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Wird die Chemie in der ersten Reihe der Ducks stimmen

Linksaußen der ersten Reihe und das System des neuen Coachs Randy Carlyle sind entscheidend

von Abbey Mastracco / NHL.com Korrespondent

Eine NHL Saison ist voller Wendungen für jedes der 30 Teams der Liga. Hier sind fünf der größten Fragen, die die Saison der Anaheim Ducks prägen könnten:

Wer wird mit Ryan Getzlaf und Corey Perry spielen?

Ein neues Jahr, ein neuer Linksaußen. Man sagt, dass Getzlaf, Anaheims Nr. 1 Center und Perry, sein langjähriger Rechtsaußen zusammen so gut sind, dass sie nicht einmal einen linken Flügelstürmer brauchen. Dennoch drückten die Ducks ihren Wunsch aus, dass sie einen echten Top-Linksaußen zur Komplettierung ihrer zwei Weltklassespieler hinzufügen möchten und ihrer linken Seite damit einen agressiveren Look verpassen möchten. Für einen Großteil der vergangenen Saison waren Getzlaf und Perry auseinandergerissen, was die Ducks noch schwerer zu verteidigen machte. Doch vielleicht werden sie wieder vereint. Randy Carlyle steckte Getzlaf und Perry in seiner ersten Amtszeit als Coach zusammen, man erwartet von ihm, dass er dies auch nach seiner Rückkehr so handhaben wird. Rookie Nick Ritchie könnte ein aussichtsreicher Kandidat sein, die Formation zu komplettieren, nachdem er bereits in der vergangenen Saison neben Getzlaf auflaufen durfte.

Hat sich Carlyle geändert?

Carlyles Dump-and-Chase System wurde in einer Zeit, als Schnelligkeit das Spiel dominiert, als antiquiert betrachtet. Heute behauptet Carlyle beharrlich, dass auch sein Spiel schnell sein wird. Auch wenn die "Dirty Ducks" weg sind, will Carlyle sie dennoch hart spielen lassen. Er glaubt, dass Spieler wie Center Ryan Kesler, Rechtsaußen Jared Boll und Verteidiger Kevin Bieksa dieses Spiel verkörpern können. Carlyle behauptet dass er seit seiner ersten Amtszeit in Anaheim milder geworden ist und sich in drei Jahren als Übungsleiter der Toronto Maple Leafs entwickelt hat. Doch vielleicht möchten die Ducks gar keinen veränderten Carlyle.

Werden die Ducks Rickard Rakell und Hampus Lindholm unter Vertrag nehmen?

Die zwei schwedischen Spieler sind restricted Free Agents und mehr Wert, als der Blick auf das Papier scheint. Rakell, 23, ist ein zäher Center mit Schnelligkeit und Torriecher. Lindholm, 22, ist agiler und ein puckverliebter Verteidiger, der Schüsse blocken kann. Lindholm zu ersetzen wäre nicht einfach, aber es wäre viel einfacher als Rakell zu ersetzen. Die Ducks sind in der Abwehr tief besetzt, aber nachdem sich Center Nate Thompson im Sommertraining die Achillessehne riss, wird es in der Mitte dünn. Rakells 20 Tore und Spielmacherfähigkeiten würden vermisst werden.

Schafft John Gibson eine komplette Saison als Nummer 1 Goalie?

Zusammen mit Frederik Andersen gewann Gibson in der vergangenen Saison die William M. Jennings Trophy, für das Team mit den wenigsten Gegentoren. Der 23-jährige stand in der abgelaufenen Spielzeit 40 Mal von Beginn an im Kasten der Ducks. Auch in den beiden ersten Playoffauftritten war er gesetzt, doch in der Folge wurde er auf die Bank verfrachtet, nachdem die Ducks in der ersten Runde der Western Conference mit 0-2 gegen die Nashville Predators hinten lagen. Andersen wurde am 20. Juni zu den Toronto Maple Leafs getradet. Gibson ist nun die unzweifelhafte Nummer 1. Er hatte zwar seine Höhen, doch die Arbeitsbelastung einer etatmäßigen Nummer 1 hatte er bisher noch nicht. Jonathan Bernier, der am 8. Juli aus Toronto kam, wird als Backup dienen.

Können die Ducks ein Spiel 7 gewinnen?

In jeder der vergangenen vier Saisons wurden die Ducks in einem Spiel 7 zuhause aus den Stanley Cup Playoffs geworfen. Der ehemalige Coach Bruce Boudreau nahm die Schuld nach der Niederlage in der ersten Runde gegen Nashville in der vergangenen Spielzeit auf seine Kappe, doch manche Spieler sahen sich in der Schuld. General Manager Bob Murray wollte keine größeren Kaderänderungen vollziehen, weil er daran glaubt, ein talentiertes Team zu haben. Doch sollte sich die Vergangenheit wiederholen, wird Murray keine andere Wahl haben, als seine Mannschaft durchzuschütteln.

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