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Bestenliste: Die ersten Drei unter sich

von Bernd Roesch / NHL.com

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.

Angesichts der Leistungsdichte in der NHL gab es nur punktuelle Veränderungen im Powerranking gegenüber der Vorwoche. Die Top 10 verteidigten ihre Plätze. Als einzige neue Mannschaft rutschten die Calgary Flames in das Feld der Verfolger. Sie präsentierten sich auch in der vergangenen Woche, mit zwei doppelten Punktgewinnen gegen New Jersey und in San Jose sowie einer nur knappen 2-3 Niederlage in Anaheim, überraschend stark. In der Vorwoche noch unter den Verfolgern waren die New York Rangers, die durchaus das Potenzial haben sich früher oder später unter den Besten zu platzieren. Aktuell fehlt es ihnen noch an Konstanz.

Das aktuelle Ranking mit einem besonderen Augenmerk auf die Nachwuchskräfte der Teams.

1. Pittsburgh Penguins (15-4-2; Vorwoche: Platz 1)

Sich bei den Penguins als Nachwuchsspieler durchzusetzen ist nicht leicht. Gänzlich ohne Einsatz eines Rookies kam der Tabellenführer der Metropolitan Division in seinen bisher 21 Saisonpartien aus. In der vergangenen Woche konnte das Team von Mike Johnston nach zwei Niederlagen gegen die New York Islanders, eine davon nach Penaltyschießen, mit zwei Overtime-Siegen wieder in die Erfolgsspur zurückfinden und seine Spitzenstellung im Osten untermauern. Aus deutscher Sicht ist es besonders erfreulich, dass Christian Ehrhoff mit einem Wert von +13 die +/-Statistik der Penguins anführt.

2. St. Louis Blues (14-6-2; Platz 3)


Fünf Zähler holten die Blues aus ihren letzten drei Partien gegen Ottawa und Winnipeg. Zweimal bekam ihr 24-jähriger Schlussmann Jake Allen Gelegenheit sich auszuzeichnen. Er bekam vor allem beim 4-2 Triumph gegen die Jets reichlich zu tun und sich für weitere Einsätze empfehlen. Trotz der beiden Gegentore kam der Kanadier auf eine Fangquote von 93,3 Prozent. Seit dem 6. November, dem bisher letzten Spiel des Russen Dmitrij Jaskin, kam kein weiterer Rookie bei den Blues zum Einsatz.

3. Montreal Canadiens (16-6-1; Platz 2)


Nur die ganz großen Optimisten unter den Anhängern des frankokanadischen Traditionsteams dürften ihre Mannschaft so weit vorne erwartet haben, nachdem ein Viertel der Saison absolviert ist. Vergangene Woche gab es für die Canadiens zwei ‚Original-Six Aufeinandertreffen‘. Das gegen die Bruins gewannen sie souverän mit 2-0, gegen die Rangers setzte es aber eine bittere 0-5 Schlappe. Stetig mehr Eiszeit bekommt Montreals 22-jähriger Rookie Jiri Sekac. Der ungedraftete tschechische Linksaußen, der immerhin schon drei Tore und drei Assists auf seinem Konto hat, stand in beiden Partien fast 18 Minuten auf dem Eis.

4. Nashville Predators (15-5-2; Platz 5)


Wenn man mal oben steht, dann kommt manchmal auch ein bisschen Glück hinzu. Drei Spiele, sechs Punkte! Die Predators verteidigten damit ihren ersten Platz in der Central Division. Kaum eine andere Mannschaft unter den Besten ist so auf die Leistung eines Rookies, Filip Forsberg ist sein Name, angewiesen, wie das Team aus Nashville. Der 20 Jahre junge Schwede führt nicht nur die Scorerwertung aller Nachwuchsspieler an, sondern ist mit seinen zehn Treffern und 13 Vorlagen auch punktbester Predator. Mit Calle Jarnkrok (ein Tor, drei Assists) hat Nashville noch einen weiteren jungen Schweden auf der Center-Position als festen Bestandteil im Kader.

5. New York Islanders (16-6-0; Platz 7)


Sie gewinnen und gewinnen! Zweimal Pittsburgh, Philadelphia und Washington bissen sich in den vergangenen sieben Tagen die Zähne an den Islanders aus. Schaut man auf die Tabelle der Metropolitan Division, dann reibt man sich immer noch verwundert die Augen. Mit nur einem Zähler hinter den Penguins und sagenhaften zehn Punkten vor den Capitals hat das Team aus Long Island Platz 2 in seiner Division inne. Ihr bester Rookie ist Anders Lee, der vor allem in den letzten vier Partien mit zwei Treffern und einem Assist über sich hinauswuchs. Besonders beeindruckend ist die Leistung des 24-jährigen Center, wenn man bedenkt, dass er im Schnitt pro Spiel nicht mehr als 11 1/2 Minuten Eiszeit bekam.

