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5 gelernte Dinge: Washington - Tampa Bay, Spiel 3

Lightning schlägt im Powerplay ein - Capitals mit Heim-Komplex?

von NHL.com/de @NHLde

Während die Tampa Bay Lightning und die Washington Capitals sowie die Winnipeg Jets und Vegas Golden Knights um den Einzug in das Stanley Cup Finale kämpfen, informiert Sie NHL.com/de, damit Sie nichts verpassen. Mit '5 gelernte Dinge' werfen wir diagnostisch einen Blick auf jede Partie.

In der Serie zwischen dem Tampa Bay Lightning und den Washington Capitals setzte sich bislang immer die Auswärts-Mannschaft durch. In Spiel 3 waren es die Bolts, die sich wie ausgewechselt präsentierten und die Caps mit 4:2 bezwangen. "Wir mussten etwas verändern, das haben wir", sagte Tampas Kapitän Steven Stamkos. "Wir werden im nächsten Spiel anders auftreten", verspricht Washingtons Spielführer Alex Ovechkin. Auch Spiel 3 kann als Lehrbeispiel für weitere Anpassungen herangezogen werden.

5 Dinge, die wir aus Spiel 3 gelernt haben:

Powerplay elektrisiert die Lightning

Erneut ließ es Tampa Bay im Powerplay krachen: Steven Stamkos (14.) und Nikita Kucherov (22.) ballerten die Bolts jeweils in Überzahl mit 2:0 in Führung. An diesem Abend wussten die Lightning zwei von fünf Powerplay-Möglichkeiten in Tore umzumünzen. Im Conference-Finale gegen Washington zeigte sich Tampa in fünf von zwölf Powerplays erfolgreich, was eine überragende Erfolgsquote von 41,7 Prozent ergibt. "Wir wissen, dass wir ein großartiges Powerplay haben. Zwei Überzahl-Tore waren heute wichtig für uns. Wir werden das auch weiterhin brauchen, um weiterzukommen", sagte Lightning-Verteidiger Viktor Hedman.

Video: TBL@WSH, Sp3: Kucherov bezwingt Holtby im Powerplay

Washington muss zusehen, weniger Strafminuten zu ziehen - deren zwölf waren es in Spiel 3. "Wir wissen, dass wir von der Strafbank wegbleiben müssen. Sie haben ein paar gute Spieler - offenbar sogar einige der besten in dieser Liga, also werden sie das ausnutzen, wenn du sie zu vielen Torchancen kommen lässt", analysierte Capitals-Stürmer Tom Wilson. "So viel sei gesagt: Unser Penalty Killing muss besser werden." In dieser Serie haben die Hauptstädter hier einen unterirdischen Wert von 58,3 Prozent. "Wenn wir weiter so spielen, werden sie es ausnutzen", weiß Caps-Kapitän Alex Ovechkin und fordert: "Wir müssen cleverer sein."

Washington kann in D.C. nicht mehr gewinnen

Sorgen muss ich Washington um die bisherige Heim-Ausbeute machen. Von sieben Playoff-Auswärtsspielen in diesem Jahr gingen drei verloren (4-3). Hinzu kommt die desaströse Endrunden-Bilanz gegen Tampa Bay: Noch nie konnten die Capitals ein Playoff-Spiel gegen die Lightning gewinnen (0-6). Haben die Hauptstädter ein Heim-Trauma? "Darüber denken wir überhaupt nicht nach. Wir spielen einfach unser Spiel", sagt Ovechkin trotzig. "Wir müssen das reparieren oder?", stellte Caps-Stürmer Evgeny Kuznetsov eine rhetorische Frage und rang nach einer Erklärung. "Ich weiß auch nicht - ich spiele gerne auswärts, aber wir müssen uns auch zu Hause steigern. Wir müssen das schnell abhaken, zur Ruhe kommen, uns wieder sammeln und dann wieder mit Spaß das Spiel genießen. Wir müssen positiv bleiben."

