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Was auch immer passiert McDavid liefert

Bei den Edmonton Oilers geht es auf und ab, doch für ihren Kapitän nur in eine Richtung - nach oben

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Chefautor

Ein Wechselbad der Gefühle erleben die Anhänger der Edmonton Oilers. Nach jedem Auftritt des Teams reiben sie sich verwundert die Augen, angesichts des auf dem Eis Gesehenen. Von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt ist alles dabei, was die Emotionen zum Wallen bringt. Besonders angetan haben es ihnen die schönen Tore ihres Teamkapitäns Connor McDavid, die er regelmäßig abliefert, obwohl der Saisonverlauf seines Teams einer Achterbahnfahrt gleicht.

Von den zwei Niederlagen zum Saisonauftakt schienen sich die Oilers schnell erholt zu haben. Es folgten Auswärtssiege gegen die New York Rangers und, man höre und staune, gegen die heimstarken Winnipeg Jets, die im Bell MTS Place nur drei ihrer elf Auftritten verloren. Die Oilers hatten den richtigen Weg eingeschlagen und setzten diesen mit neun gewonnenen Punkten aus den folgenden sechs Spielen fort.

Auch auf ihre unglückliche Heimpleite gegen die Minnesota Wild nach dreimaliger Führung, hatte das Team von Trainer Todd McLellan eine passende Antwort parat, schickte zunächst die Chicago Blackhawks 'Zu Null' nach Hause und entführte den Detroit Red Wings zwei Punkte.

Video: EDM@DET: McDavid und Chiasson Zusammenarbeit zum Tor

Am 3. November, sie hatten ihre ersten 13 Partien absolviert, wiesen die Oilers eine Punktequote von 65,4 Prozent aus, womit sie im Klassement der Western Conference auf Platz drei lagen.

"Ich hatte durchgehend das Gefühl, dass wir dieses Spiel unter Kontrolle haben. Der Schlüssel war, dass wir niemals in Panik gerieten, auch nicht, wenn sie bis auf ein Tor herankamen. Wir blieben ruhig und haben das gemacht, was notwendig war", konstatierte McLellan nach dem 4:3-Sieg in Detroit. Dem Trainer gefiel besonders, dass seine mit Kyle Brodziak, Jujhar Khaira und Zack Kassian besetzte vierte Formation eine überragende Partie abgeliefert hatte. Es war eines der wenigen Saisonspiele, bei denen McDavid nicht im Mittelpunkt stand, obwohl er ebenfalls an zwei Toren mit der Vorarbeit beteiligt gewesen war.

"Das war ein ziemlich aufregender Abend für Kyle und das Team. Sie haben nicht nur ein paar Tore geschossen [Brodziak erzielte seine ersten zwei Saisontore], sondern sie waren auch unsere stärkste Reihe beim Forechecking."

 

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Alles war Bestens!

Die Oilers setzten ihre Auswärtstour an der Ostküste fort und kamen kräftig unter die Räder. 2:4, 2:5, 1:4 und 1:4 endeten die Auftritte bei den Washington Capitals, Tampa Bay Lightning, Florida Panthers und zuhause gegen die Colorado Avalanche. Einem 6:2-Achtungserfolg gegen die Montreal Canadiens folgten zwei Niederlagen, zuletzt am Sonntag ein derbes 3:6 auf eigenem Eis gegen die Vegas Golden Knights. Zwei Punkte aus den vergangenen sieben Spielen führten dazu, dass die Oilers im Westen auf den viertletzten Rang zurückfielen.

Um Freude zu empfinden, müssen sich die Fans im Norden Albertas eine andere Wertung ansehen - jene der besten Scorer. Ob Sieg oder Niederlage, ob überzeugender Auftritt oder chancenlos, für Teamkapitän Connor McDavid gibt es nur eine Richtung - die nach oben in der Scorerwertung.

Video: MTL@EDM: Draisaitl haut McDavids schöne Vorlage rein

Der 21-jährige Center punktete in 17 von 20 Partien der Oilers. Er belegt mit zwölf Toren und 16 Assists Rang drei unter den Top-Scorern der Liga. Wie sein deutscher Mannschaftskollege Leon Draisaitl (12 Tore, 11 Assists, Platz 15) liefert McDavid Spiel für Spiel ab, doch allzu oft stehen die Mannschaft am Ende mit leeren Händen da.

"Wir müssen uns darauf konzentrieren über volle 60 Minuten konstant aufzutreten. Wir haben Momente, in denen wir Spiele dominieren und der Gegner kaum in unser Drittel kommt und dann gibt es wieder Situationen, in denen wir es nicht schaffen, uns zu befreien", erklärte der zweifache Art Ross Trophy-Gewinner McDavid.

Draisaitl schlug in die gleiche Kerbe: "Wir hatten ein paar Einbrüche, die zu diesem Zeitpunkt der Saison nicht passieren dürfen. Es schaut fast so aus, als würden wir anders spielen sobald wir vorne liegen. Das muss abgestellt werden. Daran müssen wir arbeiten."

 

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Viel Zeit bleibt den Oilers nicht. Sie begeben sich nun auf eine Tour durch Kalifornien, während der sie gegen drei Rivalen aus der Pacific Division antreten.

McDavids Karriere-Bilanz gegen die San Jose Sharks (11 Spiele, 5 Tore, 7 Assists), Anaheim Ducks (12 Sp., 3 T, 13 A) und Los Angeles Kings (12 Sp., 5 T, 6 A) stimmt die Oilers zuversichtlich, doch alleine wird es der Ausnahmeathlet nicht richten können.

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