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Grubauer in der Top 10 der Torhüter

NHL.com/de hat die derzeit zehn besten Goalies, angeführt von Ben Bishop, festgelegt

von Stefan Herget @NHLde / NHL.com/de Chefautor

In der NHL trifft die Eishockey-Elite der Welt aufeinander. NHL.com/de präsentiert eine Auswahl der derzeit besten Spieler auf ihrer Position. In der heutigen Ausgabe geht es um die besten Torhüter der Liga.

10. Philipp Grubauer (Colorado Avalanche)

Vielleicht etwas Lokalkolorit, Philipp Grubauer in die Top 10 der derzeit besten NHL-Torhüter zu setzen, doch auf der anderen Seite nicht völlig abwegig. Die erste Saison im Trikot der Colorado Avalanche nach seinem Wechsel von damaligen Stanley Cup Sieger Washington Capitals lief für den 27-jährigen Rosenheimer lange eher durchwachsen und es schien fast so, als ob er den Kampf um die Nummer 1 gegen den langjährigen Inhaber Semyon Varlamov verlieren würde. Doch mit starken Auftritten zum Saisonende bescherte er seinen Farben den Einzug in die Stanley Cup Playoffs, wo er endgültig zur Hochform auflief. Nach 91,7 Prozent Fangquote (Save Percentage SP) und 2,64 Gegentoren im Schnitt (Goals against average GAA) in der regulären Saison, steigerte Grubauer sich in den Playoffs auf eine SP von 92,5 Prozent und eine GAA von 2,3. Er führte damit sein Team erstmalig seit 2008 in die zweite Playoff-Runde und sicherte sich durch den Abgang von Konkurrent Varlamov zurecht die Nummer 1 für die kommende Saison.

Video: SJS@COL, Sp6: Grubauer rettet gegen Couture

9. Pekka Rinne (Nashville Predators)

Viele halten ihn für den besten seines Faches, doch diesen Status blieb er in den letzten zwei Spielzeiten ausgerechnet in den Playoffs schuldig. Natürlich liegt es nie am Torhüter alleine, doch Rinnes Werte waren zum zweiten Mal in Folge in der KO-Runde ihm nicht würdig. Wie 2018 lag seine GAA bei über drei (2018: 3,07, 2019: 3,09) und seine SP nur knapp über 90 Prozent (2018: 90,4, 2019: 90,5). Die ambitionierten Predators scheiterten so 2018 in der zweiten Runde und 2019 in der ersten Runde. Trotzdem zeigte der 36-jährige Finne in der regulären Saison, welche Qualität er besitzt. In 56 Spielen verbuchte er 30 Siege bei 19 Niederlagen in regulärer Spielzeit und vier in der Verlängerung oder dem Shootout. Seine GAA lag bei guten 2,42 mit einer SP von 91,8 Prozent und damit nur knapp unter seinen Durchschnittswerten in elf Spielzeiten für Nashville.

8. Marc-Andre Fleury (Vegas Golden Knights)

Auch Marc-Andre Fleury gehört trotz seines Alters von 34 Jahren noch nicht zum alten Eisen und beweist stetig seine Klasse, auch wenn in seinem Fall genauso die Playoffs 2019 nicht so erfolgreich waren wie 2018, als er die Golden Knights als neues Team durch seine herausragenden Leistungen bis in das Stanley Cup Finale führen konnte. Während der regulären Saison holte der Kanadier in 61 Spielen 35 Siege bei 21 Niederlagen in regulärer Spielzeit und fünf in der Zusatzschicht. Auch er konnte das Aus in der ersten Runde der Playoffs gegen die San Jose Sharks nicht verhindern und blieb mit einer GAA von 2,70 und einer SP von 90,9 Prozent hinter den Erwartungen zurück. Fleury wird aber in der kommenden Saison erneut zeigen, dass er zurecht zu den Top 10 der derzeit besten NHL-Torhüter zählt.

