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Kaltschnäuzige Hurricanes auf Erfolgskurs

Carolina bezwingt Islanders vor eigener Kulisse mit 5:2 und steht mit einem Bein in der nächsten Runde

von Marc Rösch @NHLde / NHL.com/de Autor

Die Carolina Hurricanes trafen am Mittwochabend zum dritten Mal in den laufenden Stanley Cup Playoffs 2019 auf die New York Islanders und gingen zum dritten Mal als Sieger vom Eis. In der heimischen PNC Arena setzten sich die Hurricanes mit 5:2 gegen ihren Gegner in der zweiten Playoffrunde der Eastern Conference durch und erhöhten ihre Führung in der Best-of-7-Serie auf 3:0.

Seit sie in einer spektakulären Erstrunden-Paarung die Washington Capitals rausgekickt haben, können die Hurricanes nahezu alles in die Tat umsetzen, was sie sich vornehmen. Auch in Spiel 3 gegen New York.

 

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Carolina ging nicht achtlos mit seinen Chancen um, sondern holte sich mit einer zielstrebigen Spielweise den Sieg.

"Ich denke, wir waren das ganze Spiel über gut", so das Fazit von Hurricanes-Coach Rod Brind'Amour. "Es sah einfach wie unser Spiel aus. Zwar haben wir auch einige Fehler gemacht, aber Curtis McElhinney hat immer aufgetrumpft, wenn er es musste. Es ist toll zu erleben, wie er kommt und den Sieg holt."

McElhinney ersetzte bei den Hurricanes den verletzten Petr Mrazek zwischen den Pfosten. Der 35-jährige wurde der älteste Torhüter, der seinen ersten Playoff-Einsatz machte und wehrte 28 Schüsse ab.

"Es hat riesig Spaß gemacht. Es ist toll, vor diesen Fans zu spielen", beschrieb McElhinney seine Gefühle. "Die Atmosphäre ist großartig. Meine Ohren dröhnen selbst jetzt noch. Es ist eine Sache, die ich sehr genieße. Es ist etwas, an das ich mich den Rest meines Lebens erinnern werde."

Video: NYI@CAR, Sp3: McElhinney streckt sich, stoppt Leddy

Ebenso wie er haben auch seine Vorderleute aufgetrumpft. Nachdem die Islanders in den ersten beiden Spielabschnitten die Führungstreffer von Teuvo Teravainen und Justin Faulk noch egalisieren konnten, gelang es Carolina, sich im Schlussdrittel entscheidend abzusetzen.

"Ich denke, wir haben einen tollen Job gemacht", urteilte McElhinney. "Ich denke, dass es sogar etwas enger war als unser letztes Spiel. Wir haben eine tolle Leistung gezeigt und ein großes drittes Drittel gespielt."

Nach 50:15 Minuten war es Justin Williams, der den spielentscheidenden Treffer zum zwischenzeitlichen 3:2 für die Hurricanes markierte. 

Nachdem Nino Niederreiter den Puck über die Bande tief gespielt hatte, fuhr Islanders-Keeper Robin Lehner hinter seinem Kasten, um ihn abzufangen. Lehner wollte das Spielgerät halbhoch klären, traf jedoch den Schläger von Carolinas Sebastian Aho. Aho zögerte nicht lange und sein Pass erreichte Williams, der im Slot alleingelassen wurde und unbedrängt einschob.

Video: NYI@CAR, Sp3: Williams nach Ahos Pass zur Führung

"Sebastian kann diese Sachen eben. Er fischt die Pucks aus der Luft. Das war bestimmt die schlechteste Chance von allen, die ich heute hatte", erzählte Williams, der im zweiten Drittel einen Pfostentreffer landete. "Ich hatte einige tolle Möglichkeiten und diese geht rein. Es ist schon lustig, wie es manchmal läuft."

Für Trainer Brind'Amour war dieser Treffer nach einem Slapstick-Moment das Ergebnis von unnachgiebiger Arbeit: "Es ist einfach ein Kampf, bei dem der Wille zählt," erklärte er. "Man muss an seinem Spiel festhalten und versuchen, diese kleinen Fehler auszunutzen. Er [Williams] ist schon das ganze Jahr über unser Leader und beeindruckt mich immer mehr. Er ist vielleicht nicht der beste Spieler da draußen, findet aber immer einen Weg. Es ist großartig, dass wir ihn haben."

In den verbleibenden Minuten ließ Carolina seinen Gegner nicht mehr rankommen. Sekunden vor dem Abpfiff schraubten Teravainen und Aho das Ergebnis mit zwei Empty-Nettern hoch.

"Nach diesem Tor haben sie nicht mehr wirklich Zeit in unserem Drittel verbracht und das ist das, was man braucht, um die Führung zu verteidigen", erklärte Verteidiger Faulk.

 

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Die Hurricanes verwerteten fünf ihrer 38 Torschüsse und präsentierten sich insgesamt kaltschnäuziger und abgezockter als ihr Gegner.

"Wir haben das Spiel richtig übernommen. Wir haben ihnen keine Möglichkeiten mehr gelassen", beschrieb Williams die Faktoren für den Sieg. "Wir sind einfach auf dieser Welle geschwommen und haben das Momentum der Fans übernommen. Einfach jeder ist gestanden und hat uns angefeuert. Diese Halle hat getobt. Es ist eine richtig laute Halle, die uns einen echten Heimvorteil bringt."

Ihre Fans werden am Freitag wieder hinter den Hurricanes stehen. Dann empfangen sie die Islanders um 7:00 p.m. ET (1:00 Uhr MESZ) in der PNC Arena zum vierten Spiel der Zweitrunden-Serie.

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