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Nashville stellt sich auf weiteren Kampf ein

Die Predators erwarten keinen Spaziergang und leichten Sieg in Spiel 5 gegen Colorado

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Nach einem kurzen Schluckauf in Spiel 3 der Serie der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs in der Western Conference zwischen den Nashville Predators und den Colorado Avalanche sind die titelverteidigenden Western Conference Champions zurück in der Erfolgspur. 

Doch was zwei Drittel lang nach einer 3:0-Führung für die Gäste aus Nashville wie ein Spaziergang aussah, wurde am Ende wieder ein denkbar knappes Ergebnis, das am seidenen Faden hing, als Avs Stürmer Colin Wilson in aussichtsreicher Position 2:08 Minuten vor dem Ende den 3:3-Ausgleich auf dem Schläger hatte und nach einem Reflex von Predators Torhüter Pekka Rinne nur den Pfosten traf.

 

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Nach dem verdienten 5:3-Erfolg in Spiel 3 musste sich der Außenseiter in der zweiten Partie zu Hause im Pepsi Center am Ende mit 2:3 geschlagen geben und liegt nun vor dem Auswärtsspiel am Freitag (9:30 p.m. ET; NBCSN, SN360, TVAS, FS-TN, ALT) in der Bridgestone Arena mit 1:3 in der Serie wohl schon vorentscheidend im Rückstand.

"Unser Ziel ist dort hin zu fahren und zu gewinnen, um dann zu wissen, dass wir nach Hause kommen", machte Avalanche Trainer Jared Bednar klar. "Darauf musst du es herunterbrechen. Du solltest nicht darüber nachdenken, dass du drei Spiele in Folge gewinnen musst."

Video: NSH@COL, Sp4: Forsberg macht ein schönes Tor

Colorado kann in der Tat erhobenen Hauptes nach Nashville zurückkehren, denn erstens haben sie dadurch schon mehr erreicht, als viele ihnen überhaupt zugetraut hatten und zweitens war jede Begegnung äußerst umkämpft und dass die Predators nur einen Sieg vom Conference Halbfinale entfernt sind, liegt in erster Linie an ihrer besseren Chancenverwertung und der Abgebrühtheit, die dem durchschnittlich jüngsten Team der diesjährigen Playoffs weitgehend fehlte.

"Sie sind ein gutes Team, sie sind wirklich ein gutes Team", betonte deswegen auch Predators Stürmer Filip Forsberg, der im Spiel 4 seine Farben erstmalig in dieser Serie mit 1:0 in Führung brachte. "Wir haben zwei Drittel wirklich gut gespielt und haben das Spiel bestimmt, aber wir wussten, dass sie nicht aufgeben würden. Sie haben viele gute Spieler und noch einmal richtig Gas gegeben. Deswegen war es eng. Aber wir haben gewonnen."

Wieder einmal, könnte man noch hinzufügen, denn auch die Siege der Predators in ihren beiden Heimspielen zu Beginn der Serie waren hart umkämpft.

Überhaupt hat die Intensität der Serie weiter zugenommen. Insgesamt 66 Checks, 36:30 für Colorado, zählten die Statistiker für beide Seiten und die Grenze des Legalen wurde manches Mal ausgereizt. Es lag förmlich in der Luft, dass sich einige der Kontrahenten in den vorausgegangenen Begegnungen nicht gerade liebgewonnen hatten.

Video: NSH@COL, Sp4: Rinne stoppt MacKinnon perfekt

Erschwerend kommt für Colorado hinzu, dass Torhüter Jonathan Bernier in der zweiten Drittelpause verletzt in der Kabine blieb und es fraglich erscheint, dass er innerhalb von zwei Tagen wieder fit wird. 

Somit müsste nach dem Ausfall der Nummer 1 Semyon Varlamov bereits der dritte Torwart Andrew Hammond, der sich zwar im dritten Drittel bei acht Torschüssen schadlos hielt, in Nashville von Beginn an auflaufen. Zumindest steht somit ein dickes Fragezeichen über dieser wichtigen Position, denn es wird ohne Zweifel eine starke Leistung im Tor für die Avalanche von Nöten sein.

 

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Die Favoritenrolle für Spiel 5 ist nicht nur deswegen klar verteilt, nachdem die Predators ihre Heimstärke vor ihren begeisternden Fans schon mehrmals in den zurückliegenden Monaten unter Beweis gestellt haben. Allerdings werden sich die Avalanche erneut nicht so leicht geschlagen geben und noch einmal alles in die Waagschale werfen, um nicht vielleicht doch noch zumindest ein Spiel 6 in Denver zu erzwingen. 

"Colorado wird nicht kommen und sich aufgeben, wir werden deswegen bereit sein", verdeutlichte Forsberg. "Es waren vier sehr hart umkämpfte Spiele und wir erwarten für Freitag ein weiteres."

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