6. Tampa Bay Lightning (15-6-2; Platz 6)


Mit den Wild und den Rangers hatten sich die Lightning zwei schwerer Hausaufgaben zu erledigen. Beide lösten sie, wenn auch knapp, mit Bravour. Das Team aus dem sonnigen Süden kristallisiert sich immer mehr als stärkster Verfolger der Canadiens auf Platz 1 in der Atlantic Division heraus. Zuletzt hatten die Lightning mit Cedric Paquette, Vladislav Namestnikov und Jonathan Drouin drei Rookies im Aufgebot. Für viele, ich gebe zu auch für mich, war vor Saisonbeginn Drouin ein Favorit auf die Calder Trophy, doch mit bisher einem Tor und acht Assists blieb er etwas hinter den Erwartungen. Eine positive Überraschung ist hingegen der 21-jährige Paquette, der in seinen bisher 13 Partien schon fünfmal die schwarze Hartgummischeibe ins Netz versenken konnte.

7. Anaheim Ducks (15-6-1; Platz 4)


Wohin geht die Richtung der Anaheim Ducks? nach einem famosen Saisonstart mit acht Siegen in zehn Partien war bei den Südkaliforniern etwas Ernüchterung eingekehrt. Von den ersten acht Spielen Anfang November konnten sie gerade zwei gewinnen. Immerhin konnten sie sich bei fünf der sechs Niederlagen in die Overtime und damit zumindest einen Punkt retten. Vergangene Woche traten die Ducks zweimal zuhause an und verließen sowohl gegen Arizona wie auch gegen Calgary das Eis als Sieger. Ihre Rookies mit den meisten Saisoneinsätzen sind William Karlsson (16), Rickard Rakell (16) und Verteidiger Josh Manson (11). Nicht vergessen sollte man Schlussmann John Gibson (4 Sp, Fangquote 92,7%)

8. Chicago Blackhawks (13-8-1; Platz 9)


Bis zum 16. November war Trevor Van Riemsdyk, mit Ausnahme der beiden Torhüter Antti Raanta und Scott Darling, der einzige Nachwuchsspieler, den Coach Joel Quenneville bei den Blackhawks eingesetzt hatte. Ein Assist war für den 23-jährigen Verteidiger in 18 Partien herausgesprungen. Van Riemsdyks Part übernahm in den letzten vier Spielen Adam Clendening (ein Tor, ein Assist). Neben Clendening kamen auch noch die beiden Stürmer Joakim Nordstrom und Phillip Danault zu ihren ersten Saison- bzw. NHL-Einsätzen. Auf ihrer Auswärtstour gelangen den Blackhawks zwei Pflichtsiege in Edmonton (7-1) und in Colorado (3-2). Gegen die Canucks mussten sie sich aber mit 1-4 geschlagen geben.

9. Los Angeles Kings (12-6-5; Platz 8)


In der Fremde tun sich die amtierenden Stanley Cup Champions noch richtig schwer. Auch letzte Woche setzte es für sie zunächst zwei Auswärtsniederlagen. Einem 4-5 in Dallas folgte ein 3-4 nach Penaltyschießen in Nashville. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Kings nur einmal auswärts gewonnen, 3-1 in Dallas am 4. November. Eine Wende könnte so der klare 4-0 Sieg in St. Paul gegen die Wild eingeläutet haben. L.A.'s erfolgreichster Rookie ist auch in dieser Saison Tanner Pearson. Der 22-jährige Linksaußen ist mit seinen neun Saisontreffern neben Tyler Toffoli der beste Torschütze der Kings. Auch mit seinem +/-Wert von +12 liegt er unter den ersten Drei.

10. Vancouver Canucks (15-6-1; Platz 10)


So richtig kann man es immer noch nicht glauben, dass die Vancouver Canucks sich in dieser Auflistung befinden. Ihre neue Führungsriege schafft es aber Tag für Tag, Woche für Woche, eine schlagkräftige, jedem Gegner gewachsene Truppe aufzustellen. So sprangen auch in den vergangenen sieben Tagen zwei weitere Siege für die Canucks heraus. Vor allem in der Partie gegen die Blackhawks spielte sich ein 19-Jähriger in die Herzen der Fans. Bo Horvat gelangen in seiner achten NHL-Partie gleich drei Assists. Drei Tage zuvor im Spiel gegen Anaheim hatte er seinen ersten Treffer erzielt. Sollte seine Entwicklung so weiter gehen, dann dürfte er bald Linden Vey (20 Sp, 4T, 5A) als punktbesten Rookie der Westkanadier eingeholt haben.

Die Verfolger: Washington Capitals, Boston Bruins, Detroit Red Wings, Minnesota Wild, Calgary Flames

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: New York Rangers

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