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AHL startet nach All-Star Game ins Saisonfinale

Outside the NHL: Talente überzeugen beim kleinen All-Star Game; deutschsprachige Spieler gehen in den Saison-Endspurt

von Marc Rösch @nhlde / NHL.com/de Autor

Willkommen bei Outside the NHL. Während der Saison 2018/19 wird euch NHL.com/de jeden Samstag mit Einblicken und Stories über die Eishockey-Welt außerhalb der NHL versorgen. In dieser Ausgabe geht es um das Lexus AHL All-Star Classic 2019 und den Saisonendspurt bei den Farmteams. 

Die ganz großen Namen gaben sich beim Honda NHL All-Star Wochenende 2019 in San Jose die Klinke in die Hand. Es war das Schaulaufen der Stars, bei dem kein Geringerer als Pittsburgh Penguins Kapitän Sidney Crosby zum wertvollsten Spieler gekürt wurde.

Etwas weniger Glamour, aber kaum weniger Spektakel wurde am 27. und 28. Januar in Springfield, Massachusetts versprüht. Dort richtete der kleine Bruder der NHL, die American Hockey League, ihrerseits das Lexus AHL All-Star Classic 2019 aus.

Die Fans erlebten im MassMutal Center, der Heimspielstätte der Springfield Thunderbirds, erst die AHL All-Star Skills Competition am Sonntag, ehe am Montag die AHL All-Star Challenge 2019 ausgetragen wurde. 

In der Skills Competition standen die jungen Wilden aus der AHL den gestandenen NHL-Profis kaum in etwas nach. So umrundete Brendan Guhl von den Rochester Americans die Spielfläche bei der CCM Fastest Skater Competition in nur 13,648 Sekunden. Connor McDavid war zum Vergleich nur einen Wimpernschlag schneller als der Buffalo Sabres Prospect. Er schaffte die Runde beim All-Star Game der NHL im SAP Center in nur 13,378 Sekunden.

Bei der All-Star Challenge schickten alle vier Divisionen ein Team in das 3-gegen-3-Turnier, das im Jeder-gegen-jeden-Modus ausgetragen wurde. Den Titel holte sich die vom MVP Drake Batherson angeführte Auswahl der North Division. Der Stürmer von den Belleville Senators und Perspektivspieler der Ottawa Senators markierte fünf Turniertreffer.

Während beim All-Star Game der NHL mit Leon Draisaitl zum ersten Mal seit Olaf Kölzig im Jahr 2000 wieder ein Spieler die deutsche und Roman Josi die Schweizer Landesfarben hochhielten, nahm bei der AHL-Ausgabe kein einziger deutschsprachiger Akteur teil.

Selbst Brooks Macek, der bei den Chicago Wolves eine prächtige Spielzeit absolviert, wurde nicht für das All-Star-Wochenende nominiert. Trotz seiner beeindruckenden Ausbeute von 43 Punkten (19 Tore, 24 Assists) in 45 Spielen für das Farmteam der Vegas Golden Knights, schaffte er den Sprung in das Auswahl-Turnier nicht. Dies auch deshalb, weil die Wolves mit Daniell Carr (55 Punkte in 39 Spielen) schon den besten Scorer der Liga für das All-Star-Wochenende abstellten.

Doch auch wenn keines der deutschsprachigen Talente zum AHL-Event reiste, so durften sie sich dennoch alle über ein paar extra Tage Freizeit freuen. Bis zum Freitag und damit fast eine ganze Woche pausierte der Spielbetrieb in der AHL. Genug Zeit, um Kraft zu tanken und sich für den bevorstehenden Saisonendspurt vorzubereiten.

 

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Ihre freien Tage scheinbar blendend genutzt haben Manuel Wiederer und die San Jose Barracuda, bei denen auch der Schweizer Stürmer Vincent Praplan unter Vertrag steht. Sie fuhren am Freitag einen 6:4-Sieg gegen die Stockton Heat ein. Auch wenn Wiederer gegen das Farmteam der Calgary Flames kein Scorerpunkt gelang, so schwimmt er doch weiterhin auf der Erfolgswelle. Seine Barracuda sind in der Pacific Division das Maß aller Dinge. Mit 56 Punkten aus erst 39 absolvierten Spielen - den wenigsten in der gesamten Liga - liegen sie auf Playoffkurs und sind drauf und dran, das bislang beste Abschneiden der noch jungen Club-Geschichte zu wiederholen.

Schon im Jahr 2017 beendeten die Barracuda die Saison auf dem ersten Platz der Pacific Division. In den folgenden Playoffs um den Calder Cup, drangen sie bis in die dritte Runde vor, wurden letztendlich jedoch von den Grand Rapids Griffins mit 4:1-Siegen rausgekickt.

Ob Praplan diese Erfolgsgeschichte mitschreiben wird, ist fraglich. Der 24-jährige Rechtsschütze, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft, absolvierte bislang 25 Partien für das Farmteam der San Jose Sharks, in denen ihm 14 Punkte (vier Tore, zehn Assists) gelangen. Seit dem 11. Januar ist er jedoch aus dem Kader gestrichen und liebäugelt mit einer Rückkehr in die Heimat.

 

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Tobias Geisser und Maximilian Kammerer werden erst am Samstag wieder mit den Hershey Bears in das Spielgeschehen eingreifen. Dann empfangen sie um 7:00 p.m. ET (1:00 Uhr MEZ) die Lehigh Valley Phantoms im Giant Center. Und auch wenn die Bears eine denkbar miserable Spielzeit wegstecken müssen, mit 45 Punkten aus 44 Spielen auf dem vorletzten Platz in der Atlantic Division stehen und womöglich zum zweiten Mal in Folge die Postseason verpassen werden, so müssen sie sich für das Duell mit den Phantoms nie extra motivieren. Keine eineinhalb Stunden Fahrzeit trennt die Heimspielstätten der beiden in Pennsylvania angesiedelten Mannschaften.  

Für Kammerer wäre das prestigeträchtige Derby eine optimale Gelegenheit, seine Torflaute der vergangenen Monate zu durchbrechen. Seitdem er am 8. Dezember beim 6:3-Sieg gegen die Hartford Wolf Pack seinen ersten AHL-Treffer feiern konnte, schaffte er es nicht mehr, den Puck in die Maschen zu jagen. Seit mittlerweile zwölf Spielen wartet der gebürtige Düsseldorfer auf seinen zweiten Torerfolg.

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