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Playoffs-Vorwehen: Es wird hitziger

Die Teams stellen ihr Spiel auf mehr Physis und Intensität um

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Autor

In den Stanley Cup Playoffs nimmt die Intensität auf dem Eis traditionell zu. Das gilt vor allem für die physische Komponente: Es wird aggressiver gespielt und härter gecheckt. Obwohl die Playoffs erst in über einer Woche starten, ist schon jetzt ein Anstieg der Strafzeiten zu verzeichnen: Die Teams laufen für die Endrunde heiß. Schmerzen spielen dabei keine Rolle.

Es wird so langsam ernst in der NHL: Die beste Eishockey-Liga der Welt steuert auf die Playoffs zu. Auf dem Eis wird es schon jetzt deutlich hitziger. So gab es in den letzten drei Tagen schon vier Spiele mit zusammengerechnet über 44 Strafminuten: Bei den Spielen Calgary Flames gegen Edmonton Oilers (46 Strafminuten), Nashville Predators gegen Buffalo Sabres (45), New York Rangers gegen Tampa Bay Lightning (44) und Boston Bruins gegen Tampa (44) waren die jeweiligen Strafbänke bereits hoch frequentiert.

 

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Dies sind die ersten Vorwehen der Playoffs, wo die qualifizierten Teams die Zuschauer mit physischem Hockey zusätzlich unterhalten: Der Einsatz wird noch einmal nach oben geschraubt, die Hits werden merklich härter, es werden mehr Schüsse geblockt und grundlegend aggressiver gespielt.

Strafen, Checks und Blocks

So verwundert es nicht, dass seit einer Woche mit Nashville (69 Strafminuten), Tampa Bay (56), Boston (45) und San Jose (44) vier Playoff-Teams die Strafzeiten-Liste anführen. Auch in der absoluten Anzahl der begangenen Strafen liegen mit den Preds (25 Strafen), den Bolts (21) und den Bruins (18) drei bereits qualifizierte Teams vorne.

In Sachen Checks führt der frisch gebackene Pacific-Divison-Sieger Vegas Golden Knights (155 Hits) die Liga an. Es folgen die Arizona Coyotes (125) und die Winnipeg Jets (123). 

Was geblockte Schüsse angeht, so liegen hier nicht nur die Playoff-Teams vorne: Sharks und Detroit Red Wings (je 72 Blocks) stehen an der Spitze, gefolgt von den Chicago Blackhawks (68) und New York Islanders (67). Die Anzahl dürfte sich für die Qualifikanten spätestens zum Start der Playoffs deutlich erhöhen, denn der Schmerz, den ein geblockter Schuss zwangsläufig nach sich zieht, wird in der Crunch Time eher in Kauf genommen.

Schmerzfrei: Zeit für Helden

Diesbezüglich scheinen Eishockey-Profis ohnehin resistent. Spieler werden trotz Verletzungen eingesetzt und opfern sich für das große Ziel Stanley Cup auf. Das beste Beispiel dafür ist gerade erst ein Jahr alt: Damals spielte San Joses Center Joe Thornton trotz Kreuz- und Innenbandriss im linken Knie bis zum Ausscheiden der Sharks weiter. 

"Das ist der heldenhafteste Einsatz, den ich je gesehen habe", staunte damals selbst sein Trainer Peter DeBoer. Playoffs sind die Zeit für Helden - diese werden vielleicht schon jetzt geboren.

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