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Die Red Wings müssen sich auf das Positive konzentrieren

Das Team aus Detroit ist seit sechs Spielen sieglos, und doch gibt es positive Ansätze, auf die es aufzubauen gilt

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Freier Autor

Cholowski sorgt für den Sieg

DET@ANA: Cholowski trifft in der Verlängerung

Dennis Cholowski trifft gegen Torhüter Ryan Miller gekonnt zum 4:3 für die Red Wings in der Verlängerung

  • 01:04 •

Es ist und bleibt eine schwierige Saison für die Detroit Red Wings (7-16-3). Am Sonntag setzte es vor den eigenen Fans in der Little Caesars Arena eine 0:2-Niederlage gegen die Carolina Hurricanes (15-8-1). Es war das sechste Spiel in Folge, in dem der Mannschaft aus Michigan kein doppelter Punktgewinn gelang (0-4-2).

Dieses Mal waren es Sebastian Aho und Teuvo Teravainen, die mit ihren beiden Treffern den Gastgebern sportlich den sprichwörtlichen Zahn gezogen haben. Zudem überzeugte Hurricanes-Torhüter James Reimer mit 19 Paraden und durfte sich am Ende über seinen 22. Shutout in der NHL freuen.

Den Hausherren gelangen in den 60 Spielminuten nur 19 Schüsse auf das Tor des Gegners und damit so wenige wie nie zuvor in der Spielzeit 2019/20. Top-Scorer Anthony Mantha (12-11-23), der sich beim Spiel am Vortag gegen die New Jersey Devils (1:5) verletzt hatte und deshalb für unbestimmte Zeit ausfällt, wurde schmerzlich vermisst.

Auf den ersten Blick gab der Abend für die Red Wings wahrlich nicht viele positive Ansätze her. Dennoch gilt es für Detroit die wenigen, ihnen Hoffnung spendenden Aspekte dieser abermaligen Niederlage herauszuarbeiten, sich an diesen bestmöglich moralisch hochzuziehen und den Glauben an das eigene Können nicht zu verlieren.

Detroits Torhüter Jimmy Howard gelangen beispielsweise 34 Rettungstaten, zudem konnte die Anzahl der Gegentreffer erstmals seit dem 10. November, als das Team die Vegas Golden Knights mit 3:2 zu bezwingen vermochte, wieder auf zwei begrenzt werden.

"Wir sind heute einfach nicht aus unserer Hälfte rausgekommen", bilanzierte Trainer Jeff Blashill nach der Begegnung gegen die Hurricanes recht nüchtern. "Wenn du so kurz nach einem enttäuschenden Spiel am Tag zuvor vom nächsten Gegner schon wieder so intensiv in die Abwehr zurückgedrängt wirst, dann ist das auch körperlich hart. Es ist immer anstrengender defensiv zu agieren als offensiv."

Bis zur Spielmitte gelang den Red Wings die Abwehrarbeit gut, so konnte mit viel Mühe und etwas Glück zumindest das torlose Unentschieden gehalten werden. Dann brachte Aho Carolina in der 31. Spielminute mit 1:0 in Führung. Danach mussten die Hausherren zwangsläufig etwas mehr in Richtung Angriff riskieren, doch gelang es ihnen nicht die Gäste wirklich in Bedrängnis zu bringen. Weitere Treffer blieben Mangelware. Das Spiel bot den Zuschauern nicht wirklich viele Torszenen.

 

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Obwohl der Schweizer Nino Niederreiter den Red Wings kurz vor Spielende noch einmal die große Möglichkeit zum Ausgleich verschaffen konnte, indem er eine Strafzeit gegen die Hurricanes verursachte, traf Teravainen gut eine Minute vor dem Ertönen der Schlusssirene in Unterzahl zum Endstand von 2:0 für Carolina.

Detroit gelang es nach Herausnahme ihres Torhüters und einer 6-gegen-4-Überzahl in dieser Phase nicht einen einzigen Torschuss auf den Kasten der Hurricanes abzufeuern. Alleine im Schlussdrittel betrug das Verhältnis der Torschüsse 13:3 zu Gunsten der Hurricanes. Betrachtet man die letzten 40 Minuten des Spiels waren es 24:8.

"Wir haben ihre Abwehr und ihren Torhüter einfach nicht ausreichend unter Druck gesetzt", zog Stürmer Dylan Larkin ein bitteres Fazit. "Sie verfügen über körperlich große Abwehrspieler in ihren Reihen, die es einem schwer machen, sich vor dem Tor in die richtige Positionen zu bringen. Doch wir hätten schon in der Lage sein müssen, mit fünf Angreifern mehr zu erreichen und uns Chancen herauszuarbeiten."

Einen Grund für die Probleme im Angriff sah Larkin auch im Fehlen vom besten Offensivspieler des Teams: "Uns fehlte in der Offensive das gewisse Etwas. Anthony war über die gesamte Saison diesbezüglich unser bester Mann. Ihn haben wir heute sehr vermisst, daran besteht gar kein Zweifel. Da wir jedoch noch nicht wissen, wie lange er ausfallen wird, sollten wir uns darum nicht allzu viele Sorgen machen."

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Coach Blashill richtete den Blick, trotz des erneut ernüchternden Spielergebnisses, rasch in Richtung der kommenden, schweren Aufgaben. "Solche Abende mag niemand. Wenn man immer nur verteidigt, dann ist das langweilig. Wir müssen weiter hart an uns arbeiten und einen simplen Spielplan verfolgen. Wir brauchen mehr körperliche Härte, müssen uns wieder besser aus der Umklammerung des Gegners befreien, neue Wege finden, um mehr Zeit im Angriffsdrittel zu bekommen."

In der Theorie ist das naturgemäß immer leichter gesagt als in der Realität getan. Die nächste Gelegenheit dies auf dem Eis zu beweisen und zugleich, die gegen die Hurricanes gezeigte wiedergewonnene defensive Stabilität nicht komplett zu verlieren, bekommen die Red Wings am Mittwoch, wenn die Toronto Maple Leafs zum Traditionsduell Detroit einen Besuch abstatten werden (Do. 1 Uhr MEZ; NHL.tv).

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