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Capitals bewiesen erneut Auswärtsstärke

Washingtons weist in den diesjährigen Playoffs eine beeindruckende Auswärtsbilanz vor. In Tampa gewannen sie zweimal

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Chefautor

Den Washington Capitals hängt seit Jahren der Ruf nach, dass sie nicht in der Lage sind, die wichtigen Partien für sich zu entscheiden. In den diesjährigen Stanley Cup Playoffs hat sich das geändert. Das Team von Headcoach Barry Trotz gewann in der Nacht von Sonntag auf Montag auch Spiel 2 des Eastern Conference Finales gegen die Tampa Bay Lightning. Mit 6:2 Toren verließen sie das Eis der Amalie Arena von Tampa als Sieger und liegen in der Serie nun mit 2:0 in Front.

Vor allem auf fremdem Terrain schaffen es die Capitals immer wieder ihre Stärken auszuspielen. Von ihren bisherigen acht Auswärtspartien gewannen sie deren sieben mit einem Torverhältnis von 30:17 - Sagenhaft! Die Capitals gaben in ihren letzten vier Playoff-Auftritten in Folge mit beeindruckenden 18:8 Toren ihren Kontrahenten das Nachsehen.

Für Trotz ist das keinesfalls eine Überraschung: "Das ist ein Lernprozess. Wir machen die richtigen Sachen. Unsere Jungs genießen das. Sie haben nun die Erfahrung. Wir lagen ja sogar zunächst hinten [1:2 zur ersten Drittelpause], doch sie haben als Team geantwortet und sie haben Spaß dabei."

 

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Von den 18 Spielern der Capitals, die in den diesjährigen Playoffs zu mindestens fünf Einsätzen kamen, war jeder an mindestens einem Tor beteiligt. 16 Protagonisten von ihnen, zeichneten sich sogar als Torschützen aus. Durch die Reihen hindurch trafen alle Stürmer der Hauptstädter.

Die Freude am Eishockeyspielen ist im Besonderen ihrem Teamkapitän Alex Ovechkin anzumerken. Der 31-jährige Linksaußen steuerte dem 6:2-Triumph in Tampa ein Tor und eine Vorlage bei und baute als Topscorer des Teams seine persönliche Ausbeute auf zehn Tore sowie neun Assists aus. Seine Playoff-Bestmarke von elf Toren aus dem Jahr 2009 ist damit in Reichweite. Ovechkin ist der erste Spieler in der Playoff-Historie der Capitals, der mehrere Male mindestens zehn Tore in einem Playoff-Jahr markieren konnte.

Video: WSH@TBL, Sp2: Ovechkin versenkt Kuznetsovs Vorlage

"Wir versuchen einfach unser Bestes zu geben. Wir spielen hart und wir agieren geschickt. Wir sind einfach bereit für diese Herausforderung. Es spielt für uns keine Rolle, wo wir spielen, ob zuhause oder auswärts. Wir müssen so auftreten, damit wir die Resultate bekommen, die wir uns wünschen. Das haben wir umgesetzt. Wir sagen uns 'mach keine Fehler, spiele klug.' Wir gehen nun nach Hause und möchten auch da gewinnen", zeigte sich Ovechkin nach der Sonntagspartie äußerst zufrieden.

Washington ist zwar erst auf dem halben Weg dabei, zum zweiten Mal nach 1998 in das Stanley Cup Finale einzuziehen, noch fehlen ihnen zwei weitere Siege, doch die Statistiken aus der jüngsten NHL-Vergangenheit, geben Grund zur Zuversicht. Seit 1975 haben in 39 von 41 Fällen (95,1 Prozent), jene Teams ein Conference Finale oder Halbfinale für sich entschieden, in dem sie bereits mit 2:0 vorne lagen.

"Wir sind immer zuversichtlich. [Das Heimteam] versucht stärker das Spiel an sich zu reißen, dementsprechend legst du auswärts den Fokus besonders darauf, diszipliniert zu spielen", gab Lars Eller eine Erklärung darüber ab, warum es bei ihnen auf fremdem Eis so gut läuft.

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Spiel 3 des Eastern Conference Finales findet am Dienstag in der Capital One Arena statt (8 p.m. ET; NBCSN, CBC, SN, TVAS).

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