NSH@SEA: Burakovsky erzielt sein 4. Saisontor im 1.

Eine bislang starke Saison zeigen die Seattle Kraken. In ihrem zweiten Jahr in der NHL hat sich die Franchise gezielt verstärkt und rangiert derzeit auf dem zweiten Rang in der Pacific Division. Lediglich die dominanten Vegas Golden Knights können in der Division bislang Seattle übertrumpfen. Der Grund für die gute Position ist eine anhaltende Siegesserie von derzeit fünf Partien. Zuletzt siegten sie am Dienstagabend deutlich, mit 5:1, gegen die Nashville Predators.

Während der Saisonstart für Seattle noch etwas holprig war, konnten sie die Bilanz auf 8-4-2 verbessern. Ein Grund dafür ist auch Andre Burakovsky, der sich nach seinem Wechsel von den Colorado Avalanche zu den Kraken sehr gut eingelebt hat. Burakovsky wurde 1995 in Klagenfurt, Österreich geboren, nachdem sein Vater, Robert Burakovsky, in dieser Zeit für den Klagenfurter AC auf Torejagd ging.
Sein Sohn Andre konnte in bislang 14 Partien für Seattle 13 Zähler für sich verbuchen. Viermal netzte er selbst ein, neun weitere Tore bereitete der Flügelstürmer vor. Er ist damit der punktbeste Akteur der Kraken und konnte auch in der Fünf-Siege-Serie fleißig zum Erfolg beitragen. Er sammelte in der, für die junge Franchise rekordträchtigen, Serie fünf Zähler (1 Tor, 4 Vorlagen) und wusste besonders gegen Nashville zu brillieren.

SEA 3, PIT 2

Seattle kam im Duell mit den Predators mit Vollgas aus der Kabine. Bereits nach 38 Sekunden sorgte Jordan Eberle für das 1:0. Der Treffer wurde von Burakovsky ebenso vorbereitet, wie das 2:0 durch Will Borgen. Den dritten Treffer des Abends erzielte Burakovsky selbst. Nach 20 Minuten schien die Partie beim Stand von 4:0 bereits entschieden. Die herausragende Anfangsphase ist eines der Erfolgsrezepte für die Kraken in den vergangenen Matches.
"Ich denke in den vergangenen paar Spielen, während unserer Fünf-Spiele-Siegesserie, hatten wir gute Starts", blickte Burakovsky zurück. "Ich denke, dass das früher in der Saison ein wenig unser Problem war, wenn wir etwas schläfrig aus der Kabine gekommen sind. Wir haben darüber sehr viel geredet. Meiner Meinung nach kommen wir jetzt heiß raus. Das gibt früh den Ton an, soviel ist sicher."
Die Bedeutung des schnellen Starts ist beim Blick auf die Statistik der Kraken sehr deutlich. Sollten sie nach 20 oder 40 Minuten führen, so gewinnen sie 75 Prozent ihrer Partien. Einen Rückstand zum einem Drittelende konnten sie allerdings noch nie in einen Erfolg umwandeln.

SEA 4, MIN 0

Der Erfolg der Kraken lässt sich aber nicht nur auf die herausragenden Anfangsphasen reduzieren. Ein 4:0-Vorsprung verleitet auch häufig zu Leichtsinn und einer überheblichen Spielweise, die schnell bestraft werden kann. "Das sind harte Spiele", unterstrich Trainer Dave Hakstol dieses Phänomen. "Wenn man nach dem ersten Drittel mit vier Toren führt, dann weiß man, dass sie drücken werden, besonders bei ihrer Spielweise. …] Unser zweiter Abschnitt war nicht ideal für uns. Das ist nicht genau das, was wir wollen. Wir sind aber durchgekommen und waren im dritten Drittel wieder etwas zielstrebiger."
Die Kraken können sich dabei auf ihre mannschaftliche Geschlossenheit verlassen. "Ein Lob an jeden in der Kabine. Ich habe es schon nach dem Spiel gegen Pittsburgh gesagt, ich glaube nicht, dass es jemanden da drin weniger interessieren könnte, wer die Lorbeeren bekommt oder offensiv etwas beisteuert", beschrieb Hakstol das Mannschaftsgefüge. "Ich denke, dass wir ein Selbstverständnis haben, dass irgendjemand aufsteht und etwas beiträgt, und jeder hat den Teamerfolg im Auge."
Gegen Nashville war es Burakovsky, der zum Spieler der Partie wurde. Doch mit
Jaden Schwartz, Jordan Eberle, Matty Berniers und vielen weiteren zeigen die Kraken, dass sie sich für die zweite NHL-Spielzeit deutlich verbessert haben und auf eine größere Kadertiefe zurückgreifen können.
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Selbst den Wehrmutstropfen, dass sich mit Phillip Grubauer der vermeintliche Nummer-Eins-Torhüter verletzt hat und weiter ausfällt, lässt die Kraken nicht verzweifeln. Martin Jones konnte während der Siegesserie 96,6 Prozent der auf ihn abgegebenen Schüsse parieren.
Sollte es den Kraken gelingen auch weiterhin so herausragend in die Matches zu starten, dürfte einer weiteren Verlängerung der Erfolgsserie nichts im Wege stehen. Den Anlauf zum sechsten Sieg in Folge nimmt Seattle am Freitag, wenn die Minnesota Wild in der Climate Pledge Arena gastieren.