Skip to main content

Baertschi liefert starken Beitrag für die Canucks

Der Schweizer sammelte am Dienstag drei Punkte und trägt zu einer überzeugenden Offensive der Vancouver Canucks bei

von Alexander Gammel @nhlde / NHL.com/de Autor

Die Vancouver Canucks suchen seit Jahren nach einem Weg zu alter Größe. Von 2004 bis 2013 belegten sie in neun Saisons sieben Mal den ersten Platz ihrer Pacific Division und standen 2011 sogar im Finale der Stanley Cup Playoffs, das sie am Ende in sieben Spielen gegen die Boston Bruins verloren.

In den letzten fünf Saisons mussten sie das Gegenteil durchleben. Sie befanden sich in vier dieser Spielzeiten auf den hinteren Plätzen der Western Conference und erreichten nur einmal die Playoffs. Hinzu kommt, dass am Ende der vergangenen Saison die Zwillinge Daniel Sedin und Henrik Sedin ihre Karriere beendeten. Die beiden schwedischen Stürmer waren beinahe zwei Jahrzehnte lang die zentralen Figuren in der Offensive der Canucks und die absoluten Fanlieblinge. Daher war überaus fraglich, wie das Team in die Saison starten würde.

 

[Die neuesten Nachrichten aus der NHL auf Twitter bekommst Du bei @NHLde]

 

Doch ausgerechnet die Offensive, die noch vergangene Saison ein großes Sorgenkind der Mannschaft und von den beiden Schweden abhängig war, zeigt sich von einer neuen, überraschend positiven Seite. Im ersten Spiel holte Vancouver mit einem Sieg gegen die Calgary Flames zwei Punkte, danach folgten zwei Niederlagen gegen die Flames und die Carolina Hurricanes.

"Unsere Spielweise hat mir gefallen, wir sind hinter ihre Abwehr gekommen", lobte Trainer Travis Green sein Team. "Das wir mit diesem Spielstand (3:1 für Carolina) aus dem ersten Drittel gingen war Pech."

Video: VAN@CAR: Baertschi glücklich zum zweiten Tor

Die Punktausbeute lässt noch zu wünschen übrig, die Offensive ist jedoch überaus produktiv. In der Saison 2017/18 erzielten die Canucks 218 Tore, nur fünf Teams trafen seltener. In der aktuellen Saison deuten die Kanadier einen anderen Verlauf der Saison an. Daran hat auch ein Schweizer seinen Anteil.

Sven Baertschi traf am Dienstag bei der 5:3-Auswärtsniederlage gegen die Hurricanes selbst zwei Mal und bereitete das zweite Tor der Canucks vor. In den drei vorherigen Jahren kam Baertschi in 190 Einsätzen für die Canucks auf 47 Tore und 45 Assists. In diesem Zeitraum war er der drittbeste Torschütze des Teams, der fünftbeste Vorbereiter und mit 92 Punkten der viertbeste Scorer. Dabei spielte er nie mehr als 69 Partien in einer Saison.

"Mir hat gefallen, dass Baertschi heute zwei Mal getroffen hat", hob Green dessen Rolle hervor. "Er hat heute mehr Kampfgeist gezeigt, das war sehr gut. Darüber haben wir mit dem Team gesprochen. Wir wollten heute 60 Minuten lang eine kämpferische Gruppe haben, da haben wir denke ich einen Schritt in die richtige Richtung gemacht."

Baertschi ist aber bei weitem nicht der einzige Stürmer der Canucks, der überzeugt. Mit zwölf Toren liegen sie auf Rang sechs der Liga, haben die Statistik im Vergleich zur vorherigen Saison also auf den Kopf gestellt.

"Es ist egal wer trifft, ob ein junger Spieler oder ein älterer, so lange die Tore fallen und wir Spiele gewinnen", betonte Elias Pettesson nach dem ersten Spiel gegen die Flames. Der 19-jährige Schwede hat leicht reden, er führt die Scorerliste der Canucks mit drei Toren und drei Vorlagen an und erzielte in jedem Spiel mindestens einen Punkt. Ein äußerst erfolgreicher Auftakt für den Rookie, den die Canucks im NHL Draft 2017 in der ersten Runde an fünfter Stelle auswählten.

Video: VAN@CAR: Baertschi verlädt McElhinney im Konter

Spiele gewinnen, das ist das richtige Stichwort. Mit einem Sieg aus drei Spielen steuern die Canucks in eine ähnliche Richtung, wie in der vergangenen Saison. 14 Gegentore in drei Spielen sprechen nicht für die Abwehr der Mannschaft und 88,3 Prozent Fangquote erfüllen auch nicht den Anspruch, den Torwart Jacob Markstrom an sich selbst stellt.

"Es ist frustrierend mit einer Niederlage hier zu stehen", so Markstrom nach der 7:4-Niederlage in Spiel zwei. "Wir haben einige Strafen genommen und sie haben einfach weiter Druck gemacht. Wir müssen als Team dazulernen, besonders mit einem Tor Führung, das ist auswärts nicht leicht. Solche Chancen darf man nicht abgeben."

Doch trotz der Ergebnisse und aller Selbstkritik, gibt es mit der wiedererstarkten Offensive und dem Erfolg der jüngeren Spieler durchaus positives am Saisonstart der Canucks. Halten sie die Offensive auf diesem Niveau, ist eines der größten Probleme der vergangenen Saison überwunden und sie können den nächsten Schritt auf dem Weg nach oben in Angriff nehmen.

Mehr anzeigen

Die NHL verwendet Cookies, Web Beacons und andere ähnliche Technologien. Durch die Nutzung der NHL Websites oder anderer Online-Dienste stimmen Sie den in unseren Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen beschriebenen Praktiken einschließlich unserer Cookie-Richtlinien zu.