Skip to main content

Teams besinnen sich auf Altbekanntes

Rieder, Vanek und einige andere auf den Spuren ihrer Vergangenheit

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Das Sprichwort "neue Besen kehren gut" wurde in der bisherigen Free Agent Phase durch viele General Manager mit "aber die alten Besen wissen wie man in die Ecken kommt" ergänzt. Einige der mit neuen Verträgen ausgestatteten Spieler kehren zu den Wurzeln zurück und laufen nächste Spielzeit wieder für ihr Draft-Team auf. Andere Rückkehrer waren für Gastspiele bei anderen Klubs und wollen an alter Wirkungsstätte neu angreifen.

NHL.com/de blickt auf einige der Rückkehrer.

James van Riemsdyk, Philadelphia Flyers

2007 wurde James van Riemsdyk an zweiter Position im Draft durch die Philadelphia Flyers gezogen und lief in 203 regulären Saisonspielen für die Flyers auf. Am 24. Juni 2012 wurde van Riemsdyk in einem Trade von Philadelphia zu den Toronto Maple Leafs geschickt. In den folgenden sechs Spielzeiten trug van Riemsdyk in 413 Saisonspielen das Trikot der Maple Leafs. Die Entscheidung für Ron Hextall, dem GM der Flyers, van Riemsdyk zurückzuholen, gestaltete sich einfacher, da er in der Organisation bereits bekannt ist. Der in Philly zum NHL-Spieler gereifte linke Flügelspieler freut sich auf die Rückkehr: "Genau hingeschaut ist das Team, das sie haben gut. Sie haben die richtigen Puzzlestücke und weitere gute Teile kommen hinzu, so dass das Franchise sehr spannend ist. Es ist eine gute Chance dort hinzugehen und ich denke ich habe dort die Möglichkeit zu gewinnen. Natürlich ist es auch super aus der Gegend zu kommen, so kann ich viel Zeit mit meiner Familie verbringen und es ist komfortabel, dass ich die Organisation schon kenne."

 

[Ähnliches: Analyse: Der erste Tag der Free Agency Periode]

 

Tobias Rieder, Edmonton Oilers

Nachdem Tobias Rieder von den Los Angeles Kings kein qualifiziertes Angebot bekam, konnte sich der deutsche Flügelstürmer frei nach einem neuen Klub umschauen. Der neue Arbeitgeber ist zwar das Team, das ihn 2011 in der vierten Runde an 114. Position gedraftet hatte, doch das Trikot eben dieser Edmonton Oilers trug Rieder in der NHL noch nie. Edmonton tradete den deutschen Angreifer 2013 nach Arizona, wo er zum NHL-Spieler avancierte und es mittlerweile auf 312 Partien brachte. Durch einen Trade wechselte Rieder vergangene Saison zu den Kings, mit denen kein neuer Kontrakt zu Stande kam. Somit freut sich Oilers Manager, Peter Chiarelli: "Er ist ein schneller Spieler und ein guter Penaltykiller. Wir waren auf der Suche nach Geschwindigkeit im Lineup und waren seit einiger Zeit mit ihm in Kontakt und es hat Sinn ergeben ihn zu verpflichten." In Edmonton trifft Rieder auf seinen Nationalmannschaftskollegen Leon Draisaitl.

Video: MIN@LAK: Brickley macht 1. Assist bei Rieders Tor

Tomas Plekanec, Montreal Canadiens

Wie auch Rieder und van Riemsdyk kehrt Tomas Plekanec zu seinen Wurzeln zurück. Der 35-jährige tschechische Center wurde 2001 in der dritten Runde von den Montreal Canadiens gezogen. Bis zu seinem Trade zu den Toronto Maple Leafs lief Plekanec in 981 Matches für die Habs auf. Zusätzlich vertrat er Montreal in 87 Stanley Cup Playoff-Partien. Für Plekanec geht mit der Vertragsunterzeichnung ein Herzenswunsch in Erfüllung, wollte er doch unbedingt zu den Canadiens zurückkehren. Seine Erwartungen für die nächste Spielzeit machte er bereits deutlich: "Es sind viele junge Spieler und viel Talent im Team. Nach dem vergangenen Jahr werden alle viel besser sein. Die Erfahrung, die sie letzte Saison sammeln konnten ist wertvoll und ich glaube, dass sich die Dinge schnell drehen können und wir wieder in die Playoffs einziehen."

