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Alternative Namen finden Weg auf Spielbericht

von Amalie Benjamin / NHL.com

SAN JOSE -- Die Namen sind nicht die, die du erwarten würdest, nicht Sidney Crosby oder Joe Pavelski, nicht Kris Letang oder Brent Burns.

Die meisten Tore im Stanley Cup Finale zwischen den Pittsburgh Penguins und den San Jose Sharks wurden von anderen geschossen. Auf den Spielberichten tauchen Namen wie Ian Cole (der in der gesamten Saison noch nicht getroffen hatte), Justin Braun, (der nach lediglich vier Hauptrundentreffern bereits bei zwei Toren in der Serie steht) und Nick Bonino auf.

Das heißt nicht, dass die großen Namen keinen Beitrag beisteuern. Crosby war in den beiden ersten Partien die dominante Figur von Pittsburgh. Phil Kessel steuerte am Montag im SAP Center die Vorarbeit zu den beiden ersten Treffern der Penguins beim 3-1 Sieg in Spiel 4 bei.

Aber die Penguins schafften es auch, auf ihre kompletten Ressourcen zurückzugreifen. Weil es ihnen gelang, Nutzen aus ihrer Kadertiefe zu ziehen, haben sie drei der ersten vier Spiele gewonnen. Dies brachte ihnen einen 3-1 Vorsprung in der Best-of-7 Serie ein. Bereits in Spiel 5 am kommenden Donnerstag (2:00 Uhr MESZ) können sie im Consol Energy Center den Stanley Cup Sieg perfekt machen.

Noch in den ersten drei Playoffrunden waren die großen Namen die Schlüsselfiguren bei den Sharks. In den Statistiken führten die altbekannten: 13 Tore von ihrem Kapitän Pavelski, 15 Assist von Joe Thornton und 20 Punkte von Burns. Aber nun gegen die Penguins, wenn die Spiele enger werden und die Früchte höher hängen, setzen sich die Stars nicht mehr durch. Auch die "kleinen Lichter" kamen im Gegensatz zu denen von Pittsburgh noch nicht so in Tritt.

"Ich denke, umso tiefer du in die Playoffs kommst, um so besser sind auch die Teams, die einen Tiefen Kader haben und die am härtesten verteidigen können", formulierte Penguins Coach Mike Sullivan. " So talentiert die meisten Teams offensiv sind, wir haben das unserer Mannschaft über das ganze Jahr gepredigt: Es zählt nicht, wie viele Tore wir schießen, wir müssen lernen zu verteidigen. Wir müssen lernen Bereitschaft zu zeigen, den Puck von unserem Netz fernzuhalten."

Das bedeutet, dass die Tore manchmal auch auf Fehlern basieren, wie zum Beispiel der unglückliche Treffer, der in Spiel 3 von Penguins Schlussmann Matt Murray an Joel Ward abgegeben wurde. Manchmal sind es Nachschüsse oder Schussabfälschungen, wie von Cole bei einem Kesselschuss in Spiel 4 oder Malkins Ablenkung im selben Spiel.

Oft sind sie nicht schön. Oft werden sie nicht von den Stars erzielt. Das war bisher der Fall in der Serie.

"Ich denke, keine Mannschaft kommt so weit, wenn sie nicht Verteidigen kann", fügte Sullivan hinzu. "Ich denke, die Top-Spieler erhalten von den Verteidigern die meiste Aufmerksamkeit. Es überrascht mich nicht, dass die Tore nicht fallen, weil beide Teams viel Hingabe beim Spiel gegen den Puck zeigen. Es ist meiner Meinung nach das härteste Hockey, das ich in der Liga bisher gesehen habe. Es scheint, als ob beide Teams um jeden Zentimeter auf dem Eis kämpfen. So ein Hockey wird heutzutage gespielt."

Und es ist etwas, das die Penguins bisher einfach besser gemacht haben, als die Sharks.

"Ich dachte, in jedem Spiel schafften sie einen Weg, etwas mehr herauszuspielen", erklärte Sharks Coach Peter De Boer über seine Stars. "Aber es gibt keine magische Antwort. Sie bekommen viel Aufmerksamkeit. Unsere zweite Garde muss ihnen ein bisschen Druck abnehmen. Heute Nacht hatten wir ein Tor von Melker Karlsson [Montag]. Wir müssen auch einen Weg finden, ein paar Tore von anderen Leuten zu bekommen."

Man kann nicht sagen, dass sich die großen Namen nicht reinhängen, um auf der Anzeigentafel zu landen. Bevor Malkin am Montag im Powerplay traf, gelang ihm in 15 Spielen zuvor lediglich ein Treffer. Er zeigte, dass er mehr für den Erfolg seines Teams beisteuern musste. Pavelski weiß, dass seine Ineffektivität für seine Sharks, die sich so lange auf ihn verlassen konnten, problematisch ist.

Wie der Sharks Kapitän bereits sagte: "Es ist anders. Wenn du 3-1 zurückliegst und nichts hast, ist es eine andere Geschichte. Aber jetzt, in dem Loch in dem wir sitzen, können ein oder zwei Tore viel verändern. So ging es bereits über weite Strecken der Postseason. Ich sollte ein paar mehr Tore haben."

Hätte er diese, wären die Sharks nicht in dieser unbefriedigenden Situation. Auch wenn das Spielgeschehen ein anderes Bild zeigte, waren die Endergebnisse in den letzten vier Spielen stets eng. Aber Pavelski hatte bisher keinen Weg gefunden sich einzubringen, und die Sharks haben keinen Weg gefunden, die Lücke zu stopfen. Die Penguins schon.

"Es ist keine einfache Situation", sagte Sullivan. "Es ist hartes Hockey. Beide Teams haben sehr hart gespielt. Wir haben sehr viel Respekt vor San Jose und wissen, dass sie stark sind. Aber ich könnte nicht stolzer auf meine Jungs und die Art wie sie spielen sein."

Das gilt für die großen Namen wie für die kleineren Lichter, die ihren Weg auf die Anzeigentafeln fanden und womöglich auch auf den Stanley Cup finden werden.

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