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Neues Schweizer Talent für NHL

Montag, 07.28.2014 / 9:05 PM / NHL.com/de - Spieler im Fokus

Von Stefan Herget - Eishockey.com

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Neues Schweizer Talent für NHL
Neues Schweizer Talent für NHL

Die Pittsburgh Penguins haben in der neuen Saison 2014-15 mit Christian Ehrhoff, Marcel Goc und Thomas Greiss ein deutsches Gesicht bekommen. Was für das deutsche Eishockey die Penguins sind, sind für die Schweizer neuerdings die Nashville Predators. Nach Verteidiger Roman Josi, der dort seit 2011 sehr erfolgreich spielt und mittlerweile einen langfristigen Vertrag abgeschlossen hat, stieß in der letzten Saison der 25-jährige Stürmer Simon Moser dazu und nun haben sich die Predators im Draft an 11. Stelle die Rechte an Stürmer Kevin Fiala gesichert. So könnte es sein, dass Nashville ab Oktober mit drei Schweizern im Team aufläuft.

Doch während Josi im Kader natürlich gesetzt ist, müssen Moser und insbesondere der 18 Jahre junge Fiala um ihren Platz kämpfen. "Ich muss an allem arbeiten", sagt Fiala deutlich. "NHL ist die beste Liga in der ganzen Welt, so dass man überall gut sein muss; muss mehr zulegen, mehr zulegen in der Defensivarbeit, an meinem gesamten Spiel arbeiten."

Fiala spielte letztes Jahr in Schweden. In seinen ersten 27 Spielen mit seinem Juniorenteam HV71 erzielte er 10 Tore und verbuchte 15 Assists, was ihm eine Beförderung in die Eliteliga einbrachte. Auf diesem Niveau traf er in 17 Partien immerhin noch drei Mal und legte acht Treffer auf und das mit nur 17 Jahren.

Dementsprechend begeistert zeigt sich General Manager David Poile über seine neueste Verpflichtung. Er glaubt, dass Fiala auf allen drei Sturmpositionen flexibel einsetzbar ist und vergleicht ihn jetzt schon mit Spielern, wie die ehemaligen Nashville Akteure Steve Sullivan und Paul Kariya. "Das ist unsere Hoffnung", betont Poile, ob Fiala in diese großen Fußstapfen treten kann. "Das sind große Namen, sehr erfolgreiche Spieler. Aber mit erst 18 Jahren ist er auf dem Weg dahin, wo er hoffentlich eines Tages sein wird."

Einen wichtigen Schritt für den Nachwuchsmann war seine Teilnahme an der diesjährigen Weltmeisterschaft im Herrenbereich. Im Spiel gegen Russland durfte er gegen den dreimaligen Hart Trophy Gewinner Alex Ovechkin spielen, was ihm einen Vorgeschmack einbrachte, was ihn ab Oktober erwarten könnte.

Verantwortlich für den neuen Schweizer Boom bei den Predators ist insbesondere Chef Amateur Scout Jeff Kealty, der beim Ivan Hlinka Memorial Cup, einem der besten U18 Turniere der Welt, im August 2007 auf Josi aufmerksam wurde, als er das kanadische Talent Steven Stamkos, der als Top Draft im folgenden Jahr gehandelt wurde, nahezu ausschaltete.

"Man hat Josi angemerkt welches Vertrauen er in seine Fähigkeiten hatte", erzählt Kealty heute. "Er wollte den Puck und er wollte den Unterschied ausmachen. Kevin ist genauso. Man kann das Vertrauen sehen, das er in seine Fähigkeiten hat und er möchte in jeder Situation den Unterschied ausmachen."

Nashville hat Fiala schon vor seinem Engagement in Schweden, also während seiner Zeit im Schweizer Junioren-Eishockey, im Auge gehabt und er war ihr Favorit für den ersten Zug im Draft. Er wurde 1996 in St. Gallen als Sohn tschechischer Eltern geboren und sein Vater Jan trainierte ihn von Kindesbeinen an. Gut möglich, dass sich diese Arbeit in der Zukunft auszahlen wird.

Während des Entwicklungscamps der Predators erklärte Poile, dass er noch nicht sicher sein würde, wie es mit Fiala weitergehen würde, obwohl er ihn am 15. Juli unter Vertrag genommen hatte. Er wisse, dass sein Schützling zum Trainingscamp kommen wolle, um sich zu beweisen und die Predators seien nicht abgeneigt, ihm diese Chance zu ermöglichen.

Nashville hat allerdings die interne Prämisse, junge Spieler nicht zu schnell in das Fegefeuer NHL zu werfen, um diese so nicht zu verheizen. Ein Trend, der auch bei Fiala gelten solle. Andererseits deutet sich bereits an, dass die Spielauffassung des neuen Trainers Peter Laviolette mehr in die Offensive gerichtet sein dürfte, als bei Vorgänger Barry Trotz. Von daher werden wohl gute Offensivleute gebraucht.

Kealty sagt über Fiala, dass er kreativ und wettbewerbsfähig sei. Es ist daher davon auszugehen, dass sich der junge Schweizer im Trainingscamp präsentieren darf. Sollte er dort unbekümmert aufspielen und seine Fähigkeiten zeigen, dann wird er früher oder später seine Chance bekommen, in der NHL aufzulaufen.

Poile indes rechnet fest mit dem durchschlagenden Erfolg von Fiala: "Wenn die Scouts Recht haben, dann haben wir einen wirklich guten Spieler bekommen."