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Für Alex Ovechkin geht das große Warten weiter

Auch gegen die Islanders blieb der Russe torlos; der 700. NHL-Treffer lässt weiterhin auf sich warten

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Freier Autor

Alex Ovechkin, seines Zeichens das sportliche Aushängeschild der Washington Capitals, nimmt sich als gewohnt treffsicherer Torjäger aktuell eine kleine Auszeit zur Unzeit. Ausgerechnet zwei Tore vor dem Erreichen der geschichtsträchtigen Anzahl von 700 Karriere-Treffern in der NHL, blieb der Russe am Montag zum zweiten Mal in Folge ohne eigenes Erfolgserlebnis. 

Sein Ansinnen mit dem Erreichen dieser Zahl demnächst zum achten Spieler der über 100-jährigen Ligageschichte zu werden, der diese Schallmauer durchbricht, muss weiter warten.

Schlimmer noch, seine Mannschaft unterlag auf heimischen Eis in der Capital One Arena, ohne den einen oder anderen Treffer ihres Superstars, mit 3:5 gegen die New York Islanders. 

Doch aufgeschoben heißt bekanntlich nicht aufgehoben. Dessen war sich auch Islanders-Coach Barry Trotz, der Ovechkin in seiner Amtszeit bei den Hauptstädtern zwischen 2014 und 2018 selbst trainiert hatte, nach dem Wiedersehen an alter Wirkungsstätte sicher: "Wir haben versucht ihn heute unter Druck zu setzen, ihm Zeit und Platz zu nehmen. Er ist so gut, dass er nicht viel von beidem braucht, um seine Tore zu schießen. Das hat man schon häufig genug miterleben dürfen. Er wird die 700 Tore erreichen. Es hätte mich nicht gestört, wenn ihm dies heute gegen uns gelungen wäre, solange wir das Spiel am Ende gewonnen hätten."

Und Trotz ging in seinem Lob für seinen ehemaligen Schützling sogar einen Schritt weiter: "Ich bin davon überzeugt, dass er am Ende auch Wayne Gretzkys Rekord von 894 Karrieretreffern in der Liga brechen wird. Ich wünsche ihm viel Glück, denn wir treffen in dieser Spielzeit ja nicht mehr auf ihn."

Video: NSH@WSH: Ovechkin überholt Yzerman auf NHL-Torliste

In der Tat gibt es wenig Gründe für Ovechkin an der Tatsache zu zweifeln, dass er in Kürze den Meilenstein von 700 Treffern erreichen wird. Eine zwei Spiele umfassende Ladehemmung ist keine Seltenheit, selbst für einen Superstar wie ihn nicht. 

Ähnlich erging es dem Kapitän der Capitals einst bei der Schallmauer von 600 Toren. Nachdem er die Marke von 598 erreicht hatte, blieb es dem Torjäger in drei Spielen hintereinander auf einem Roadtrip in den Westen, mit Spielen in Anaheim, Los Angeles und San Jose, versagt seine Ausbeute weiter zu erhöhen, bevor er dann zurück in Washington vor den eigenen Fans die Erfolgserlebnisse 599 und 600 folgen ließ.

Beim Vergleich mit den Islanders missglückte nicht nur Ovechkin der Auftritt vor seinen Fans. Die gesamte Mannschaft erwischte einen rabenschwarzen Start in die Begegnung. 

Anthony Beauvillier traf doppelt für die Gäste und Josh Bailey und Brock Nelson durften sich über drei Vorlagen freuen. Thomas Greiss lieferte solide 25 Paraden für die Islanders ab. 

Video: NYI@WSH: Beauvillier versenkt Onetimer bei Konter

John Carlson steuerte als auffälligster Akteur für Washington ein Tor und eine Vorlage bei, konnte die dritte Niederlage aus den vergangenen vier Spielen jedoch nicht verhindern.

"Zu Beginn der Saison haben wir viele Spiele gewonnen, in denen wir es vielleicht nicht verdient gehabt hätten. Aktuell gehen uns diese Spiele verloren. Daran müssen wir als gesamte Mannschaft arbeiten. Das gilt es zu ändern."

Torhüter Ilya Samsonov kassierte bei 20 Torschüssen der Islanders fünf Gegentore und wurde vorzeitig vom Eis geholt, durch Braden Holtby ersetzt, der weitere 12 Paraden zeigen musste.

Erst nachdem Ovechkins Team mit 1:5 in Rückstand geraten war, die Islanders im Gefühl des sicheren Sieges etwas den Fuß vom Gas nahmen, gelang es den Capitals das Ergebnis aus ihrer Sicht zumindest etwas freundlicher zu gestalten. 

Lars Eller verkürzte in der zwölften Minute des Mitteldrittels auf 2:5. T.J. Oshie gelang kurz vor Drittelende der finale Treffer zum Endstand.

Die Capitals schafften es dieses Mal nicht, so wie am 18. Januar, aus einem 1:4 gegen die New Yorker einen Erfolg zu machen. Damals drehte das Team das Ergebnis noch auf 6:4 zu den eigenen Gunsten. 

Das lag am Montag auch an Ovechkin, der in dieser Begegnung einem Plus/Minus-Wert von -4 aufzuweisen hatte, was sein schwächster Wert seit der 4:6-Pleite gegen die Carolina Hurricanes vom 28. Dezember war (ebenfalls -4).

"In den vergangenen Tagen konnten wir einige Spiele erfolgreich drehen", befand Oshie nach der Heimniederlage. "Heute haben wir erneut vieles versucht, doch am Ende ist uns einfach die Zeit davongelaufen. Der Rückstand war zu groß für uns heute. Daraus können wir nur lernen für die kommenden Aufgaben."

"Es ist aktuell deutlich zu einfach gegen uns Tore zu erzielen", bedauerte Torschütze Eller nach der Begegnung. "Das liegt aber nicht an den Torhütern. Wir verlieren einfach zu viele Laufduelle und die Zweikämpfe vor dem Tor."

 

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Die Chance es wieder besser zu machen und Kapitän Ovechkin zudem seinen heiß ersehnten großen Meilenstein erreichen zu lassen, die bietet sich für Washington in den kommenden Begegnungen erst einmal auswärts. Es geht für das Team jetzt auf eine Serie von Auswärtsspielen im Westen. 

Die nächste Herausforderung auf die Stanley Cup Champions des Jahres 2018 wartet am Donnerstag mit den Colorado Avalanche im Pepsi Center von Denver (Fr. 3 Uhr MEZ; NHL.tv). 

Ob dann auch Stürmer Evgeny Kuznetsov in den Reihen der Capitals wird mitmischen können, ist aktuell noch offen. Er musste das Spiel gegen die Islanders in der Mitte des zweiten Abschnitts nach einem Check gegen die Bande vorzeitig beenden. 

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