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Ein erinnerungswürdiger Sieg für Peter Laviolette

Trainer der Nashville Predators feiert mit 4-2 Erfolg gegen Wild den 500. Sieg seiner Karriere

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Es war ein hartes Stück Arbeit für seine Nashville Predators am Sonntag beim Tabellenführer der Western Conference Minnesota Wild den dritten Sieg in Serie und vierten der fünf Spiele dauernden Auswärtsreise einzufahren. 4-2 hieß es am Ende auch dank zweier Treffer von Stürmer Filip Forsberg.

Trainer Peter Laviolette wirkte gelassen und fast teilnahmslos, als er anschließend vor die versammelte Presse trat, dabei hatte er gerade mit seiner Mannschaft den 500. Sieg seiner NHL Trainierkarriere eingefahren. Er ist der 25. Trainer in der Geschichte der Liga, der diese Marke überschritt.

"Du bist lange Zeit dabei, dann erreichst du irgendwann auch große Zahlen", sagte Laviolette nüchtern. "Diese Dinge stehen einfach hinten an zu der Art, wie die Jungs heute gespielt haben, die Art, wie sie heute für den Sieg kämpften und den Rückstand aufholten … ich denke ich werde mich deswegen mehr daran erinnern als wegen etwas anderem."

Laviolette ist lange im Geschäft, um zu wissen, dass solche Siege über eine Saison gesehen besonders wertvoll sind, zumal die Central Division äußerst stark besetzt und das Tabellenbild deswegen sehr eng ist. Zwischen den drittplatzierten Predators und dem Vorletzten Dallas Stars liegen gerade einmal sechs Punkte.

Der 52-jährige US-Amerikaner liefert sich mit John Tortorella von den Columbus Blue Jackets einen Zweikampf um den nach Siegen gesehenen erfolgreichsten NHL-Trainer ihres Landes aller Zeiten. Tortorella machte die 500 als Erster am 19. Dezember, vor etwas mehr als einem Monat, voll und liegt derzeit acht Siege vorne.

Die Spielerkarriere von Laviolette in den 80er und 90er Jahren verlief eher in der AHL und IHL. Nur 12 Einsätze in der NHL für die New York Rangers stehen zu Buche. Als Trainer begann er 1997 in der East Coast Hockey League, ehe er 1998/99 die Providence Bruins, das Farmteam der Boston Bruins in der AHL, übernahm und auf Anhieb die Meisterschaft, den Calder Cup gewann.

Im Jahr 2000 wurde er Assistenztrainer bei den Bruins, ehe er die darauf folgenden zwei Spielzeiten die New York Islanders in seiner ersten Chefrolle übernahm und diese zwei Jahre in Folge erstmalig nach sieben Jahren Abstinenz in die Playoffs führte.

In der Saison 2003-04 übernahm er die Carolina Hurricanes vom gefeuerten Paul Maurice. Dort baute er eine Mannschaft auf, die im Jahr 2006 schließlich den Stanley Cup gewinnen konnte. Laviolette wurde erst der vierte in den USA geborene Trainer, dem dieser Erfolg gelang.

2010 hätte er fast seine zweiter Meisterschaft in der NHL geholt, doch mit den Philadelphia Flyers scheiterte er im Finale an den Chicago Blackhawks in sechs Spielen. Seit 2014 versucht er nun sein Glück mit Nashville auf einen weiteren Anlauf.

 

 

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