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Auch der Titelverteidiger ist dabei

Mit den Pittsburgh Penguins hat sich nun ein weiteres Team vorzeitig für die Playoffs qualifiziert

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Wirkliche und ernsthafte Zweifel daran gab es wohl ohnehin nicht, doch seit dem gestrigen Abend ist es nun eben auch endgültig und vorzeitig ganz offiziell: Durch ihren jüngsten 3:1-Erfolg gegen die Buffalo Sabres sicherten sich auch Sidney Crosby und seine Pittsburgh Penguins, mit nun stolzen 101 Zählern, tatsächlich bereits vorzeitig die Teilnahme an den NHL-Playoffs im Frühjahr.

Der Titelverteidiger aus 2016 wird damit einen neuen Anlauf auf den begehrten Silberling unternehmen können. Es wird der elfte KO-Runden-Start der Pinguine in Serie werden, und die insgesamt 32. der Franchisegeschichte.

Mit einer Statistik von nun 46-17-9 und aktuell 101 Zählern übersprang man zum zweiten Mal in Serie die 100-Punkte-Marke, konnte das Team dieses Kunststück nunmehr in drei der letzten vier Spielzeiten vollbringen.

Crosby selber steuerte nicht nur einen wunderschönen Treffer zur Führung bei, er traf nun ebenfalls schon zum dritten Mal in Serie, führt mit 41 eigenen Treffern aus derzeit 66 Spielen die Liga an.

Video: PIT@BUF: Crosby umtanzt die Verteidigung und trifft

Grund zur ausgelassenen Freude also für alle, die e mit dem Titelverteidiger halten. Überschattet wurde der gestrige Erfolg im KeyBank Center zu Buffalo lediglich durch die bei diesem Spiel erlittene Gehirnerschütterung von Jake Guentzel, der von Sabres Verteidiger Rasmus Ristolainen in der Mitte des ersten Drittels übel erwischt wurde.

Damit rangieren die "Pens" aktuell in der Tabelle der Liga nur hinter Washington (102), aber noch vor Chicago (100). Auch Columbus bring es aktuell auf hundert Zähler, hat aber noch ein Spiel in der Hinterhand.

"Der Ausfall von Guentzel schmerzt uns sehr" gab Pens-Coach Mike Sullivan anschließend zu Protokoll. "Er ist ein guter Spieler. Hoffentlich fehlt er uns nicht allzu lange."
Spielerischer Höhepunkt war jedoch unzweifelhaft der herrliche Treffer von Crosby, der seine aktuelle Topform eindrucksvoll untermauern konnte. Chris Kunitz gab sich beeindruckt: "Es ist fast so als könne er die Gedanken der Torhüter lesen und deren Reaktionen genau vorhersagen. Es sieht bei ihm immer so leicht aus. Das ist schon der Wahnsinn."

Auch Trainer Sullivan lobte: "Es war ein Stürmertor eines echten Klassespielers."
Überhaupt läuft es für Crosby gegen Buffalo zuletzt immer mehr als ordentlich. In seinen letzten 26 Spielen gegen das Team aus west-New York gelangen ihm in stolzen 24 eigene Punkte. 12 Tore und 30 weitere Assists. Keine schlechte Bilanz möchte man meinen.

Seine aktuell 41 Saisontreffer regen ebenfalls zum Träumen an. Immerhin 10 Spiele sind es aktuell ja noch. Stellt sich also die Frage: Kann er die magische Grenze von 50 Treffern noch erreichen bevor dann die KO-Phase in der Liga beginnt?

Rechnet man das hoch, dann kommt man aktuell auf einen Wert von 47. Doch die ein oder andere magische Nacht traut man dem Superstar ja durchaus noch zu, so dass die Schallmauer wahrlich nicht völlig unerreichbar erscheint. Ein gesunder Guentzel könnte dabei sicherlich gut helfen. Aber ob das wirklich so aufgeht?

Noch haben Sullivan und sein Team auch noch keine Gewissheit ob Evgeni Malkin am Donnerstag in Ottawa wird mit dabei sein können. Bei Guentzel erscheint ein Einsatz hingegen noch deutlich unwahrscheinlicher. Gut möglich also, dass zwei wichtige Kräfte im Penguins-Kader dann ausfallen.

Die Tore von Crosby könnten also noch wichtiger für den Teamerfolg werden, wenn die beiden tatsächlich fehlen sollten. Doch dem macht das offenbar nichts aus. "Er ist der Typ von Spieler, dem der Druck grundsätzlich immer wenig ausmacht" redete der Coach seinen Top-Torjäger stark. Man darf gespannt sein, ob der Torjäger dann erneut wird Tatensprechen lassen können.

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