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Die Avalanche beweisen in Winnipeg Tiefe im Kader

Colorado beendet seine Talfahrt durch einen Erfolg bei den Jets. Unerwartete Torschützen machen den Unterschied aus

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Die Erleichterung im Lager der Colorado Avalanche war am Donnerstagabend groß, als das Team aus Denver, durch einen 4:1-Erfolg bei den Winnipeg Jets, seine Negativserie von acht Niederlagen in Folge endlich beenden konnte. 

Neben den eingefahrenen zwei Punkten, freuten sich die Beteiligten der Avalanche explizit über die Tatsache, dass drei der vier Tore des Abends von Spielern erzielt wurden, die in den vergangenen Wochen nicht unbedingt zu den treffsichersten im Kader gezählt hatten. 

Dominic Toninato gelang sein allererster Treffer in der NHL, und auch der Schweizer Sven Andrighetto war nach längerer Zeit wieder unter den Torschützen. Er durfte in Winnipeg seinen vierten Saisontreffer bejubeln. 

Das war Balsam auf jene Wunden, die die jüngste Kritik in Denver verursacht hatte. Dem Team wurde die Tiefe im Kader, hinter den Top-Torschützen Nathan MacKinnon (29 Saisontore), Gabriel Landeskog (30 Tore) und Mikko Rantanen (24 Tore), abgesprochen. 

Video: COL@WPG: Landeskog mit der Rückhand oben rein

Daran maßgeblich beteiligt, dass die Sieglos-Serie von acht Spielen (0-5-3) beendet werden konnte und ihnen der zweite doppelte Punktgewinn aus den vergangenen zehn Spielen gelang, war Torhüter Semyon Varlamov, als auffälligster Akteur in der Defensive. Ihm gelangen in Winnipeg 24 Paraden, darunter befanden sich einige sehr sehenswerte Abwehraktionen.

Premieren-Torschütze Toninato zeigte sich nach der Partie entsprechend begeistert: "Das fühlt sich toll an. Jetzt, da ich endlich das erste Tor auf der Habenseite verbuchen konnte, kann ich mich in Zukunft noch mehr darauf konzentrieren, mein Spiel zu spielen. Der Sieg war heute allerdings das Wichtigste für unsere Mannschaft. Der Erfolg wird uns hoffentlich wieder mehr Sicherheit geben", lenkte Toninato den Fokus rasch von sich selbst weg in Richtung des gesamten Kaders. 

 

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An der Tatsache, dass die Jets erstmals seit dem 29. Dezember 2018 wieder ein Heimspiel innerhalb der regulären 60 Spielminuten verloren, waren neben Toninato, der sein 38. NHL-Spiel bestritt, und Varlamov diesmal weitere Spieler beteiligt, die zuletzt eher selten in den Schlagzeilen standen. Eine Nachricht, die viele im Umfeld des Stanley Cup-Siegers der Jahre 1996 und 2001 erleichtern wird.

"Sie haben als gesamtes Team heute mehr Gier gezeigt als wir. Sie wollten den Sieg mehr als wir", lobte Jets-Stürmer Blake Wheeler die starke Mannschaftsleistung der Avalanche. "Mit ihnen konnten wir heute nicht wirklich mithalten."

Dass Landeskog, der Schütze des 2:0 in der 11. Minute unter den Vollstreckern sein würde, er sein 30. Saisontor feiern durfte, kam weit weniger überraschend als das wichtige 3:1, für das sich J.T. Compher (12 Tore) in der siebten Minute des Mitteldrittels verantwortlich zeichnete. Den Unterzahltreffer von Andrighetto zum Endstand von 4:1 in der 17. Minute des Schlussdrittels war ebenfalls nicht so zu erwarten gewesen. 

 

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Die ungewöhnlichen Torschützen, verbunden mit der erkennbaren Leistungssteigerung durch die Reihen sorgten für das Erfolgserlebnis der Gäste.

"Uns war schon vor dem Spiel klar, dass sie mit viel Leidenschaft spielen würden. Und das taten sie auch", urteilte Tyler Myers über das Auftreten der Avalanche. "Dafür muss man sie loben. Sie haben über 60 Minuten wirklich alles reingeworfen. Wir diesmal leider nicht."

In diesem gezeigten Engagement, verbunden mit der mannschaftlichen Geschlossenheit, die selbst den Gegner beeindruckte, sah Avalanche-Torhüter Varlamov den Schlüssel zum Erfolg: "Das tat uns richtig gut. Siege schmecken doch noch immer am süßesten. Die letzten beiden Monate waren nicht einfach für uns. (4-13-5 in den vergangenen 22 Spielen). Diese Bilanz liest sich nicht gut. Wir haben einfach zu häufig verloren. Diesen Sieg brauchten wir unbedingt. Uns war klar, dass das heute eine große Herausforderung werden würde. Jetzt bin ich sehr stolz auf unsere Mannschaft und die Art und Weise, wie sie hier heute als geschlossene Einheit aufgetreten ist."

Trainer Jared Bednar bilanzierte gegenüber den versammelten Medienvertretern ebenfalls zufrieden: "Der Sieg heute war wichtig. Er war sogar sehr wichtig für uns. Aber nicht nur die zwei Punkte taten uns richtig gut, es war auch die Art und Weise, wie meine Jungs diesmal aufgetreten sind. Alle Spieler im Kader haben alles gegeben. Das war eine echte Teamleistung. Vieles an unserem Auftritt hat mir sehr gut gefallen. Das Unterzahlspiel war herausragend und einmal mehr hat auch unsere Top-Reihe geglänzt."

Video: COL@BOS: MacKinnon zum Ersten aus spitzem Winkel

Die nächste Gelegenheit, an diese Leistung anzuknüpfen, bietet sich für die Avalanche am Samstag, wenn sie im heimischen Pepsi Center die St. Louis Blues empfangen werden (3 p.m. ET; ALT, FS-MW, NHL.TV)

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