 

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7. Carey Price (Montreal Canadiens) 

Carey Price ist der einzige der hier Auserwählten, der keine Playoffs gespielt hat, mit seiner Mannschaft also die Qualifikation verpasst hatte. Mit 66 Spielen absolvierte der 31-jährige Kanadier erneut ein Mammutprogramm und erreichte immerhin 35 Siege bei 24 Niederlagen in der regulären Spielzeit und sechs in der Zusatzschicht. Seine GAA lag bei 2,49 und die SP bei 91,8 Prozent und damit ziemlich genau im Durchschnittswert seiner gesamten Karriere (GAA 2,47/SP 91,8) in zwölf Jahren bei den Canadiens. Price bewies, dass er weiterhin in seinem Fach Spitzenklasse ist und wird in der kommenden Saison wohl bei normalem Verlauf vom achten Platz der ewigen Siegesliste der NHL-Torhüter auf den fünften oder sechsten Platz vorrücken. Mehr Beweise bedarf es kaum, dass er trotz fehlender Playoffs dabei sein muss.  

6. Andrei Vasilevskiy (Tampa Bay Lightning)

Es wäre eine bessere Platzierung für Andrei Vasilevskiy verdient gewesen, hätten die Tampa Bay Lightning als Presidents Trophy Gewinner in den Playoffs nicht komplett versagt. So stehen für den 24-jährigen Russen vier Niederlagen in vier Spielen mit einer GAA von 3,83 und einer SP von 89,5 Prozent zu Buche. Und diese schmälern natürlich deutlich, was er in der regulären Saison erreicht hatte. Dort fuhr er mit 39 Siegen in 53 Spielen bei lediglich zehn Niederlagen in der regulären Spielzeit und vier in der Zusatzschicht die meisten Erfolge aller Torhüter ein. Dementsprechend kann er auch Spitzenwerte bei der GAA von 2,4 und der SP von 92,5 Prozent vorweisen. Die Auftritte in den Playoffs waren ein Rückfall in alte Zeiten, denn Vasilevskiy wurde nach dem Vorstoß in das Conference Finale 2018 wieder seinem Ruf gerecht, in den Playoffs nicht unbedingt seine Bestleistungen abzurufen.

Video: PHI@TBL: Vasilevskiy fährt gegen Simmonds Schoner aus

5. Robin Lehner (New York Islanders, künftig Chicago Blackhawks)

Zusammen mit dem deutschen Torhüter Thomas Greiss kassierte Robin Lehner die wenigsten Gegentore aller NHL-Torhüter und beide verdienten sich so zusammen die William M. Jennings Trophy. Lehner fuhr in 46 Spielen eine beachtliche SP von 93,0 Prozent, und damit den zweitbesten Wert aller Torhüter mit mindestens 30 Saisonspielen, ein. Selbst seine GAA von 2,13 kann sich durchaus sehen lassen. Beide Werte bedeuteten Karriere-Bestleistungen für den 27-jährigen Schweden. In den Playoffs stehen für ihn zwar nur vier Siege und vier Niederlagen zu Buche, doch auch dort wusste er mit einer GAA von 2,00 und einer SP von 93,6 Prozent vollauf zu überzeugen. Die Chicago Blackhawks nutzten die Gunst der Stunde seines auslaufenden Vertrages und verpflichteten Lehner zur neuen Saison.  

4. Sergei Bobrovsky (Columbus Blue Jackets, künftig Florida Panthers)

Mit zehn Millionen US-Dollar jährlichen Verdienst wird Sergei Bobrovsky bei den Florida Panthers zukünftig der zweitbestbezahlte Torhüter der NHL nach Price, der in Montreal eine halbe Million mehr kassiert, sein. Der 30-jährige Russe gehört sicher zu den besten derzeitigen Torhütern und hatte mit 37 Siegen in 62 Spielen bei 24 Niederlagen in regulärer Spielzeit und eine in der Zusatzschicht angesichts seines in Columbus auslaufenden Vertrages eine gute Werbung für sich gemacht. In der KO-Runde führte er die Blue Jackets erstmals zu einem Sieg in einer Playoff-Serie und das ausgerechnet gegen die punktbesten und offensivstarken Lightning sensationell in vier Spielen. In der zweiten Runde kam das Aus gegen die Boston Bruins in sechs Spielen. Trotzdem wusste Bobrovsky mit einer GAA von 2,41 und einer SP von 92,5 Prozent zu überzeugen.