 

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Tampa Bay verbessert das Körperspiel

Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften - an diese Phrase hatte sich Tampa Bay in Spiel 3 gehalten, forcierte das Körperspiel (22:33 Hits) und zeigte sich hinten deutlich stabiler. "Wir haben gecheckt. Das ist alles. In dieser Liga musst du checken. Wenn man eine so gute Mannschaft wie sie hat und ihnen Platz auf dem Eis lässt, dann können sie ihr Spiel aufziehen, dann werden sie dich töten und das haben sie in den ersten beiden Spielen. Wir mussten heute wieder checken und das hat uns geholfen", erklärte Lightning-Coach Jon Cooper. Nach 27 Hits in Spiel 1 sowie deren 33 in Spiel 2 zeigten die Bolts zwar die niedrigste Anzahl in der bisherigen Serie, setzten ihre Checks aber härter und intelligenter. Auch war Tampa bereit, sich mehr für den Erfolg aufzuopfern. Das belegen 18 geblockte Schüsse - beinahe so viele, wie in den beiden Partien zuvor (insgesamt 20 Blocks).

Auch Goalie Andrei Vasilevskiy wurde trotz 38 Caps-Schüssen wieder besser von seinen Vorderleuten unterstützt, zeigte 36 Saves und 94,7 Prozent Fangquote. "Er ist unser bester Spieler. Er ist immer für uns da, und heute haben auch wir ihm geholfen. Wenn wir dran sind, dann gibt es ihm mehr Selbstvertrauen. Und genau so sollte es sein", erklärte Bolts-Verteidiger Anton Stralman.

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Capitals dürfen sich keine Pause gönnen

Vielleicht haben die zwei Auswärtssiege zum Auftakt für einen leichten unterbewussten Spannungsabfall bei den Capitals gesorgt. Insgesamt zehn Giveaways in Spiel 3 wurden gegen eine offensivstarke Truppe wie den Lightning knallhart bestraft. "Wir waren nicht so griffig wie wir sein sollten und haben auch nicht so gespielt, wie wir könnten und es in den letzten paar Spielen gemacht haben. Wir waren nicht ganz da, aber das kannst du dir nicht erlauben, wenn du in diesem Sport Erfolg haben möchtest", kritisierte Washingtons Coach Barry Trotz und fordert: "Wir müssen im nächsten Spiel besser sein." Der Glaube an eine Reaktion in Spiel 4 ist im Lager der Caps groß: "Mit Sicherheit. Wir glauben an uns und wissen genau, was zu tun ist. Keiner hat gedacht, dass es einfach werden würde und sie uns zwei Siege schenken würden", so Ovechkin. "Niemand wird hier aufgeben."

 

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Heiße Serientäter bei den Bolts

Schon in der regulären Saison machten zwei Lightning-Spieler als Scoring-Maschinen auf sich aufmerksam: Stamkos (27/59/86) und Kucherov (39/61/100). Und auch in der Serie gegen Washington ist das Duo brandgefährlich, verbuchte zusammen bereits neun Scorerpunkte in drei Partien (vier Tore, fünf Assists) und hat persönliche Punkt-Serien (Stamkos sechs Spiele, Kucherov fünf Spiele) am Laufen. "Es ist egal, wer trifft, so lange wir gewinnen", sagt Stamkos, der mit fünf Powerplay-Toren und elf Assists bislang der beste Überzahl-Spieler der Endrunde 2018 ist. Ganz besonders heiß ist mit Viktor Hedman aber ein Verteidiger: Der 27-jährige Schwede verbuchte alleine in Spiel 3 drei Scorerpunkte (ein Tor, zwei Assists) und schaffte es in jedem seiner letzten acht Spiele aufs Scoreboard (ein Tor, zehn Assists). "Ich werde in Positionen eingesetzt, in denen ich produzieren kann. Ich setzte mich selbst unter Druck, dass ich das dann auch schaffe", berichtet Hedman. Für die Caps gilt es, diese Serientäter zu stoppen.

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