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Die AHL präsentiert ihr All-Rookie Team

Moose-Prospects Appleton und Niku werden für eine beeindruckende Saison belohnt

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Wie machen sich die deutschsprachigen Spieler in der American Hockey League? Welche Akteure stehen vor dem Sprung in die NHL? Wer wurde von seiner Organisation nach unten geschickt und wer erhielt den erhofften Anruf eines NHL General Managers? Jeden Sonntag wirft NHL.com/de einen Blick auf die nordamerikanischen Minor Leagues und beantwortet diese und noch viele andere Fragen.

Während sich das Ende ihrer regulären Hauptrunde näherte, veröffentlichte die American Hockey League in der vergangenen Woche ihre All-Star Teams. Insgesamt sechs Rookies und zwölf gestandene Spieler schafften den Sprung in die Auswahl-Mannschaften und wurden mit einem Kristall-Pokal ausgezeichnet.

Neben den All-Star Teams Eins und Zwei wurde auch ein All-Rookie Team zusammengestellt.

Drei der Jungspieler, die in die Fußstapfen von beispielsweise eines Zdeno Chara (1998), Bobby Ryan (2008) oder P.K. Subban (2010) traten, präsentierten sich in der Saison 2017/18 auch in der National Hockey League.

Neben Shootingstar Dylan Strome, der schon zum Ende der Vorsaison zu sieben Einsätzen bei den Arizona Coyotes kam, wurden auch Penguins Daniel Sprong und Manitobas Sami Niku von Pressevertretern, Trainern und Spielern in die Riege der besten AHL-Rookies gewählt. Strome startete als einer der heißesten Anwärter auf die Rookie-Trophäe in die AHL-Saison und erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen mit Bravour.

Der Erstrunden-Draftpick (Nummer 3) von 2015 führte seine Tucson Roadrunners auf den ersten Platz der Pacific Division. Mit 22 Toren und 28 Assists bei 47 Einsätzen ist Strome der effektivste Rookie der Liga (1,06 Punkte pro Spiel). Zwei Auszeichnungen als Spieler der Woche und eine als Rookie des Monats November, machten seine Nominierung zu keiner Überraschung.

Doch Strome brillierte nicht nur in der American Hockey League. Auch wenn er bei den Arizona Coyotes nicht auf Anhieb als der erhoffte Heilsbringer auftrat, so konnte er dennoch einige Akzente setzen. 21 Mal lief er für die Coyotes auf. Dabei gelangen ihm neun Scorerpunkte (vier Tore, 5 Assists). Vor wenigen Wochen ließ er beim 6:0-Sieg seiner Coyotes gegen die St. Louis Blues mit einer glänzenden Leistung aufhorchen. Er steuerte drei Vorlagen bei und krönte den Saisonendspurt mit seiner bislang ertragreichsten NHL-Leistung.

Die Torwartposition im Rookie-Team bekleidet der Finne Ville Husso. Diverse Male wurde Husso in den Kader der St. Louis Blues berufen. Auch wenn ihn die Blues-Fans noch kein einziges Mal auf dem Eis bestaunen konnten, so lieferte er in der American Hockey League doch einige sehenswerte Partien ab. Bemerkenswert waren vor allem seine 53-Save-Leistung am 19. Januar gegen die Tucson Roadrunners (1:2-Niederlage nach Overtime) und sein revanchierender 44-Save-Shutout am 24. Februar gegen den gleichen Gegner.

Hussos San Antonio Rampage schienen an diesem Abend den Roadrunners aussichtslos unterlegen und feuerten ihrerseits nur elf Schüsse auf das generische Gehäuse ab. Doch Husso erwischte einen Sahne-Abend, mauerte sein Tor von unten bis oben zu und verhalf seiner Mannschaft zu einem grandiosen 1:0-Sieg.

Auch weil Blues-Keeper Jake Allen zeitweise wackelte und über eine Strecke von 15 Partien 13 Niederlagen kassierte, erhielte Husso die Chance, sich in St. Louis zu präsentieren. In 337 AHL-Einsätzen erreichte der Viertrunden-Draftpick (Nummer: 94) von 2014 eine Fangquote von 92,6 % und einen Gegentorschnitt von 2,32. Dass seine Rampage mit nur 33 Siegen aus 72 Spielen das schwächste Team der Pacific Division sind, und er sich für seine erstklassigen Quoten umso mehr anstrengen musste, unterstreicht Hussos Nominierung.

Ein NHL-Debütant schaffte es auch in die Defensive des AHL-Rookie-Teams. Neben dem 20-Jährigen Red Wings-Prospect Filip Hronek, wurde auch Sami Niku in das Rookie-Team gewählt. Niku ist einer der punktbesten Verteidiger der American Hockey League und brillierte in einer hochtalentierten Mannschaft. Mit 52 Punkten (15 Tore, 37 Assists) und einer Plus-18-Wertung in 71 Spielen legte er mit seinen Manitoba Moose eine regelrechte Überraschungssaison hin.

Vor wenigen Tagen wurde Niku vom Trainerteam der Winnipeg Jets für seine unerwartete Entwicklung belohnt. Am 1. April debütierte er gegen die Montreal Canadiens in der NHL und meißelte sich ins Gedächtnis der Anhänger.

Vor eigenem Publikum im Bell MTS Place markierte er im dritten Spielabschnitt sein erstes NHL-Tor. Nur 24 Sekunden nachdem die Canadiens den 3:3-Ausgleich erzielt hatten, stellte Niku den alten Abstand wieder her und legte den Grundstein für den 5:4-Sieg seiner Jets nach Overtime.

 

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Nikus Teamkollege Mason Appleton komplettiert das Rookie-Team. Nach zwei Jahren an der Michigan State University lieferte Appleton in 2017/18 eine beeindruckende erste Profi-Saison ab. Seine Moose stellen die beste Offensive der Western Conference (242 Tore) und Appleton ist ein wichtiger Baustein.

Der 22-Jährige ist Manitobas fleißigster Punktesammler. In 72 Spielen erreichte der US-Amerikaner 62 Punkte (21 Tore, 41 Assists).

Die wichtigsten Ergänzungen der vergangenen Woche:

Andreas Englund (D), von den Belleville Senators zu den Ottawa Senators
Steven Santini (D), von den Binghamton Devils zu den New Jersey Devils
Nicolas Roy (C), von den Charlotte Checkers zu den Carolina Hurricanes
Jonny Brodzinski (RW), von den Los Angeles Kings zu den Ontario Reign
Reto Berra (G), von den San Diego Gulls zu den Anaheim Ducks

Die wichtigsten Streichungen der vergangenen Woche:

Tyler Benson (LW), von den Edmonton Oilers zu den Bakersfield Condors
Lias Andersson (C), von den New York Rangers zu den Hartford Wolf Pack
Filip Chytil (C), von den New York Rangers zu den Hartford Wolf Pack
Rinat Valiev (D), von den Montreal Canadiens zu den Laval Rocket
Jason Dickinson (C), von den Dallas Stars zu den Texas Stars

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