 

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3. Tuukka Rask (Boston Bruins)

Erst in den Playoffs zeigte Tuukka Rask seine ganze Klasse und schob sich damit auch in dieser Rangliste nach vorne. Nach 27 Siegen in 46 Spielen der regulären Saison und einer GAA von 2,48 sowie einer SP von 91,2 Prozent, führte der 32-jährige Finne die Bruins mit ausgezeichneten Leistungen in das Stanley Cup Finale. Erneut, wie beim Einzug im Jahr 2013, wuchs Rask über sich hinaus und verbuchte eine GAA von 2,02 und eine SP von 93,4 Prozent und damit die besten Werte aller Torhüter in den Playoffs für diesen Bereich. Nur reichte es am Ende, wie sechs Jahre zuvor, nicht für den ganzen großen Triumph, den er im Jahr 2011 als Backup von Tim Thomas schon erlebt hatte. Zwei Jahre hat Rask noch in Boston Vertrag und will sicher in dieser Zeit den Stanley Cup erneut gewinnen. Ein weiterer Anlauf folgt ab Oktober.  

2. Jordan Binnington (St. Louis Blues)

Eine absolute Cinderella-Story erlebte Jordan Binnington im Tor der St. Louis Blues. Er kam erst zu Jahresbeginn 2019 in die Mannschaft und hatte zuvor nur einen NHL-Kurzeinsatz in der Saison 2015/16 vorzuweisen, der mit drei Saves und einem Gegentor endete. Mit unglaublichen Paraden, die seine Werte verdeutlichten, führte er die Blues vom zuvor letzten Platz in der NHL am 2. Januar mit einer tollen Siegesserie in die Playoffs. In 32 Saisonspielen holte der 26-jährige Kanadier 24 Siege bei fünf Niederlagen in der regulären Spielzeit und eine in der Zusatzschicht. Seine GAA lag bei 1,89 und die SP bei 92,7 Prozent. An diese Zahlen konnte Binnington zwar in den Playoffs nicht anknüpfen und er hatte auch immer wieder schlechtere Auftritte, doch es war erstaunlich, wie er sich gerade nach Niederlagen im folgenden Spiel wieder steigerte, so dass am Ende die nötigen 16 Siege zum Stanley Cup Sieg standen. Binnington reihte sich damit als Rookie-Torhüter den Cup gewonnen zu haben, in so prominente Namen wie Ken Dryden, Patrick Roy, Cam Ward und Matt Murray ein.

1. Ben Bishop (Dallas Stars)

Die Nummer 1 mag vielleicht etwas überraschen, doch Ben Bishop war neben Binnington der einzige Torhüter in dieser Saison, der sowohl in der regulären Saison als auch in den Playoffs vollauf überzeugte. Während der Hauptrunde führte Bishop alle NHL-Torhüter mit über 40 Spielen mit einer überragenden GAA von 1,98 und einer noch besseren SP von 93,4 Prozent an. In den Playoffs kam das Aus in der zweiten Runde gegen den späteren Sieger St. Louis knapp in sieben Spielen, doch Bishop musste sich keinen Vorwurf machen, denn er hatte alles versucht. Auch hier verbuchte der 32-jährige US-Amerikaner eine herausragende SP von 93,3 Prozent und eine GAA von 2,22. Die Stars hatten in ihm den erhofften sicheren Rückhalt, der sie mit den vor kurzem getätigten Verstärkungen im offensiven Bereich zukünftig in den Playoffs noch weiter führen könnte.   

Video: DAL@STL, Sp2: Bishop tauscht ab und schnappt den Puck

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