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Andrighetto denkt gerne an Schweden zurück

Avalanche-Stürmer zieht im Gespräch mit NHL.com/de sein Resümee der NHL Global Series 2017

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Während der Saison 2017/18 bringt NHL.com/de jeden Mittwoch ein Feature mit dem Titel "Breaking the Ice". Darin präsentieren wir jeweils einen Spieler, der in der Liga zuletzt von sich Reden gemacht hat - auf oder abseits des Eises.
In dieser Folge: Sven Andrighetto (Colorado Avalanche)

Die persönliche Bilanz von Sven Andrighetto aus den Spielen der NHL Global Series 2017 in Stockholm konnte sich sehen lassen. Ein Tor und eine Vorlage standen für den Schweizer Stürmer in Diensten der Colorado Avalanche aus den Partien gegen die Ottawa Senators zu Buche. Dennoch zeigte sich der 24-Jährige zunächst wegen der beiden 3:4-Niederlagen enttäuscht. Inzwischen überwiegen bei ihm jedoch die positiven Eindrücke des Schweden-Trips, wie er am Mittwoch im Interview mit NHL.com/de deutlich machte.

Video: Sven Andrighetto redet über die Spiele in Schweden

Wie bewertest du die Schweden-Reise nach ein paar Tagen Abstand?

Es war insgesamt eine tolle Erfahrung. Stockholm ist eine fantastische Stadt und die Fans waren einfach großartig. In beiden Spielen gegen die Senators waren wir dicht dran an einem Erfolg. Im zweiten Match lagen wir vor dem letzten Drittel vorne, obwohl wir nicht unseren besten Tag hatten. Leider haben wir die Führung noch aus der Hand gegeben, was wir natürlich unbedingt verhindern wollten.

Die NHL Global Series 2017 hat den Liga-Alltag unterbrochen. Wünscht man sich als Spieler eine solche Abwechslung im November?

Ja klar. Wir haben uns alle sehr auf die Reise gefreut. Ein spezielles Ereignis wie dieses macht definitiv mehr Spaß, als ein normaler Trip nach Ottawa. Wir werden das Ganze sicher nicht so schnell vergessen.

Was glaubst du, ist in den schwedischen Spielern vorgegangen?

Die Serie in Stockholm war für alle europäischen Spieler etwas Besonderes. Meine Familie und Freunde sind extra aus der Schweiz gekommen, um mich zu sehen. Für Erik Karlsson und die übrigen Schweden in beiden Teams war es sicher noch mal ein Stück emotionaler. Das kann man sich nur schwer vorstellen.

Wärst du irgendwann einmal gerne in ihrer Situation bei einem NHL-Gastspiel in der Schweiz?

Ich persönlich fände es großartig, wenn die NHL in die Schweiz käme. Die Fans verfolgen die Liga mit zunehmender Begeisterung. Generell ist die Hockey-Community bei uns in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Von daher wären NHL-Spiele in der Schweiz eine Riesensache und eine gute Werbung.

Was ist der Grund für das steigende Interesse bei den Fans?

In erster Linie die Erfolge der Nationalmannschaft. Vor allem der Gewinn der Silbermedaille bei der WM 2013 hat einen großen Schub gegeben. Hinzu kommen die konstant guten Leistungen der Junioren-Auswahlteams. Und in der NHL hat es zuletzt immer mehr Schweizer gegeben, die nicht nur regelmäßig spielen, sondern Schlüsselpositionen in ihren Teams einnehmen. Das macht die Liga für viele Leute interessant.

Video: Global Series: Andrighetto trifft aus spitzem Winkel

Wie verlief die Zeit nach der Rückkehr aus Schweden?

Wir sind am Sonntag in Denver angekommen und hatten den Rest des Tages frei. Am Montag und Dienstag haben wir uns ein wenig bewegt, Tennis gespielt und Yoga gemacht. Wichtig war, mit dem Zeitunterschied klarzukommen. Am Mittwoch hatten wir ein gutes Training. Nun sind bereit für das nächste Match gegen Washington. Da wollen wir wieder zurück in die Erfolgsspur.

Was hast du dir persönlich für die nächsten Wochen und Monate vorgenommen?

Ich möchte beständig meine Leistung bringen, effektiv in der Offensive sein und zugleich gut nach hinten arbeiten. Mit anderen Worten: Mein Team soll sich bei jeder Schicht auf mich verlassen können.

Eine letzte Frage: Wie gefällt dir dein "Tiger of Sweden"-Anzug?

(lacht) Ich mag ihn. Er sieht gut aus. Ich habe ihn am Samstag in Stockholm angehabt und viele Komplimente bekommen.

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