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Anaheim Ducks erreichen Conference-Finale

Durch einen knappen 2:1-Erfolg im allesentscheidenden siebten Spiel dürfen die Kalifornier weiter vom Titel träumen

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Nick Ritchie sorgte mit seinem letztendlich entscheidenden Treffer zum 2:1 für die Anaheim Ducks im Spiel Sieben gegen die Edmonton Oilers früh im letzten Drittel dafür, dass die Träume von Leon Draisaitl & Co. an diesem Abend in Kalifornien vorerst zu Ende gingen, die Oilers aus den diesjährigen Playoffs in der besten Eishockeyliga der Welt ausschieden. 

Die Ducks hingegen dürfen nun im Western Conference-Finale gegen die Nashville Predators weiter um den heißbegehrten Stanley Cup kämpfen.

Damit endete für die Duck auch zugleich eine Unglücksserie von zuletzt fünf hintereinander verlorenen siebten Spielen auf heimischem Eis im Honda Center. Die Jungs aus Anaheim erreichten das Conference Finale nun zum zweiten Male innerhalb von drei Jahren.

Andrew Cogliano glich für die Gastgeber im zweiten Drittel zunächst wieder aus, bevor die Ducks dann endgültig Kurs Heimsieg einschlugen.
Torhüter John Gibson kam am Ende des Abends auf 23 Saves. Nur beim Schuss von Drake Caggiula in der vierten Spielminute musste er sich geschlagen geben, konnte er die 1:0-Führung der Kanadier nicht verhindern.

Vier der letzten fünf Spiele verloren Draisaitl & Co., mussten ihren ersten ernsthaften Anlauf auf den Cup seit dem Jahre 2006, als die Oilers erst im Stanley Cup-Finale gegen den späteren Sieger, die Carolina Hurricanes, knapp unterlagen.

Cam Talbot im Tor der Gäste kam am Ende des Abends auf 28 Rettungstaten. Kapitän Ryan Getzlaf gelang an seinem 32. Geburtstag kein Punkt. Auch in den Spielen zuvor konnte er nichts Zählbares beisteuern. Am Ende wird ihm das vermutlich recht egal sein, kann sein Team doch nun weiter um den heißbegehrten Silberling kämpfen. 

Siegtorschütze Ritchie war nach der heutigen Partie entsprechend erfreut: "Wir lagen ja eine Weile im Hintertreffen. Doch wir gerieten nicht in Panik, haben weiter unser Spiel gespielt. Nach dem Ausgleich sind wir dann dran geblieben und konnten unser intensives Eishockey durchbringen."

Angesprochen auf die zuletzt andauernde Negativserie auf heimischem Eis in Entscheidungsspielen gab sich Geburtstagskind Getzlaf cool: "Ich würde nicht sagen, dass es eine Erleichterung in diesem Sinne ist. Aber es ist schon schön, dass wir da nun nicht mehr ständig drauf angesprochen werden."

Gästekapitän Connor McDavid, der in der Partie kein großer Faktor war, war entsprechend enttäuscht nach dem Ausscheiden seines jungen Oilers-Teams: "Es wird einige Zeit dauern bis wir das verarbeitet haben. Es schmerzt aktuell schon sehr. Doch wir können sicherlich auch eine Menge Positives aus diesem Jahr mitnehmen. Wir sind jetzt erfahrener, können aus den Erlebnissen dieses Jahres unsere Lehren ziehen und gelten dann auch im kommenden Jahr nicht immer als die so Unerfahrenen. Das ist sicherlich etwas worauf wir in der Zukunft gut aufbauen können."

Auch sein Trainer Todd McLellan war natürlich einerseits enttäuscht, andererseits aber auch stolz auf sein Team: "Natürlich ist das jetzt gerade bitter. Aber gefühlt haben wir ja unseren College-Abschluss hier innerhalb eines einzigen Monats gemacht."

Anaheims Cogliano war hingegen noch ganz voller Freude. "Wir sind verdient weitergekommen. Es wäre ja auch nicht gerecht gewesen, wenn es für uns heute Nacht geändert hätte. So geht es weiter. Das freut mich natürlich sehr."

Los geht es mit der ersten Begegnung des erneut nach dem Format 'Best of 7' ausgetragenen Finale des Westens übrigens für die 'Ducks' und die 'Preds' schon am Freitag mit dem ersten Kräftemessen im Conference-Finale, dem letzten Zwischenschritt vor dem legendären Stanley Cup-Finale.

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