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Avalanche machen Pekka Rinne zum Menschen

Colorado gab in Spiel 3 Nashville verdient das Nachsehen und nimmt die Herausforderung an

von Stefan Herget @NHLde / NHL.com/de Chefautor

Egal, wie die Serie der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs in der Western Conference zwischen den Colorado Avalanche und den Nashville Predators auch ausgehen wird, schon jetzt ist eines klar: Der Außenseiter aus Denver fordert dem großen Favoriten Nashville bereits alles ab und hat alle Lügen gestraft, die ihnen kaum eine Chance eingeräumt haben.

Erneut stellt der Auftritt der Avalanche unter Beweis, wie kämpfende und alles gebende Mannschaften im Sport weitgehend besser besetzte Gegner unter Druck setzen und auch Niederlagen zufügen können.

Schon in den ersten beiden Spielen ärgerte Colorado die Predators, zog dort aber aufgrund einiger gemachter Fehler und letztendlich auch dominierter Stärke der Kontrahenten den Kürzeren. Am Montag wendeten sie das Blatt und gewann das erste Heimspiel im Pepsi Center weitgehend ungefährdet am Ende mit 5:3 und verkürzten den Rückstand in der Serie auf 1:2.

 

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"Das ist ein großartiges Eishockey-Team, das uns gegenübersteht", lobte Predators Stürmer Ryan Johansen den Gegner. "Es ist egal, gegen wen du in unserer Liga spielst, das ist das Schöne daran. Wenn du nicht dein Bestes gibst, dann verlierst du. Also, müssen wir sicher gehen, dass wir für Spiel 4 bereit sind und jeder Mann in diesem Raum sein Bestes gibt. Wenn wir das tun, dann werden wir erfolgreich sein."

Es wird nun spannend sein mit anzusehen, ob die Avalanche in Spiel 4 am Mittwoch (10 p.m. ET; NBCSN, SN, TVAS, ALT, FS-TN) erneut in Denver an diese Leistung anknüpfen und die Serie sogar ausgleichen können oder ob Nashville dagegenhalten und das Schreckensgespenst so kleiner werden lassen kann.

Es ist eigentlich unfair sich auf zwei Aspekte zu fokussieren und so andere Faktoren, wie die gute Arbeit der vierten Reihe oder der Defensive von Colorado, die weiterhin ohne Erik Johnson und Samuel Girard als zwei ihrer besten Akteure auskommen musste und weitgehend mit nur fünf Verteidigern agierte, zu unterschlagen, aber der Kompaktheit geschuldet, ist das nötig.

 

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Nashvilles Torhüter Pekka Rinne war ein bedeutendes Plus im vergangenen Jahr, dass die Predators vom zweiten Wildcard-Platz bis ins Stanley Cup Finale einzogen und obwohl das Team dazu gelernt hat und stärker geworden ist, sind von ihm überragende Leistungen erneut existenziell.

Was mit 25 Saves bei 27 Torschüssen (92,59 %) in Spiel 1 noch verheißungsvoll begann, setzte sich mit 26 Saves bei 30 Torschüssen (86,67 %) in Spiel 2 schon etwas schlechter fort und mündete in vier Gegentore bei 15 Torschüssen (73,33% %) in Spiel 3, ehe er durch Ersatzmann Juuse Saros ersetzt wurde.

"Wir waren vor ihm nicht gut", nahm Predators-Trainer Peter Laviolette Rinne in Schutz. "Ich glaube nicht, dass er von uns die Unterstützung bekommen hat, die er nötig gehabt hätte. Wir haben ihm nach dem ersten Drittel im Tor gelassen, um zu sehen, ob er besser wird. Wir haben dann Juuse reingenommen, um den Schwung des Spiels zu ändern." Saros hielt sich bei weiteren 18 Torschüssen schadlos, doch es ist nicht davon auszugehen, dass Laviolette ihn am Mittwoch anstatt von Rinne bringen wird.

Einer der insbesondere dafür verantwortlich war, dass Rinne vom Übermenschen zum Menschen wurde, war Avs-Stürmer Nathan MacKinnon, der an seine phantastischen 97 Punkte (39 Tore, 58 Assists) aus der regulären Saison anschließt und sein Playoff-Konto durch zwei Tore zum 3:0 und 4:0 auf fünf Punkte (drei Tore, zwei Assists) in drei Spielen ausbaute.

Interessant, dass MacKinnon 67 (27 Tore, 40 Assists) seiner 97 Punkte, also fast 70 Prozent, zu Hause im Pepsi Center verbuchen konnte und so wesentlichen Anteil daran hatte, dass Colorado in diesen Spielen eine Bilanz von 28-11-2 vorweisen konnte und damit den Grundstein zum Playoff-Einzug legte. Nun war der 22-jährige Kanadier maßgeblich daran beteiligt, dass die Avalanche erstmals seit dem 28. März 2016, also zwölf Spiele in Serie, wieder gegen Nashville gewinnen konnten.

Video: NSH@COL, Sp3: MacKinnon bricht alleine durch

"Ich denke er wird von der Stimmung in diesem Gebäude angespornt", beschrieb Avalanche Trainer Jared Bednar die Stärke MacKinnons. "Er ist zu Hause so explosiv. Er ist jedes Mal, wenn er den Puck berührt, gefährlich. Er ist fokussiert und für 40 Minuten dieses Spiels, war er für mich, dominierend."

Ins gleiche Horn bläst auch Teamkollege Blake Comeau, der mit seinem Tor in der 2. Minute, wie in den beiden Partien zuvor, für einen Blitzstart von Colorado sorgte: "Er ist schon die gesamte Saison unser Fels und hat uns die ganze Zeit über getragen. Er hat heute wieder überragend gespielt."

Die Avalanche haben Selbstvertrauen daheim und auch schon in Nashville eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie keine schnelle Durchgangsstation für Nashville sein wollen. "Ich denke wir haben in den ersten beiden Spielen bewiesen, dass wir mithalten können und sie teilweise bestimmt", verdeutlichte MacKinnon. "Wir haben uns bewiesen, dass wir gewinnen können und hoffentlich kommen die Dinge jetzt irgendwie ins Rollen."

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