Marc Bergevin bringt mit Plekanec einen wohlbekannten Spieler zurück und weiß, um die Qualitäten des Angreifers: Plekanec wollte in Montreal spielen und seine Einstellung zu diesem Sport werden den Habs gut zu Gesicht stehen, auch in der Kabine.

Thomas Vanek, Detroit Red Wings:

Für Thomas Vanek geht es nach einem Jahr bei den Vancouver Canucks und den Columbus Blue Jackets wieder zurück zu den Detroit Red Wings. Im Gegensatz zu den drei vorgenannten Akteuren wurde Vanek nicht von Detroit beim Draft ausgewählt, sondern wechselte 2016 in die Autostadt. Nach der Spielzeit 2016/17 wollten die Red Wings Vanek wieder verpflichten, hatten aber nicht den notwendigen Platz im NHL Salary Cap und so trennten sich die Wege. "Ich habe die Kultur in der Organisation geliebt und die Jungs waren großartig. Ich hatte einige Optionen, aber ich liebe es in Detroit" sagte Vanek.

Video: CBJ@WSH, Sp1: Vanek nutzt PP-Chance zum Ausgleich

Für die Red Wings ist Vanek eine Ergänzung in der Teamstruktur. Ein weiterer Routinier, der die jungen Talente führen soll und somit eine gute Mischung erzeugen wird. Red Wings Manager Ken Holland ist überzeugt: "Wir glauben, dass wir Veteranen, um unser Talente brauchen und geben ihnen so eine Chance. Wir holen Thomas zurück, weil er in der Kabine sehr beliebt ist, Tore schießt aber auch als Spielmacher agieren kann.

Bereits zweimal stellte Vanek die angesprochenen Torjäger-Qualitäten unter Beweis, indem er 40 oder mehr Treffer in einer Saison erzielte. Der Österreicher lief in seinen 13 Saison bereits 965-mal in die Arenen der NHL ein und trug acht unterschiedliche Jerseys. In Detroit wird kein neues hinzukommen.

Matt Cullen, Pittsburgh Penguins

Mit 41 Jahren dürfte die Rückkehr zu den Pittsburgh Penguins für Matt Cullen die Letzte sein. Nach zwei Jahren in Pittsburgh unterschrieb Cullen vor der vergangenen Saison bei den Minnesota Wild und konnte dort in 79 Saisonspielen elf Tore und elf Assists verbuchen. Cullen ist aufgeregt, wieder zurück nach Pittsburgh zu kommen: "Es ist eine coole Möglichkeit in meinem Alter hierher zu gehen und einen weiteren Run mit diesem Team versuchen zu dürfen." Der linke Flügestürmer, der auch auf der Center-Position spielen kann, wird den Pens weitere Optionen geben.

 

[Die neuesten Nachrichten aus der NHL auf Twitter bekommst Du bei @NHLde]

 

David Perron, St. Louis Blues

Für David Perron ist es die zweite Rückkehr zu seinem Draft-Team, den St. Louis Blues. 2007 wurde Perron von den Blue Notes an 26. Position gezogen und lief fortan bis 2013 für die Blues auf. Nach drei Jahren in Edmonton, Pittsburgh und bei den Anaheim Ducks zog es den kanadischen Flügelstürmer 2016 wieder zu den Blues. Der Expansion Draft trennte die Blues und Perron erneut und der Kanadier konnte bei den Vegas Golden Knights mit 66 Punkten (16 Tore, 50 Assists) seine beste Saison spielen. Der Top-Vorlagengeber musste mit seinen Golden Knights zwar im Stanley Cup Finale die Segel streichen, dennoch wird er mit breiter Brust nach St. Louis zurückkehren und die Blue Notes werden wissen, was für einen Typen von Spieler sie unter Vertrag genommen haben.

Video: WSH@VGK, Sp5: Perron erkämpft sich Ausgleich

Mehr anzeigen

Die NHL verwendet Cookies, Web Beacons und andere ähnliche Technologien. Durch die Nutzung der NHL Websites oder anderer Online-Dienste stimmen Sie den in unseren Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen beschriebenen Praktiken einschließlich unserer Cookie-Richtlinien zu.