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Die Hawks brauchen die Offensivkraft ihrer Neulinge

Duncan Keiths Gesundheit und die Offensive sind unter den drängenden 5 Fragen bei den Chicago Blackhawks

von Brian Hedger / NHL.com Korrespondent

Eine NHL Saison ist voller Wendungen für jedes der 30 Teams der Liga. Hier sind fünf der größten Fragen, die die Saison der Chicago Blackhawks prägen könnten:

Ist die Offensive breit genug besetzt?

Chicago könnte drei Rookie-Stürmer in der Stammformation haben: Vincent Hinostroza, der Geschwindigkeit und Agilität einbringt; Nick Schmaltz, der vom Stil her an den früheren Blackhawk Teuvo Teravainen erinnert, und der am 15. Juni zu den Carolina Hurricanes transferiert wurde; und Tyler Motte, der an Andrew Shaw erinnert, und am 24. Juni in Richtung der Montreal Canadiens abgegeben wurde. Ob die drei genannten allerdings, zusammen mit anderen Talenten wie Marcus Kruger, Andrew Desjardins und Richard Panik ausreichend Treffer beisteuern können, das muss erst einmal abgewartet werden.

Video: CHI@VAN: Blackhawks haben den Puck, Teravainen trifft

Wie wird sich Duncan Keiths rechtes Knie verhalten?

Der 33-jährige Keith wurde im Oktober 2015 am Knie operiert, was ihn für über einen Monat außer Gefecht setzte. Danach versäumte er kein Spiel mehr, doch im Sommer kehrten die Knieprobleme zurück, was ihn auch den World Cup of Hockey 2016 verpassen ließ. Auch in den ersten Preseason-Spielen der Blackhawks war Keith noch kein Faktor. "Ich schaue von Tag zu Tag" sagte Keith dazu. "Man hat immer irgendwelche Wehwehchen, manchmal sind sie größer, manchmal sind es nur Kleinigkeiten." Seinen ersten Einsatz hatte er dann am Dienstag, fühlte sich gut, wie er anschließend betonte. Zudem gab er sich optimistisch auch zum Saisonstart am 12. Oktober gegen die St. Louis Blues mitwirken zu können. "Es fühlt sich gut an" sagte Keith wörtlich nach dem ersten Einsatz, bei dem er zwei Assists beisteuern konnte und 19:41 Minuten Eiszeit verzeichnete. "Es tat gut mal wieder unter Wettkampfbedingungen zu agieren." In den letzten elf Spielzeiten war Keith der Spieler bei den Blackhawks mit der meisten Eiszeit. Coach Joel Quenneville könnte seine Einsatzzeiten nun etwas reduzieren.

Wird die lange Sommerpause die erfahrenen Spieler revitalisieren?

Hätten sie die erste Playoffrunde gegen die St. Louis Blues überstanden, die Chicago Blackhawks hätten sich erneut einen lange Teilnahme an den Playoffs in der Western Conference der NHL zugetraut. Es kam bekanntlich anders. Das könnte sich nun sogar als Vorteil erweisen. Nach dem Gewinn des Stanley Cups im Jahre 2014, dem verlorenen Conference-Finale gegen die Los Angeles Kings 2014, und dem erneuten Titelgewinn im Jahre 2015, war die Sommerpause in diesem Jahr ungewöhnlich lang für das Team. Nach einem so langen Sommer gab Verteidiger Brent Seabrook sogar an sich ein klein wenig wie im Ruhestand zu fühlen: "Es war ein komischer Sommer in diesem Jahr. Daraus könnte ich einen Vorteil ziehen. Vielen Teamkameraden dürfte das nicht anders gehen. Wir konnten und gut pflegen und gegen gut erholt in die neue Saison."

Kann Patrick Kane an die Zahlen der letzten Saison anknüpfen?

Der 27-jährige Kane erreichte zuletzt Bestwerte im Bereich Tore (46) und Assists (60), was ihn zu 106 Punkten führte. Er gewann die Art Ross Trophy als Top-Scorer der Liga, die Hart Trophy als wetvollster Spieler und den Ted Lindsay Award als herausragender Spieler der NHLPA. Ob Kane diese Zahlen noch einmal erreichen kann, das wird in erster Linie davon abhängen, wie die beiden ersten Angriffsreihen der Blackhawks aussehen werden. Wenn Panarin mit Jonathan Toews in der ersten Reihe spielt, dann wirkt sich das auch auf Kane aus. "Es gibt definitiv viel Motivation für mich, mich abermals zu beweisen. Aber ich versuche immer nur von Tag zu Tag zu denken, nicht zu weit zu blicken. So habe ich das auch im Vorjahr gehalten."

Was geschieht mit Marian Hossa?

Bedenken bezüglich der Offensive im Team gibt es in Richtung Marian Hossa. Der 37-jährige hat insgesamt 499 NHL-Tore vorzuweisen, doch im Vorjahr reichte es in 64 Spielen nur zu 13 Treffern. Zwar bereitet er noch eine Menge Treffer vor, doch seine schwindende Torgefahr bereitete Sorgen. In den Playoffs spielte er in der dritten Reihe, konnte in 7 Spielen drei Treffer und zwei Assists beisteuern. Dennoch könnte er die neue Saison in einer der Top-Reihen beginnen, nachdem er beim World Cup of Hockey 2016 für das Team Europa mit guten Leistungen zu überzeugen vermochte.

 

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