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Arizona will mit einem verjüngten Kader endlich wieder in die Playoffs

Die Arizona Coyotes wollen durch einen großen Personalwechsel wieder konkurrenzfähig werden

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Der Startschuss zur NHL-Saison 2017-18 steht zwar noch nicht unmittelbar vor der Türe, doch die Nachwuchs-Camps sind geschafft und die Trainingscamps in Sichtweite. Wir denken, dass es das Beste sei, die Sommerhitze im August mit Analysen Eurer Lieblingsteams zu bekämpfen.

Jeden Tag wird euch NHL.com/de im Rahmen der 31 in 31 Serie mit fundierten Einschätzungen der Mannschaften versorgen.

Wo wird die Reise für den Liganeuling Las Vegas Golden Knights hingehen? Können die Pittsburgh Penguins ihre dritte Meisterschaft in Folge feiern? Welche Teams könnten uns alle überraschen?

Alle diese Fragen werden in den täglichen Artikeln beantwortet.

Heute analysieren wir die Arizona Coyotes:

2016-17 Bilanz: 30-42-10, 12. Platz in der Western Conference

Trainer: Rick Tocchet, neu verpflichtet am 11. Juli

Neuzugänge: Derek Stepan, Antti Raanta, Emerson Etem, Michael Latta, Adam Clendening, Zac Rinaldo, Mike Sislo, Andrew Campbell, Joel Hanley, Niklas Hjalmarsson

Abgänge: Shane Doan, Jamie McBain, Chris Mueller, Chris Pronger, Radim Vrbata, Craig Cunningham, Jarred Tinordi, Alexander Burmistrov, Peter Holland, Josh Jooris, Mike Smith, Connor Murphy, Laurent Dauphin, Anthony DeAngelo

Die Arizona Coyotes haben sich diesen Sommer viel vorgenommen. Nach dem jahrelang eine Enttäuschung die nächste jagte, will man nun endlich den Neustart schaffen und wieder zu einem konkurrenzfähigen Team werden, dass im Kampf um die Playoffs und den Stanley Cup ein Wörtchen mitzureden hat. Das bedeutet natürlich große Umwälzungen im gesamten Verein, von der Spitze, bis in den Nachwuchs.

Die Präriehunde zogen in der Saison 2011-12 zuletzt in die Playoffs ein, als sie den Los Angeles Kings im Conference Finale unterlagen. Nun bauen sie auf ein junges Team, das die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen soll.

 Nicht nur der Kader, auch andere Stellen der Organisation wurden neu besetzt. Andrew Barroway, der Eigentümer der Coyotes, gab am 12. Juli bekannt, dass die Organisation sich die Dienste von Steve Patterson als Präsident und CEO der Franchise sichern konnte. Patterson ist ein erfahrener Mann im US-Sport auf höchstem Niveau. Er war der Vize-präsident der Houston Texans, als diese in der NFL den Super Bowl holten und der General Manager der Houston Rockets, als das Team den NBA-Titel holte.

Die Neubesetzungen warfen auch den Trainerstab über den Haufen. Rick Tocchet kehrt als Cheftrainer an seine alte Wirkungsstätte zurück. Der Kanadier bestritt als Spieler in 18 Saisons 1.144 NHL-Spiele und verbuchte dabei 440 Tore und 952 Punkte, davon 64 Tore und 130 Punkte in 213 Spielen für die Coyotes. Er hat 15 Jahre Erfahrung als Trainer und holte mit den Pittsburgh Penguins in den letzten beiden Jahren zwei Stanley Cups als Assistenztrainer. An seiner Seite stehen ebenfalls zwei Neuzugänge, die Assistenztrainer John MacLean und Scott Allen. Allen hat bereits über 20 Jahre Trainererfahrung hinter sich, MacLean hat, wie Tocchet, 18 Saisons als Spieler in seiner Vita, mehr als 10 Jahre als Trainer und arbeitete in den letzten Jahren als Analyst.

Video: ARI@TOR: Ekman-Larsson schießt im Powerplay scharf

Damit steht ein ordentlicher Erfahrungsschatz an der Spitze des Teams, die die junge Truppe, gemeinsam mit ein paar Veteranen, die als Anführer agieren sollen, wieder auf einen besseren Weg bringen soll. Auf dem Eis soll Neuzugang Derek Stepan die Richtung weisen. Die Coyotes wollten wenigstens einige wenige Akteure auf dem Eis haben, die in der NHL schon etwas mitgemacht haben. Deshalb holten sie auch den 30-jährigen Niklas Hjalmarsson von den Chicago Blackhawks, der gemeinsam mit Neuzugang Adam Clendening und den Coyotes Alex Goligoski und Oliver Ekman-Larsson für mehr Stabilität in der Abwehr sorgen soll.

Verloren haben die Coyotes allerdings Shane Doan, ihren Kapitän und das Gesicht der Franchise, der 21 Jahre im Verein verbrachte. Wer den Umschwung will, muss sich nun mal auch von altbekanntem und liebgewonnenem trennen, daher entschied sich die Geschäftsführung gegen eine Vertragsverlängerung mit dem Altstar.

Stattdessen kamen viele junge Spieler und Nachwuchstalente ins Team, die in Zukunft mehr Eiszeit bekommen und mehr Verantwortung übernehmen sollen. Auch die bereits in Arizona agierenden jungen Talente, sollen mehr in den Mittelpunkt rücken. So könnte die neue Herangehensweise eine Chance für Spieler wie Max Domi, Jordan Martinook und Tobias Rieder sein, sich weiter in den Mittelpunkt zu rücken und ihre Karriere voranzutreiben.

Video: SJS@ARI: Domi überwindet Jones im PP

Im Tor soll Antti Raanta für neuen Rückhalt sorgen. Allerdings waren weder er, noch sein Kollege Louis Domingue je erster Torhüter in einem NHL Team. Es bleibt abzuwarten, wie der Finne und der Kanadier mit der Situation zurecht kommen. Raanta kann mit einem Gegentorschnitt von 2,26 und 92,2% Fangquote in 30 Spielen immerhin ordentliche Zahlen in der letzten Saison vorweisen.

Auch eine Äußerung des Eigentümers zeigt, dass eine neue Ära eingeleitet werden soll: "Wie Commissioner Gary Bettman und die NHL gesagt haben, wir glauben an diesen Markt, ich glaube an dieses Team und ich glaube an unsere Fans. Wir könnten nicht entschiedener für Arizona und das Valley sein... Wir werden hier ein neues Stadion bekommen. Die Frage ust nur wann. Es wird passieren. Wir haben jetzt das Personal dafür."

Ein neuer junger Kader, neuer Trainerstab, neuer Präsident und CEO und nun soll auch ein neues Stadion kommen. Was ist also von diesem neuen, gewandelten Team zu erwarten? Natürlich wünscht sich jeder in Arizona den sofortigen Sprung in die Playoffs, doch ob das bereits in der kommenden Saison klappt, muss man abwarten. Die Coyotes haben nun ein hungriges und talentiertes, aber auch unerfahrenes und nichtr eingespieltes Team. Doch mit den vorgenommenen und geplanten Wechseln und Veränderungen, haben die Coyotes die Weichen für die Zukunft gestellt, um in den nächsten Jahren wieder ein Team zu sein, das im Rennen um den Cup mitreden kann.

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