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Anpassungen wichtig im "Hin-und-Her-Finale"

Beide Mannschaften müssen sich im Stanley Cup Finale justieren, sowohl im eigenen Team, als auch auf den Gegner

von Stefan Herget @NHLde / NHL.com/de Chefautor

Das Stanley Cup Finale 2019 zwischen den Boston Bruins und St. Louis Blues wogte bisher Hin und Her. Die Bruins gewannen nach einem 0:2-Rückstand Spiel 1 am Ende mit 4:2. Spiel 2 war trotz der Überlegenheit der Blues lange offen und wurde erst in der Verlängerung von St. Louis für sich entschieden. In Spiel 3 legten die Bruins in der zweiten Hälfte des 1. Drittels mächtig los und führten bis zur 21. Minute vorentscheidend mit 4:0 und gewannen am Ende mit 7:2. In Spiel 4 waren die Blues erneut das bessere Team, konnten aber erst in der 51. Minute mit dem 3:2 den Grundstein für ihren 4:2-Erfolg legen. Folgt die Serie dem Gesetz der gleichmäßigen Verteilung, dann wären am Donnerstag in Spiel 5 die Bruins wieder dran.

"Wir nehmen und sehen es von Spiel zu Spiel", betonte Blues-Trainer Craig Berube nach dem Training am Mittwoch. "Zu allererst war es ein großartiger Sieg am Montag. Aber das müssen wir hinter uns lassen und nach vorne schauen. Wir müssen Spiel 5 mit der richtigen Einstellung und Leidenschaft angehen, denn wir wissen, dass Boston ebenfalls alles geben wird. Dem müssen wir entschieden entgegentreten."

Neben dem Unterfangen das Gesetz der Serie brechen zu wollen, um den Bruins nicht zwei Matchbälle zu verschaffen und selbst mit einer erstmaligen Führung im Rücken nach St. Louis zurückkehren zu können, wird die Taktik, mit der beide Teams agieren werden, einen wichtigen Einfluss auf den Spielverlauf nehmen.

"Es geht immer um Taktik", sagte Berube. "Aber wenn du die Zweikämpfe nicht gewinnst und den Puck nicht kontrollierst, dann wird es schwer werden."

Neben Anpassungen im taktischen Bereich aufgrund der bisherigen Erfahrungen in der Serie, dass ein gutes Spiel der einen Mannschaft mit einem schlechteren Spiel des Gegners eingeherging, müssen sich sowohl die Bruins, als auch die Blues mit personellen Veränderungen beschäftigen und diese meistern. Dabei stehen nicht nur die im eigenen Team im Mittelpunkt, sondern auch die beim Gegner haben einen wichtigen Einfluss.

 

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"Es ist unsere Arbeit als die Trainer, dass wir die Spieler in die Position bringen müssen, damit sie gewinnen können", stelle Bruins-Trainer Bruce Cassidy kurz und bündig klar.

Nachdem die Bruins seit Spiel 3 auf Verteidiger Matt Grzelcyk verzichten und die Blues in Spiel 3 Übeltäter Oskar Sundqvist aufgrund seiner Sperre wegen des Bandenchecks gegen Grzelcyk ersetzen mussten, scheint sich in Spiel 5 ein Ausfall von Zdeno Chara anzudeuten. Der Bruins-Kapitän verletzte sich in Spiel 4, als der Puck nach einem Schuss von Bryden Schenn von seinem eigenen Schläger in sein Gesicht sprang. Cassidy sprach von einer "Gesichtsverletzung" und ließ den Status offen. Auch am Donnerstagmorgen herrschte noch keine Klarheit, ob Chara würde spielen können. Er stand zum Morning Skate auf dem Eis und Cassidy bezeichnete es als kurzfristige Entscheidung vor dem Spiel. 

 

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"Mit Ausfällen musst du umgehen können und die richtigen Entscheidungen treffen", betonte Cassidy weiter. "Diese Mannschaft hat schon bewiesen, dass sie den Ausfall einzelner Topspieler wegstecken kann. Chara war schon ausgefallen, McAvoy fehlte uns und trotzdem haben wir Spiele gewonnen. Die anderen Spieler wissen einfach, dass sie diese Lücke füllen müssen und das tun sie mit der richtigen Einstellung und viel Engagement."

Die Bruins-Spieler haben Vertrauen darin, wie Cassidy die Mannschaft richtig einstellt und Veränderungen im eigenen Team und dem des Gegners meistert. ""Er leistet sehr viel für uns", lobte Patrice Bergeron ihren Trainer. "Er weiß genau, wie er die Mannschaft anpacken muss, individuell oder auch als Team. Er trifft die richtigen Entscheidungen, um Dinge auszugleichen und wir haben alle unser vollstes Vertrauen in ihn."

Gut möglich, dass Cassidy Chara ersetzen muss und dann wohl Steven Kampfer ins Rennen schicken wird. Eine Tatsache, auf die sich beide Mannschaften wieder einstellen müssen, denn der 30-jährige US-Amerikaner tritt in der Defensive von Boston schon wegen seiner kleineren Erscheinung anders auf als der 42-jährige Slowake.

 

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"Beide sind sehr gute Mannschaften und das endet nicht mit denen, die auf dem Eis stehen und spielen", verdeutlichte auch Blues-Stürmer Tyler Bozak. "Die Spieler in der zweiten Reihe, trainieren täglich um die Chance reinzukommen und dabei zu sein. In einer langen und engen Serie wie dieser, benötigst du immer Spieler, die reinkommen und ihre Leistung bringen."

Am Ende wird entscheidend sein, wer von beiden Mannschaften sich besser auf die Veränderungen einstellen und Verletzungen bzw. Ausfälle besser wegstecken konnte.

Erste Ansätze dazu gibt es bereits in Spiel 5 in der Nacht von Donnerstag auf Freitag um 2 Uhr MESZ (live auf NHL.tv, Sport1+, DAZN, Teleclub Sport) zu sehen.

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