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Favoriten müssen Niederlagen einstecken

An den letzten beiden Spieltagen mussten sich in allen fünf Spielen die Favoriten gegen Außenseiter geschlagen geben

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Die Hälfte der NHL-Saison 2017/18 liegt hinter uns und das Rennen um die begehrten
Playoff-Plätze wird immer spannender. Nur wenige Teams weisen einen deutlichen Rückstand auf eine Wild Card aus und auch Mannschaften, die auf den ersten drei Rängen ihrer Division stehen, womit sie direkt für die Playoffs qualifiziert wären, haben keinen riesigen Vorsprung auf den gefährlichen neunten Platz in ihrer Conference. Umso ärgerlicher ist es, wenn man als Favorit einem Team unterliegt, das außerhalb der Playoff-Ränge liegt. Genau das geschah an den letzten beiden Spieltagen. Fünf Partien wurden ausgetragen und fünfmal gewann das schlechter situierte Team gegen einen Playoff-Kandidaten.

Am Mittwoch verloren die Chicago Blackhawks im eigenen Stadion das Duell der Central Division gegen die Minnesota Wild. Die Blackhawks hielten vor dem Spiel die zweite Wild Card der Western Conference, die Wild lagen punktgleich zwei Plätze hinter ihnen. Am gleichen Tag verloren die Toronto Maple Leafs, die auf Platz drei der Atlantic Division liegen, gegen die Ottawa Senators, die auf den vorletzten Platz der Eastern Conference abgrutscht waren.

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Am Donnerstag mussten sich die Columbus Blue Jackets dem Schlusslicht der Eastern Conference, den Buffalo Sabres, geschlagen geben. Alex Ovechkins Washington Capitals, die vier Punkte vor den Blue Jackets die Metropolitan Division anführen, unterlagen den Carolina Hurricanes, die dadurch auf eine Wild Card vorrückten. Zum Abschluss musste dann noch der Tabellenführer, die Tampa Bay Lightning, eine 1:5-Niederlage gegen die Calgary Flames schlucken, die dadurch Platz drei der Pacific Division eroberten.

"Es ist immer enttäuschend in der eigenen Arena zu verlieren", gestand Capitals Stürmer Lars Eller nach der Niederlage. "Aber heute haben wir einfach nicht mehr verdient. Es war sicher nicht unser bestes Spiel und wenn das passiert werden die anderen Teams das nutzen."

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Die Saison geht auf die entscheidende Phase zu, im Februar steht für manche Teams jeden zweiten Tag ein Spiel an. Gerade in Anbetracht der anspruchsvollen Gruppen der Metropolitan und Central Division, müssen sich die Playoff-Kandidaten gegen die vermeintlich schwächeren Gegner zusammenreißen und Punkte sammeln, denn gegen Konkurrenten wie die Winnipeg Jets, Nashville Predators, St. Louis Blues, die Capitals, Blue Jackets, oder die New Jersey Devils, stehen in den internen Duellen harte Kämpfe an, in denen man durchaus den Kürzeren ziehen kann. Unter Umständen gehen die favorisierten Teams zu selbstsicher an die Partien heran und unterschätzen schlichtweg den Gegner, was in einer starken Liga wie der NHL selbstverständlich sofort bestraft wird.

Jene Teams, die knapp hinter den Qualifikationsplätzen für die Runde der letzten 16 liegen, hoffen darauf wichtige Zähler gegen die Favoriten einzufahren. In der Western Conference liegen vier Teams nur maximal drei Punkte hinter der zweiten Wild Card, in der Eastern Conference können sich drei Clubs mit nur einem Sieg die Wild Card holen.

Die Hoffnung darauf ist nicht allzu unrealistisch. Die Tampa Bay Lightning, die mit 65 Punkten (31-10-3) die gesamte Liga anführen, steckten in den letzten zehn Spielen (6-3-1) ihre Niederlagen gegen die Calgary Flames, Ottawa Senators, Montreal Canadiens und die Philadelphia Flyers ein, allesamt Teams, die außerhalb der Playoff-Ränge platziert sind.

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"Die Jungs spielen bisher gut und versuchen alles, um den Puck von unserem Tor fernzuhalten", lobte Lightning Torwart Andei Vasilevskiy seine Vordermänner nach der Niederlage gegen die Flames. Aber manchmal hat man solche Spiele."

Dass kein Team alle Spiele gewinnen kann, ist selbstverständlich. Dennoch müssen Mannschaften wie die Lightning einen Weg finden, die vermeintlich einfachen Punkte nicht abzugeben und ihrem Konto gutschreiben. Gelingt dies nicht, droht ein schneller Abstieg in Richtung verfrühter Sommerpause, die sich kein Spieler wünscht.

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