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Ein perfekter Mix für die Zukunft der Flyers

NHL.com/de 31 in 31: Die Torhüter Brian Elliott und Carter Hart bilden ein starkes Tandem in Philadelphia

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Chefautor

Ab dem 1. August nimmt NHL.com/de mit seiner 31 in 31 Serie jedes Team genauer unter die Lupe. Von den wichtigsten Geschehnissen und Spielern bis hin zu Stärken und Schwächen, bieten wir eine umfassende Bestandsaufnahme der Klubs in der Liga.

In dieser Ausgabe geht es um die Philadelphia Flyers.

Die beiden Torhüter Brian Elliott und Carter Hart stehen exemplarisch für den guten Mix erfahrener NHL-Recken und aufstrebender Nachwuchsspieler im Kader der Philadelphia Flyers. Als Elliott mit den Ottawa Senators zu Gast bei den Atlanta Thrashers am 10. Oktober 2007 sein Debüt in der NHL gab, war sein jetziger Mannschaftskollege, der ihm den Stammplatz im Kasten der Flyers streitig machen wird, gerade einmal neun Jahre alt.

Video: PHI@PIT: Hart streckt sich und stoppt Hornqvist

Bilanz 2018/19: 37-37-8, 11. Platz in Eastern Conference
Playoffs 2019: Nicht qualifiziert
Trainer: Alain Vigneault, 1. Saison
Zugänge: Andy Andreoff, J-F Berube, Chris Bigras, Justin Braun, Kyle Criscuolo, Kurtis Gabriel, Kevin Hayes, Matt Niskanen, Nate Prosser, Andy Welinski, Tyler Wotherspoon
Abgänge: Justin Bailey, Cole Bardreau, Greg Carey, Byron Froese, Tyrell Goulbourne, Radko Gudas, Corban Knight, Jori Lehtera, Roman Lyubimov, Mike McKenna, Michal Neuvirth, Mike Vecchione, Jacob Graves, Cam Talbot, Phil Varone

Ottawa, Colorado Avalanche, St. Louis Blues, Calgary Flames und seit 2017/18 Philadelphia sind die Stationen des 34-Jährigen, bei denen er sich den Ruf erarbeitet hat, ein zuverlässiger Schlussmann zu sein, trotz aller Höhen und Tiefen, die ihm in seiner Karriere widerfuhren.

In der vergangenen Saison war Elliott einer von acht(!) Torhütern, die sich im Kasten der Flyers versuchen durften. Er, Alex Lyon und Hart sind die einzigen unter ihnen, die noch der Organisation angehörig sind. Als Elliott am 26. Juni einen Einjahresvertrag über zwei Millionen US-Dollar unterschrieb, wusste er bereits, dass sich sein Einsatzbereich um eine höchst reizvolle Aufgabe erweitert. Er wird die Rolle des Mentors für das 21-jährige Torwart-Wunderkind Hart einnehmen, und er wird ihm ein erstklassiger Rückhalt sein.

Video: PHI@PIT, Sp2: Elliott rettet gegen Crosby

Chuck Fletcher begründete die Entscheidung für Elliott mit dessen herausragender Arbeitseinstellung. "Brian hat in den letzten beiden Spielzeiten gut für uns gespielt", ließ Fletcher auf der Team-Website verlauten. "Er ist ein bewährter, qualitativ hochwertiger Torwart, der jedes Mal, wenn er im Netz steht, alles gibt und gegen den es schwer ist zu spielen. Wir freuen uns, dass wir ihn wieder für unser Team gewinnen konnten."

Die Weiterverpflichtung des Kanadiers war auch eine Wette auf die Zukunft, die in den Händen von Hart liegt. Am 18. Dezember 2018 debütierte er im Tor der Flyers, überzeugte beim 3:2-Heimerfolg gegen die Detroit Red Wings und eroberte sich aufgrund der verletzungsbedingten Abwesenheit von Elliott dessen Stammplatz. In seiner ersten vollen NHL-Saison wird Hart vermutlich häufiger ein kräftiger Wind entgegenblasen, doch in dem charakterstarken Elliott steht ihm jemand zur Seite, der ihn nicht als Rivalen betrachtet, sondern der ihm helfen wird, über Widrigkeiten hinwegzukommen.

Auch Fletcher hält große Stücke auf Hart und will ihm die Zeit gewähren, die nötig ist, um sich weiterzuentwickeln: "Es sieht ganz sicher danach aus, als würde er langfristig ein sehr guter Torwart sein. Die Zeit wird es zeigen. Es ist eine harte Liga für 20- und 21-jährige Jungen. Er wird sein Talent zeigen und er wird für lange Zeit unser Mann sein. Aber ich will auch nicht den ganzen Druck der Welt auf ihn ausüben, dass er als unser Mann aus dem Trainingslager kommen muss."

 

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Von Hart wird auch nicht erwartet, dass er auf Anhieb mehr als 60 Partien in der anstehenden Saison bestreitet. Ohnehin sind angesichts des vollgepackten und anstrengenden Spielplans die Zeiten einer reinen Nummer 1 längst vorbei. In der vergangenen Saison gab es nur sechs Mannschaften, bei denen ein Torhüter häufiger als 60 Mal eingesetzt wurde.

"Wie oft ein Torwart spielt, hängt auch von der Form, der Gesundheit ab und davon, wie oft man an aufeinanderfolgenden Tagen antreten muss", weiß Fletcher. Er geht davon aus, dass sich seine Torhüter die Aufgaben während der Saison teilen werden.

Im Idealfall wird es Hart gelingen, sich als Nummer 1 bei den Flyers zu etablieren und im Notfall würde Elliott mit all seiner Erfahrung eingreifen. Wohl jenem Team, das aus einer solch guten Mischung aus Jung und Alt (aber keineswegs weniger gut) auf der Torhüterposition zurückgreifen kann.

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