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5 Fragen: DeBoer vertraut bei den Sharks seinen Jungs

von Dan Rosen / NHL.com

NHL.com's Interviewreihe namens "fünf Fragen mit..." erscheint hier jeden Dienstag. Die jüngste Ausgabe beschäftigt sich mit dem Trainer der San Jose Sharks, Peter DeBoer:

Hier sind fünf Fragen an Peter DeBoer:


Eine Sache die in dieser Saison völlig anders sein wird ist ja die Tatsache, dass Sie, so wie jeder Coach der Liga, am Anfang des Trainingscamps noch etliche Spieler vermissen werden, welche dann beim World Cup of Hockey 2016 aktiv sein werden, welcher diese vielleicht sogar bis zum 1. Oktober fernhalten wird. Zumindest recht viele von ihnen. Die Sharks werden dabei sieben Spieler abstellen. Wie bereiten Sie sich darauf vor? Spielt es dabei auch eine Rolle, dass viele dieser Spieler Schlüsselspieler wie Joe Pavelski, Brent Burns, Joe Thornton und Marc-Edouard Vlasic sein werden? Wird das ernsthaften Einfluss auf das Zwischenmenschliche im Team haben?

“Diese Jungs, die Sie erwähnt haben, muss ich dort auch nicht unbedingt sehen. Viel mehr Wert lege ich da schon auf Spieler wie [Tomas] Hertl, Boedker and [Joonas] Donskoi. Und dann gibt es da ja auch noch eine weitere Gruppe von Spielern. Die möchte man wirklich unbedingt im Trainingscamp dabei haben, nämlich die, die sich erst noch als richtige NHL-Spieler beweisen wollen. Wir werden damit schon klarkommen. Der Vorteil ist ja, dass ich als Trainer da jetzt nicht ganz neu hinzukomme. Wir wissen schon in etwa wie wir spielen, wie wir auftreten wollen. Im Vorjahr dauerte es eine ganze Weile bis wir wussten worauf es bei uns konkret ankam, was wir im Detail verändern wollten. In diesem Jahr wird sich da bei uns nicht viel ändern. Es ist eine Fortsetzung der Dinge vom Vorjahr, mit einigen kleineren Veränderungen.“

Boedker ist von besonderem Interesse weil er noch nicht mit der Gruppe zusammengespielt hat. Allerdings kennt er Sie persönlich schon. Meinen Sie, dass ihm das einen Vorteil verschafft? Oder machen Sie sich eher Sorgen, dass er teamintern vielleicht etwas zurückgefallen sein wird, wenn er dann zu Ihnen zurückkehren wird?

„Es würde mich sorgen, wenn ich ihn nicht schon kennen würde. Er weiß schon, wie wir spielen wollen. Er ist ein intelligenter Spieler. Er adaptiert das System sehr schnell. Ich bin mir recht sicher, dass ihn das nicht aufhalten wird.“

Haben Sie in dieser Sommerpause viel darüber gegrübelt was letztendlich schief gelaufen ist, oder haben sie mehr an das viele Positive gedacht, welches sie im Vorjahr hier erleben durften?

“Mein Sommer war da etwas zweigeteilt. Einerseits habe ich natürlich viel gegrübelt was letztendlich gefehlt hat, warum es nicht ganz geklappt hat. Andererseits haben wir eben über weite Strecken wirklich gut ausgesehen, haben wirklich viel von dem umsetzen können, was wir uns vorgenommen hatten. Das Alles war ein Teil des Weges in das Finale, wo es letztendlich dann aber nicht ganz geklappt hat. Gegen Nashville, L.A. und St. Louis haben wir wirklich sehr gut ausgesehen. Natürlich gab es dann auch noch Pittsburgh. Und da hat man dann natürlich auch schon gegrübelt, was man da hätte anders machen können. Als Trainer fühlt man das sehr intensiv. Und man fühlt natürlich dabei mit den Jungs, wenn man dem großen Ziel so nahe kommt und es dann doch nicht erreicht. Und natürlich überlegt man dann auch, was man als ihr Trainer da hätte vielleicht ganz konkret anders machen sollen um ihnen zu helfen.“

Und? Haben Sie etwas entdeckt, was Ihnen dabei ins Auge gefallen ist?

„Ein paar Kleinigkeiten. Aber ich möchte da auch keine Ausflüchte suchen, den Erfolg von Pittsburgh in irgendeiner Weise schmälern. Sie haben letztendlich verdient gewonnen und waren im Finale auch das bessere Team. Wir können stolz auf unseren Weg ins Finale zurückblicken. Am Ende hat es nicht ganz gereicht. Pittsburgh hat uns im Finale dann deutlich mehr unter Druck setzen können als alle Teams zuvor. Das hätten wir besser verhindern müssen. Da lag der entscheidende Knackpunkt.“

Sie sagten, sie wären voller Vorfreude das Ganze nun möglichst noch einmal zu schaffen, das Geleistete erneut zu beweisen. Natürlich müssen Sie auch im Vorjahr besonders aufgewühlt und auch extrem motiviert gewesen sein, als Sie ihr neues Team damals frisch übernommen hatten. Was ist da vielleicht der Unterschied? Können Sie das für uns einmal kurz beschreiben?

„Die Aufregung im Vorjahr basierte in erster Linie auf der neuen Gruppe von Menschen, und auf der Tatsache, dass ich viele Dinge neu auf den Weg bringen wollte. Ich musste die Jungs damals erst kennenlernen und dann die Aufgaben im Team neu verteilen. Damals bin ich diesbezüglich ohne große Vorkenntnisse angefangen. In diesem Jahr ist das natürlich anders. Nun kenne ich viele Details der Gruppe schon. Ich weiß was sie leisten können, und es geht nun darum den nächsten Schritt zu tun. Natürlich muss man da vorsichtig sein. Alles geht von vorne los und man kann nicht voraussetzen, dass wir am Ende wieder um den Titel spielen können. Es ist eine lange Reise, es wird also darauf ankommen alle Dinge wieder zurückzusetzen. Auch in den Köpfen. Aber die Erfahrungen des Vorjahres, zu wissen was die Jungs leisten können, wie sie unter Druck reagieren, das weckt in mir diesmal erneut diese Vorfreude!“

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