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IIHF Eishockeyweltmeisterschaft 2013

    Kings kurz vor zweitem Cupgewinn

    Dienstag, 06.10.2014 / 5:15 AM / NHL.com/de - Eishockey.com

    Von Stefan Herget - Eishockey.com

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    Kings kurz vor zweitem Cupgewinn
    Kings kurz vor zweitem Cupgewinn

    Nach den Pittsburgh Penguins 2009 und den Boston Bruins 2011 wollten die New York Rangers das dritte Team in fünf Jahren werden, das zwei Auswärtsspiele zum Auftakt verlor, aber trotzdem noch den Stanley Cup gewann. Angefeuert von über 18.000 Zuschauern im natürlich ausverkauften Madison Square Garden wollten die Hausherren von Beginn zeigen, wer das Sagen hier hat.

    Den Anfangsschwung bremsten beide Defensivabteilungen, die zu Beginn gute Arbeit lieferten und so qualitative Chancen auf beiden Seiten auf sich warten ließen. Nach gut acht Minuten musste Jonathan Quick erstmals ernsthaft eingreifen, als Rick Nash und Marc Staal vor ihm auftauchten. Im Gegenzug testete Jeff Carter Henrik Lundqvists Verfassung. Es entwickelte sich ein schnelles Drittel mit wenigen Unterbrechungen und stetigem Spielfluss. Bereits zehn Minuten waren absolviert, da musste Quick nach einem Spielzug von Martin St. Louis über Carl Hagelin wieder eingreifen. Sein ganzes Können musste der Kings Schlussmann zeigen, als Mats Zuccarello in der 13. Minute völlig frei einschussbereit war und Quick gerade noch seinen Schläger dazwischen brachte. Die Rangers Fans hatten bereits mehrfach vergeblich Fouls reklamiert und wurden erst gut zwei Minuten vor der Sirene von den Schiedsrichtern erhört, als Carter wegen hohen Stocks auf die Strafbank musste. Die Überzahl blieb aber blass, es schien etwas Nervosität im Spiel. Zum Ende folgte noch die kalte Dusche in Form des 0-1. Der gerade von der Bank kommende Carter wurde von Justin Williams bedient und ließ Lundqvist noch rechtzeitig, 0,7 Sekunden standen auf der Uhr, mit seinem Schuss unter die Latte keine Abwehrchance.

    Die Rangers brachten sich gleich nach Wiederbeginn in Bedrängnis. Ryan McDonagh ging bereits nach nicht einmal einer Minute in die Kühlbox. Die Gäste konnten daraus zunächst kein Kapital schlagen, doch als kurz nach Ablauf Staal folgte, musste Lundqvist nach einer schönen Kombination von Jake Muzzin, Carter und Marian Gaborik sein ganzes Können aufbieten. Knapp 30 Sekunden später war es jedoch passiert. Muzzin zog von der Blauen Linie ab und erzielte treffsicher das 0-2. Zu diesem Zeitpunkt zeigte der Würfel vier zu acht Schüsse für die Kings. Die Fans antworteten mit immerhin zaghaften Anfeuerungsrufen. Diese schienen Wirkung zu zeigen, denn das körperliche Spiel von New York nahm zu und mit ihm die Gefahr für das Tor von Quick. Besonders als Mitchell wegen Behinderung raus musste, brannte es jetzt lichterloh. Brad Richards und im Nachschuss Derick Brassard forderten Quick. Kurz darauf war er geschlagen, aber Brassard traf mit der Rückhand nur den Pfosten. Innerhalb kürzester Zeit drehten die Gastgeber das Torschussverhältnis auf 13 zu 9 zu ihren Gunsten. Nash versuchte seine Schnelligkeit auszuspielen und zog vor das Tor, doch wieder Quick, der ihn und genauso das Nachfassen von Chris Kreider entschärfte. Es folgte ein weiteres Powerplay der Rangers. Drew Doughty hatte gegen Nash als letzte Möglichkeit Schlimmeres zu verhindern gehakt. Weitere Chancen folgten, doch Quick blieb Sieger in allen brenzligen Situationen. Es dauerte bis die Kings wieder gefährlich wurden und Lundqvist konnte sich zwei Mal auszeichnen, was zuvor schwierig war. Immerhin musste er bei acht Torschüssen schon zwei Mal hinter sich greifen. Für ihn ungewöhnliche Werte. In der 38. Minute Los Angeles wieder eiskalt. Ein Konter über Mike Richards, der zum mitgelaufenen Trevor Lewis passen wollte, doch der Puck sprang von McDonaugh wieder zu Richards, der Lundqvist erneut das Nachsehen gab. Ein ganz bitterer Verlauf für die Rangers. Diese hatten noch einmal die Möglichkeit noch vor dem Wechsel zu verkürzen, allerdings verstrich die folgende Strafzeit gegen Muzzin ergebnislos, weil Quick wieder zur Stelle war. Mit 21 zu 13 Torschüssen ging es in die Pause, was die Effektivität der Kings deutlich unterstrich.

    Das Bild änderte sich im Schlussabschnitt kaum. Die Rangers waren zwar bemüht, fanden aber kein Durchkommen. Manchmal fehlte das Quäntchen Glück, andererseits mangelte es in vielen Situationen am Spielwitz, um Quick zu bezwingen. Bereits sechs Sekunden nach Wiederbeginn tauchte Kreider alleine vor dem Tor auf, wieder blieb Quick Sieger. Nach 62 Sekunden eine weitere Strafzeit gegen die Kings, aber Duplizität der Ereignisse strahlten die Hausherren kaum Torgefahr aus. Es dauerte bis zur 46. Minute, ehe die erste qualitative Chance verzeichnet werden konnte. Nur noch gelegentlich brannte jetzt Gefahr auf, die Luft war weitgehend aus der Partie. In der 49. Minute fast die Vorentscheidung, als die Scheibe auf der Linie der Rangers liegen blieb und letztendlich geklärt werden konnte. Der Auftritt von Los Angeles wurde lediglich durch unnötige Hinausstellungen getrübt, ansonsten wirkten die Kings abgeklärter und souveräner. So brachten sie den Vorsprung über die Zeit, obwohl Trainer Alain Vigneault bereits drei Minuten vor dem Ende Lundqvist zu Gunsten eines weiteren Feldspielers aus dem Tor nahm. Es änderte nichts mehr daran, dass die Kings den Sieg einfuhren und Quick mit 32 Saves einen verdienten Shutout feiern konnte. Lediglich 15 Torschüsse genügten ihnen für einen 3-0 Sieg in dieser Partie, der zum 3-0 in der Serie führt.

    Bereits am Mittwoch kann Los Angeles mit einem weiteren Erfolg den zweiten Stanley Cup Sieg nach 2012 perfekt machen. Dieser Verlauf der Serie war nur von Wenigen erwartet worden.