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Bruins-Blue Jackets

Bruins Routiniers waren zur Stelle

Boston zog gegen die Blue Jackets in das Conference-Finale ein, da ihre erfahrenen Spieler lieferten

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Chefautor

"Wir haben hart gespielt. Wir hatten einen soliden Auftritt. Wir haben den Sack zugemacht", kurz und bündig fasste Tuukka Rask, seines Zeichens Schlussmann der Boston Bruins das eben Geschehene zusammen. Die Bruins hatten mit 3:0-Toren die Columbus Blue Jackets in Spiel 6 der Zweitrundenserie in der Eastern Conference bezwungen und zogen mit 4:2-Siegen in das Eastern Conference-Finale ein, in dem sie auf die Carolina Hurricanes treffen werden.

Rask brachte sein Wissen aus 77 Playoffpartien in die Nationwide Arena von Columbus mit, bewies Nervenstärke und kam mit 39 Paraden zu seinem 43. Sieg und zum sechsten Playoff-Shutout seiner NHL-Karriere.

"Er war erneut überragend. Man braucht seinen Torwart, um liefern zu können, und ich denke, es war ganz offensichtlich, dass er zur Stelle war. Er verdient sicherlich jede Anerkennung, die ihm zuteilwerden kann. Ich bin stolz auf ihn", äußerte sich Bostons Trainer Bruce Cassidy hochzufrieden über die Vorstellung von Rask.

 

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Der 32-jährige Finne war nicht der einzige Spieler im Kader der Bruins, der durch seine Routine das Spiel gegen aufopferungsvoll kämpfende Blue Jackets bestimmte. Es waren die erfahrenen Recken in Bostons Kader, die sich ihrer Verantwortung bewusst waren und in den entscheidenden Momenten das Spiel zu Gunsten ihrer Farben entschieden.

Die Bruins überstanden beim Stande von 0:0 zur Mitte des zweiten Durchgangs Dank ihres Torwarts mehrere brenzlige Situationen als sie mit einem Mann weniger auf dem Eis waren. Kaum war das numerische Gleichgewicht wieder hergestellt, sorgte David Krejci mit dem Rebound nach einem Lattentreffer von Jake DeBrusk für die 1:0-Führung.

Video: BOS@CBJ, Sp6: Krejci hämmert Puck an Bobrovsky vorbei

Der 33-jährige Center, der seit zwölf Jahren seine Schlittschuhe für die Bruins schnürt, zum 120. Mal für sie in einer Playoffpartie auf dem Eis stand, sieht sich keineswegs als Matchwinner, sondern weiß, dass einem nur eine geschlossene Mannschaftsleistung weiterbringt.  

"Ich interessiere mich nicht für mich selbst. Ich möchte da rausgehen und dem Team helfen, egal wie. Es geht darum, der Mannschaft zu dienen, damit sie gewinnt. Das ist so ziemlich das, was jeder einzelne von uns möchte. Wir brauchen hier keine Helden, wir wollen nur gewinnen", stellte der Torschütze und Vorbereiter des dritten Treffers an diesem Abend die persönliche Leistung in den Schatten.

Zu Bostons Ü70-Postseason-Fraktion zählen ebenso Marcus Johansson (82 Playoff-Partien), 28, und David Backes (73 Playoff-Partien), 35, die zur Mitte des Schlussabschnitts binnen 101 Sekunden für das 2:0 und 3:0 sorgten. Backes hatte in den diesjährigen Playoffs sechs Auftritte seiner Bruins von der Tribüne aus zusehen müssen, da er gescratched gewesen war, doch in den letzten drei Partien gegen Columbus, in denen er jeweils punktete (1 Tor, 2 Assists) stellte er jeweils unter Beweis, dass er keineswegs schon zum alten Eisen gehört, sondern der Mannschaft enorm wichtige Dienste leisten kann.

Video: BOS@CBJ, Sp6: Backes fälscht Krugs Pass ins Tor ab

"Wir haben uns das ganze Jahr über füreinander eingesetzt. Ich versuche die Saves zu machen. Die Jungs vor mir versuchen, die Schüsse zu blocken, richtig in der Defensive zu stehen und in der Offensive das Spiel aufzuziehen. Jeder spielt jür jeden", erklärte Rask das Erfolgsrezept, von dem Backes ein entscheidender Bestandteil ist.

Es sind die Veteranen, die den jungen Spielern der Bruins vermitteln, dass noch eine Menge Arbeit auf sie wartet.

"Wir sind erst auf dem halbem Weg zu unserem Ziel. Klar dürfen wir die Hochs entlang des Weges genießen. Wir gehören jetzt zu den letzten vier Teams. Wir mussten hierfür einige Spiele gegen wirklich gute Teams gewinnen. Toronto war ein anderer Brocken als Columbus. Beide waren Herausforderungen und wir konnten sie meistern", freute sich Backes.

Trotz aller Euphorie über das Erreichte, fand Krejici auch mahnende Worte: "Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns. Mit diesem konnten wir den Deckel auf die Serie zumachen, doch wir sind noch ganz weit weg von unserem eigentlichen Ziel."

Um dieses zu erreichen, gilt es für die Bruins zunächst die Hürde Carolina zu überspringen.

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