+9), Marco Scandella (+8) und Jared Spugeon (+7) führen ihre +/-Statistik an. Kein einziger Spieler der Wild, der bisher vier oder mehr Saisonpartien bestritten hat, weist einen negativen +/-Wert aus.

8. St. Louis Blues (5-3-1; nicht gelistet)

Dass die Blues noch in Fahrt kommen werden, davon konnte man ausgehen. Chicago, Dallas und Anaheim bekamen das in der letzten Woche, als es für sie gegen die Blues ging, zu spüren. Die Ausfälle ihrer beiden Center David Backes und Paul Stastny konnten die Blues kompensieren. Der finnische Stürmer Jori Lehtera, der im Alter von 26 Jahren, seine erste NHL-Saison bestreitet, ist ihre Entdeckung des Jahres. Zwei Tore und vier Assists gingen bereits auf das Konto des Centers, dessen +/-Wert von +3 sich ebenfalls sehen lassen kann.

9. Tampa Bay Lightning (7-3-1; Platz 9)

Gäbe es eine Bestenliste der Offensive, dann ständen die Tampa Bay Lightning ganz oben. Ihr Credo lautet ganz einfach: Mehr Tore schießen als zuzulassen. Dreimal ging das in den letzten sieben Tagen auf, doch in St. Paul setzte es für das Team von Jon Cooper eine herbe 2-7 Schlappe. 38 Tore, so viele wie kein anderes Team im Osten, haben die Lightning bereits geschossen. An einem knappen Drittel davon waren ihr Kapitän Steven Stamkos (8 Tore, 4 Assists) und Tyler Johnson (1 Tor, 11 Assists) jeweils beteiligt. Eine Durchbruchsaison könnte es auch für den 21-jährigen Russen Nikita Kucherov (4 Tore, 5 Assists) werden.

10. New York Islanders (6-4-0; Platz 5)

Die Islanders hatten einen traumhaften Saisonstart erwischt, führten lange Zeit sogar die Tabelle der Metropolitan Division an. Doch wenn ihre Topstürmer wie John Tavares, Brock Nelson, Kyle Okposo oder Frans Nielsen einmal Ladehemmung haben, dann wird es für sie ganz schwer doppelt zu punkten. So wie in dieser Woche, in der sie den Winnipeg Jets und den Colorado Avalanche unterlagen. Die Achillesferse der Islanders ist zweifelsfrei ihr Defensivverhalten. Sie haben mit 3,60 die drittmeisten Gegentore pro Spiel kassiert. Die Rettungsquoten ihrer beiden Torhüter Jaroslav Halak (88,9%) und Chad Johnson (87,0%) liegen weit unter dem Ligadurchschnitt.

Die Verfolger: Detroit Red Wings, Ottawa Senators, Dallas Stars, Washington Capitals, Vancouver Canucks

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