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Coyotes erweisen sich als veritabler Favoritenschreck

Die Mannschaft aus Glendale schlägt hintereinander beide Stanley Cup Champions der letzten zwei Jahre

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Keller trifft per Konter

ARI@STL: Keller schnappt sich den Puck und trifft

Clayton Keller trifft per schnellem Gegenzug und mit Hilfe des Pfostens zum 1:1 im 2. Drittel

  • 00:35 •

Die Arizona Coyotes haben sich in dieser Woche als veritabler Favoritenschreck erwiesen. Binnen 25 Stunden beendeten sie die Siegesserien der beiden Stanley Cup Champions der vergangenen zwei Jahre. Am Montag gewannen sie bei den zuvor sechs Mal hintereinander siegreichen Washington Capitals mit 4:3 n. P. und am Dienstag ließen sie ein 3:2 n. P bei den St. Louis Blues folgen, die vor dem Aufeinandertreffen sieben Erfolge am Stück gefeiert hatten. Es ist das erste Mal in der Geschichte der NHL, dass ein Team einen derartigen Coup gelandet hat.

Dabei waren die Coyotes keineswegs voller Selbstvertrauen zu ihrem Auswärtstrip aufgebrochen. In den drei vorangegangenen Partien hatten sie lediglich einen Punkt geholt. Doch die Mannschaft von Trainer Rick Tocchet ließ sich weder davon, noch von äußeren Widrigkeiten negativ beeinflussen. Nach der Weiterreise aus Washington steckte der Tross aus Arizona zwei Stunden am Flughafen in St. Louis auf der Rollbahn fest, weil es zu Problemen beim Entladen der Maschine gekommen war. Erst um 3:30 Uhr morgens erreichte die Belegschaft aus Glendale ihr Hotel.

 

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Umso mehr freute sich Coach Tocchet über den gelungenen abendlichen Auftritt im Enterprise Center bei den Blues. "Ich bin stolz auf meine Jungs", sagte er hinterher. "Die Begleitumstände waren ja allen bekannt. Trotz des eng getakteten Spielplans und einer Nacht mit nur wenig Schlaf, ist es uns gelungen, unseren Gegner niederzuringen. Ich freue mich unheimlich, dass wir dieses Spiel gewonnen haben."

Drei Akteure aus dem Coyotes-Kollektiv stachen besonders heraus. Es handelte sich um die Stürmer Clayton Keller und Conor Garland sowie Torhüter Darcy Kuemper. Keller gelang ein Tor und ein Assist, Garland erzielte im letzten Drittel das 2:2 und verwandelte den entscheidenden Penalty und Kuemper war mit 33 Paraden ein bärenstarker Rückhalt zwischen den Pfosten.

Garlands Ausgleichstreffer im Powerplay bedeutete zugleich das Ende einer Negativserie. 18 Gelegenheiten in Überzahl hatten die Coyotes davor ungenutzt verstreichen lassen. "Bei diesem Spielzug liefen alle Aktionen ganz harmonisch ineinander. Alex (Goligoski - d. Red.) hat von hinten heraus gut eröffnet und Christian (Dvorak) hat den Puck an der Bande prima zu mir durchgesteckt. Der Rest war einfach. Ich musste nur noch vors Tor laufen und zu Conor (Garland) abspielen. Ich finde, das war ein großartiger Treffer von uns", beschrieb Keller die betreffende Szene während Arizonas zweitem Überzahlspiel in diesem Match.

Im Penaltyschießen stand Garland erneut im Mittelpunkt des Geschehens. In der zweiten Shootout-Runde überwand er Blues-Schlussmann Jordan Binnington nach einer geschickten Körpertäuschung und sicherte seinem Team dadurch den Zusatzpunkt. Nick Schmaltz traf ebenfalls, während auf der Gegenseite Tyler Bozak und Ryan O'Reilly an Kuemper scheiterten. Für Garland war es ein Déjà-vu. Bereits in der Begegnung gegen die Capitals hatte er mit seinem Sololauf im Penaltyschießen die Entscheidung herbeigeführt.

Video: ARI@WSH: Garland sichert Shootout-Sieg für Coyotes

"Ich habe diese spezielle Bewegung im Sommer häufig trainiert", verriet der Schütze. "Jeder Punkt ist wertvoll für uns. Von daher weiß ich um meine Verantwortung, wenn ich im Penaltyschießen aufgerufen werde."

Garland war außerdem froh über sein frühes Ausgleichstor im letzten Drittel. "Wir wollten unbedingt vermeiden, dass wir bis zum Schluss einem Rückstand hinterherlaufen müssen. Von daher kam der Treffer genau zur rechten Zeit", meinte er. "Die beiden Siege sind Gold wert, gerade nach den zwei verpatzten Heimspielen. Jetzt haben wir noch das Spiel in Minnesota vor uns, das wir nach Möglichkeit auch gewinnen sollten."

Nach Ansicht von Torwart Kuemper war der Erfolg in St. Louis ein Beweis für die große Moral der Mannschaft. "In Anbetracht der Tatsache, wann wir ins Hotel gekommen sind, hat sich keiner von uns gut gefühlt, als wir aufs Eis mussten. Die Beine waren schwer, aber wir haben uns durchgebissen", betonte er.

Durch den Sieg bei den Blues schoben sich die Coyotes in der Tabelle der Pacific Division mit nunmehr 24 Zählern auf Platz zwei vor. Der Rückstand auf Spitzenreiter Edmonton Oilers beträgt zwei Punkte. Allerdings hat Arizona eine Begegnung weniger ausgetragen als das Team von Leon Draisaitl.

Mit dem Duell bei den Minnesota Wild am Donnerstag im Xcel Energy Center (Fr. 2 Uhr MEZ; NHL.tv) schließen die Coyotes den drei Stationen umfassenden Auswärtstrip ab.

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