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Auf 5 Dinge achten: Capitals - Golden Knights Spiel 4

Die Effizienz der Stars kann genauso entscheidend sein, wie das Duell zwischen den Pfosten

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Autor

Während die Vegas Golden Knights und die Washington Capitals im Stanley Cup Finale, um den begehrtesten Pokal kämpfen, den es im Eishockeysport zu gewinnen gibt, informiert Sie NHL.com/de, damit Sie nichts verpassen. Mit 'Auf 5 Dinge achten' werfen wir diagnostisch einen Blick auf jede Partie.

Den Washington Capitals gelang es in Spiel 3 des Stanley Cup Finales 2018 die Serie mit einem 3:1-Heimsieg zu drehen. Damit führen die Capitals, nach der Niederlage in Spiel 1 und durch zwei Erfolge hintereinander, nun mit 2:1. Am Montag um 20 Uhr Ortszeit (zwei Uhr MESZ), kämpfen die Golden Knights in der Capital One Arena der US-Hauptstadt um den Ausgleich.

5 Dinge, auf die wir achten sollten:

Starfaktor

Bei den Washington Capitals sorgen vor allem die üblichen Verdächtigen für Punkte. Alex Ovechkin, Evgeny Kuznetsov, T.J. Oshie und Lars Eller führen mit je drei Punkten die Capitals an, wie sie es bereits in der regulären Saison taten. Bei den Golden Knights bietet sich hingegen ein anderes Bild.

Video: VGK@WSH, Sp3: Ovechkin stellt Rekord mit Eröffnungsto

Die Capitals haben die Hauptverantwortlichen in der Offensive des Gegners besser im Griff, die zweite Reihe war für Vegas bisher praktisch kein Faktor. Die Reihe von Erik Haula, James Neal und David Perron steuerte bisher nur zwei Vorlagen in dieser Serie bei.

In engen Spielen, wie man sie bisher gesehen hat, können Starspieler für die eine Szene, das eine entscheidende Tor sorgen, wenn sie denn den nötigen Raum bekommen, ihre Qualitäten zu zeigen. Das hat bei Washington bisher besser funktioniert.

Kampf und Teamleistung

Bei den Golden Knights fielen in den ersten drei Begegnungen andere Spieler häufiger auf. Vor allem die vierte Reihe stellte mit ihrer physischen Spielweise die Abwehr der Capitals immer wieder vor Probleme. Der Angriff mit Pierre-Edouard Bellemare, Tomas Nosek und Ryan Reaves, kommt gemeinsam auf sechs Punkte, genau so viele wie die erste Reihe. Sie erzielten vier der neun Tore der Golden Knights und drehten Spiel 1 im Alleingang mit drei Treffern im letzten Drittel, Nosek war der einzige Torschütze in Spiel 3.

 

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Golden Knights Trainer Gerard Gallant setzt bereits die gesamte Saison über und besonders in den bisherigen Playoffs auf eine ausgeglichene Teamleitung und nutzt alle Spieler, die ihm zur Verfügung stehen effektiv. Bisher gab ihm der Erfolg immer Recht.

Diese Verstärkung aus den hinteren Reihen kann den Golden Knights einen entscheidenden Vorteil bringen, besonders wenn die Capitals die ersten Formationen weiterhin so gut im Griff haben.

Abwehr und neutrale Zone

Die Capitals glänzten in Spiel 3 auch in der Abwehr. Torwart Braden Holtby musste nur 22 Schüsse parieren, während seine Vorderleute ganze 26 Versuche der Golden Knights blockten. Washingtons Abwehr ließ kaum gefährliche Schüsse zu und räumte vor dem eigenen Tor konsequent ab.

Video: VGK@WSH, Sp3: Holtby Sieger im Powerplay

Mit einer guten Verteidigung hat man auch mehr Puckbesitz, die Scheibe kommt schneller zurück und genau das ist unser Spiel", analysierte Capitals Verteidiger Matt Niskanen. "Er (Trainer Barry Trotz) forderte von uns im Spiel ohne Puck besser zu werden, weil er wusste, dass uns das in allen Bereichen helfen würde. Das hat das Team angenommen und es funktioniert."

Dieses Plus an Zeit in Puckbesitz nutzten die Capitals dann auch konsequent, indem sie die neutrale Zone schnell überbrückten. Auch zwischen den blauen Linien muss Vegas da einfach konsequenter am Mann sein, um schnellen Spielern wie Kuznetsov und Ovechkin so wenige Chancen wie nur möglich zu geben.

Torhüterduell

Die beiden Akteure zwischen den Pfosten dürfen natürlich nicht unerwähnt bleiben. Golden Knights Schlussmann Marc-Andre Fleury ging als bester Torhüter der Playoffs in das Finale. Er konnte eine beeindruckende Fangquote von 94,7%, einen Gegentorschnitt von 1,68 und vier Shutouts in 15 Spielen vorweisen.

Die Statistik von Capitals Torwart Holtby war nicht ganz so überragend, aber doch immer noch beeindruckend. 92,3% Fangquote, 2,04 Gegentore pro Spiel und zwei Shutouts in 18 Partien sind alles andere als selbstverständlich. Doch auch wenn Fleury zu Beginn der Serie die Nase vorne hatte, steht nun Holtby im Zentrum der Aufmerksamkeit, auch dank seinem spektakulären Save gegen Alex Tuch in Spiel 2.

Video: WSH@VGK, Sp2: Holtby mit einem unglaublichen Save

"Der Mann ist einfach eine Maschine", bewundert auch Verteidiger Niskanen die Konstanz seines Kollegen. "Seit ich hier bin, seit vier Jahren, stand er in der regulären Saison in den meisten Spielen auf dem Eis, war einer der besten Torhüter der Liga, immer in der absoluten Spitze der Liga dabei."

Ein bekanntes Sprichwort lautet 'die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften". Der Torwart ist der Grundstein einer erfolgreichen Abwehr. Der Sieger in diesem Duell der Titanen, könnte entscheidend für den Ausgang des Finales sein.

Psyche und Momentum

Die Capitals waren das erste Team, dass den Golden Knights in den Playoffs zwei Niederlagen in Folge beifügte. Nun stellt sich die Frage, wie das neue, junge und unerfahrene Team aus Vegas mit dieser ungewohnten Situation umgeht. Doch nicht alles ist neu für die Debütanten. Zu Beginn der Saison waren sie die absoluten Außenseiter, kaum jemand traute ihnen zu, in ihrer ersten Saison tatsächlich einen Einfluss auf die Playoffs zu haben. Die Golden Knights fühlten sich bisher immer wohl, wenn ihre Fähigkeiten in Frage gestellt wurden.

 

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"Diese Situation mit vielen kritischen Stimmen kennen wir", sagte auch Stürmer David Perron. "Das ist in Ordnung für uns. Wir müssen uns steigern und die richtige Spielweise finden, das Spiel, das uns bisher den Erfolg gebracht hat. Ein neuer Tag ist eine neue Gelegenheit. Wir gehen mit Selbstbewusstsein in die nächste Partie."

Auf der anderen Seite haben die Capitals nach zwei Siegen in Folge das hoch geschätzte Momentum auf ihrer Seite. Doch in den letzten beiden Serien war für sie stets nach zwei Siegen zunächst Schluss und die nächste Niederlage kam. Nun bleibt es abzuwarten, welches Team mit der Situation besser klar kommt.

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